Fieser Spot wie ein Blockbuster-Trailer

Neue Lidl-Weihnachtswerbung: „Meisterstück“ mit üblem Aldi-Seitenhieb

  • Olaf Kubasik
    vonOlaf Kubasik
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Lidl stellt seine Weihnachtskampagne vor - mit einem bösen Werbe-Filmchen, das das Netz begeistert.

  • Lidl präsentiert seine neue Weihnachtswerbung.
  • Der Discounter aus Neckarsulm dreht Blockbuster-Trailer.
  • Konkurrent Aldi kriegt dabei ordentlich sein Fett weg.

Neckarsulm - Die Weihnachtskampagnen der Discounter und Supermärkte haben Tradition. Ebenso wie die Gefechte, die sich die Giganten des Lebensmitteleinzelhandels ganzjährig liefern. Nun hat Lidl, das zur Schwarz-Gruppe mit Sitz in Neckarsulm* im Landkreis Heilbronn gehört, seinen filmischen Beitrag 2020 veröffentlicht, der an einen Blockbuster-Trailer erinnert. Und in diesem verbindet er seine Weihnachtskampagne „Dein Weihnachtsmarkt“ mit einem fiesen Seitenhieb auf seinen Erzrivalen Aldi, wie *echo24.de berrichtet.

NameLidl
RechtsformStiftung & Co. KG
SitzNeckarsulm (Landkreis Heilbronn)
Gründung1973
BrancheLebensmitteleinzelhandel

Lidl zieht Aldi immer wieder gerne auf seinen Social-Media-Kanälen durch den Kakao. Zum Beispiel mit seiner „Spieglein, Spieglein an der Wand... Wer ist der Günstigste im ganzen Land?“-Kampagne oder aber zu Halloween, als der Discounter aus Neckarsulm das Bild einer Aldi-Tüte postete und es als „das Gruseligste“ an diesem Tag offerierte. Und manchmal gehen die Reibereien zwischen den beiden Kontrahenten sogar so weit, dass am Ende Gerichte eingreifen müssen*.

Lidl Neckarsulm: Fieser Seitenhieb gegen Discounter-Rivalen Aldi in Weihnachtswerbung

Doch was hat sich Lidl für seine Weihnachtskampagne „Dein Weihnachtsmarkt“ einfallen lassen? Der Film beginnt in der fiktiven Lidl-Zentrale Neckarsulm. Dort präsentiert ein Mitarbeiter seine Idee: „Lebkuchen, Glühwein, schöne Deko - wir geben den Menschen gerade in diesem besonderen Jahr alles, was sie brauchen, um sich ihr Weihnachtsmarkt-Feeling direkt nach Hause zu holen.“ Beifall von den Kollegen, auch seine Frau ist daheim stolz auf ihn. Doch nach dem abendlichen Einkauf in einer Lidl-Filiale, an der vielleicht auch diese Neuerung getestet wird*, erlebt er sein blaues Wunder...

Denn der fiese Bruder des Weihnachtsmanns, der irgendwie an Jack Nicholson im Horrorfilm „Shining“ erinnert, hat etwas gegen die Durchführung dieser glorreichen Kampagne des Lidl-Mitarbeiters in Corona-Zeiten*. Folge: ein Kampf auf Biegen und Brechen, der in einem Duell mit Zuckerstangen-Lichtschwertern à la „Star Wars“ endet. Auf YouTube schreibt ein jüngerer User unter den knapp zweiminütigen Film: „Ich bin 21 und kann für meine Altersgruppe sagen, dass ihr mit dieser Werbung übertrieben habt - und zwar auf eine sehr positive Art. Respekt Eure Marketing-Abteilung hat es geschafft, eine Werbung geil zu gestalten!“

Lidl Neckarsulm: Weihnachtswerbung des Discounters mit Aldi-Seitenhieb kommt an

Und das ist längst nicht die einzige positive Reaktion die Lidl - ganz im Gegensatz zu einem anderen Facebook-Post* - auf seine Weihnachtskampagne erhält. Voller Respekt schreibt ein weiterer User: „Ich bin mir immer noch unsicher, ob das Video eine Werbung oder ein Trailer fürs Kino ist...“ Oder aber ein anderer: „Wieder ein Meisterstück von Lidl. Da hat man direkt Lust, den gesamten Film zu sehen, wenn es ihn doch gäbe. Hammer-Geschichte, cinematic!!!“ Aber was ist den nun mit besagtem Seitenhieb auf Aldi?

Da hat man direkt Lust, den gesamten Film zu sehen, wenn es ihn doch gäbe.

Ein Kommentar auf YouTube

Der kommt ganz zum Schluss - DENN: Der fiese Bruder des Weihnachtsmanns ist wohl Aldi-Boss. Das wird deutlich an der Karotte, die ihm zum Schluss von einem seiner Mitarbeiter als Weihnachtskampagne angepriesen wird. Die animierte Werbefigur „Kai Karotte“ dient dem Lidl-Konkurrenten schließlich als Weihnachtswerbemaskottchen. Schauspieler Christian Steinfelder, der den bösen Charakter darstellt, fragt: „Karotten? An Weihnachten?“ Und beißt dem Gemüse den Kopf ab. Auf Instagram bedankt er sich unter dem Lidl-Post übrigens wie folgt: „Tausend Dank, dass ich als Herr Aldi dabei sein durfte. Es war mir ein Fest.“ *echo24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Olaf Kubasik

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