Härtere Corona-Maßnahmen gefordert

Lockdown für alle? Heftige Diskussion über Hotspots in BaWü entbrannt

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
    schließen

Die Corona-Zahlen steigen weiter, Forderungen nach härteren Maßnahmen werden lauter. Die Landesregierung diskutiert nun regionale Lockdowns für Hotspots.

Die Corona-Zahlen in Baden-Württemberg* steigen stetig weiter. Die Krankenhäuser, wie etwa die SLK-Kliniken in Heilbronn*, geraten erneut an ihre Belastungsgrenzen. Seit Mittwoch (17. November) gilt deshalb in Baden-Württemberg die Alarmstufe*. Vor allem für Ungeimpfte sind die neuen Corona-Maßnahmen im Südwesten bereits mit einem Lockdown zu vergleichen: In vielen Bereichen des öffentlichen Lebens haben nur noch Geimpfte und Genese Zutritt, noch dazu gelten Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte.

*echo24.de hat eine Übersicht über die geltenden Regeln der Alarmstufe* zusammengefasst. Doch möglicherweise könnten schon bald noch härtere Maßnahmen dazukommen. In Baden-Württemberg rücken wegen der rasant steigenden Corona-Zahlen Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte in besonders betroffenen Stadt- und Landkreisen näher.

Baden-Württemberg: Lockdown als mögliche Corona-Maßnahme in den Hotspot-Regionen

In der grün-schwarzen Landesregierung wird diskutiert, ob dieses Instrument zur Eindämmung schon bald eingesetzt werden muss, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Donnerstag, (18. November) aus Regierungskreisen in Stuttgart erfahren hat. Das Land hat derzeit noch die rechtliche Möglichkeit, regionale Lockdowns für Hotspots in Baden-Württemberg anzuordnen. Ob diese Lockdown-Maßnahmen dann möglicherweise für alle gelten, auch Geimpfte, ist nicht klar.

Erst kürzlich sagte Winfried Kretschmann, er schließe einen Lockdown nicht aus*. Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg beträgt laut Landesgesundheitsamt im Landes-Durchschnitt aktuell 397,7 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Stand: 17. November). Die höchsten Corona-Zahlen verzeichnen momentan der Landkreis Biberach mit einer 7-Tage-Inzidenz von 649,2 und der Landkreis Schwarzwald-Baar-Kreis mit 640,8 (Stand: 17. November). Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald (250,7) verzeichnet derzeit die niedrigste Inzidenz.

Hotspots in Baden-Württemberg: Lockdown für alle möglich?

Solche Corona-Beschränkungen wie Ausgangssperren könnten aber, sobald angeordnet, voraussichtlich nur noch bis längstens 15. Dezember in Kraft bleiben, weil die angehenden Ampelpartner SPD, Grüne und FDP im Bundestag die Gesetzeslage ändern wollen. Die Ampel-Koalition plant, die epidemische Lage auslaufen zu lassen – stattdessen sollen andere harte Corona-Maßnahmen her, der Bundestag hat bereits zugestimmt*.

Möglicherweise könnte der Beschluss allerdings noch kippen, denn der CDU sind die angekündigten Maßnahmen zu lasch. Die Ampel möchte weitreichende Maßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen über Veranstaltungsverbote bis hin zu Restaurant-, Geschäfts- oder Schulschließungen nicht mehr ermöglichen. Ausnahmen sollen nur für Verbote oder Beschränkungen im Freizeit-, Kultur- oder Sportbereich gelten. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Hans Punz/dpa

Das könnte Sie auch interessieren