Lidl-Rückruf

Lidl: Rückruf für vegane Produkte – nicht essen! Verbraucherschutz warnt

Kaufland, Lidl, Aldi & Co. wollen die Mehrwertsteuer-Senkung in vollem Umfang an die Kunden weitergeben.
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Zwei vegane Produkte von Lidl werden aktuell zurückgerufen. (Symbolbild)
  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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Lidl ruft derzeit gleich zwei vegane Produkte zurück. Der Grund: Es ist ein krebserregender und erbgutverändernder Stoff darin entdeckt worden.

Aktuell werden gleich zwei vegane Produkte von Lidl zurückgerufen. Der Grund: Bei der Lebensmittelverarbeitung ist ein Stoff in die Produkte gelangt, der „erbgutverändernd und krebserzeugend“ ist. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) warnt vor dem Verzehr der Lidl-Produkte, welche bundesweit verkauft wurden.

Betroffen sind die Lidl-Produkte „Vegane Sticks Cheese-Style“ und der „Vegane Mozzarelli“ von der Marke Vemondo. Die Lebensmittel werden zurückgerufen, weil ein erhöhter Gehalt von Ethylenoxid nachgewiesen wurde. Aus dem selben Grund werden aktuell bei Edeka und Rewe mehrere Eissorten zurückgerufen.

Lidl ruft vegane Produkte zurück: Krebserzeugender Stoff enthalten

Konkret betroffen von dem Lidl-Rückruf ist einmal die 250 Gramm-Packung der „Vegane Sticks Cheese-Style“ von Vemondo mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 07.01.2022 / 07.03.2022 / 06.05.2022. Außerdem wird der „Vegane Mozzarelli“ von Vemondo in der 100 Gramm Packung mit dem Haltbarkeitsdatum 20. August 2021 sowie Produktionsdatum 16. Juli 2021 zurückgerufen.

Hersteller ist jeweils die „G+G Convenience Produkte GmbH & Co. KG“ und der Inverkehrbringer die „Vefo GmbH, Ecopark“. Die Produkte können in allen Lidl-Filialen zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird erstattet – auch ohne Vorlage des Kassenzettels. Die beiden veganen Produkte von Lidl sollten nicht verzehrt werden.

Lidl-Rückruf: Vegane Produkte enthalten krebserregenden Stoff

Das Gas Ethylenoxid wird als Desinfektionsmittel für Nahrungsmittel, organische Dämmstoffe, Textilfasern und medizinische Geräte verwendet. Ethylenoxid ist laut Lebensmittelverband Deutschland in der Lebensmittelproduktion der EU verboten. Das Gas reizt beim Einatmen Haut und Schleimhäute, Hauptsymptome bei inhalativer Aufnahme sind Kopfschmerzen, Schwindel, Erbrechen, starke Erregung und Bewusstlosigkeit.

„Ethylenoxid ist erbgutverändernd und krebserzeugend. Einen Richtwert ohne Gesundheitsrisiko gibt es somit nicht und Rückstände des Stoffes in Lebensmitteln sind grundsätzlich unerwünscht“, heißt es in einem Bericht des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).

Tatsächlich könnte es in Deutschland schon bald noch zahlreiche weitere Lebensmittelrückrufe geben. Denn in einem importieren Verdickungsmittel, welches in der Lebensmittelproduktion oft verwendet wird, wurde ebenfalls Ethylenoxid nachgewiesen. Außerdem wird momentan ein weiterer Artikel von Lidl zurückgerufen: Zwar kein Lebensmittel, aber ein Haushaltsgerät – es sollte auf keinen Fall benutzt werden, denn es besteht Verbrühungsgefahr.

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