Unternehmenssprecher äußert sich

Explosion bei Lidl in Neckarsulm: Erpressung im Vorfeld? Neue Ermittler-Details

  • Jason Blaschke
    vonJason Blaschke
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Am Mittwoch explodiert eine Briefbombe in einem Verwaltungsgebäude von Lidl in der Rötelstarße in Neckarsulm. Wurde das Unternehmen im Vorfeld erpresst?

  • In der Lidl-Zentrale in Neckarsulm explodierte am Mittwoch eine Briefbombe.
  • Die Polizei Heilbronn gibt zwei Tage nach der Explosion neue Details bekannt.
  • Auch die Schwarz-Gruppe reagierte und schickte eine wichtige Mitteilung an alle Mitarbeiter.

Update, 19. Februar: Am Mittwoch war in der Lidl-Zentrale in Neckarsulm eine Briefbombe explodiert. Zum Zeitpunkt der Detonation waren mehr als 100 Menschen im Gebäude, drei von Ihnen wurden teils verletzt. Noch sind viele Fragen ungeklärt. Wie echo24.de* berichtete, übernahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen. Bekannt ist aber, dass es wohl keine Drohbriefe oder Erpresserschreiben im Vorfeld gegeben hatte. Das berichtet der SWR und beruft sich auf Polizeiangaben.

Lidl in Neckarsulm: So reagiert die Schwarz-Gruppe nach der Explosion

Zu den laufenden Ermittlungen will die Polizei derzeit nicht äußern. Die Briefbombe war am Mittwoch exportiert, als ein Mitarbeiter von Lidl das Kuvert öffnete. Kurz nach der Detonation in der Lidl-Zentrale in Neckarsulm hatten einige Medien berichtet, dass es sich um ein Paket und nicht um einen Brief gehandelt habe. Mittlerweile steht aber fest, dass es wohl definitiv eine Briefbombe war. Die drei Personen, die verletzt wurden, waren im selben Raum.

Nach der Explosion am Mittwoch verschickte die Dieter-Schwarz-Gruppe aus Neckarsulm noch am selben Abend eine E-Mail an die Mitarbeiter. Eine Mitarbeiterin bestätigte echo24.de*, dass der Konzern in der Mitteilung darauf hinwies, dass keine Pakete oder Briefe mehr geöffnet werden sollen. Der SWR berichtet, dass die Schwarz-Gruppe die Mitarbeiter in der Verwaltung auch anwies, vorerst nicht an ihren Arbeitsplatz zu kommen.

Auch für den Heilbronner Bildungscampus wurde eine solche Empfehlung ausgesprochen. Auf Anfrage des SWR bestätigte die duale Hochschule Baden-Württemberg, dass die Mitarbeiter bis einschließlich Sonntag nicht aus das Gelände des Bildungscampus in Heilbronn kommen sollen.

Lidl in Neckarsulm: Nach Briefbombe: Polizei äußert sich zu Ermittlungen

Update, 18. Februar: Nach der Explosion in der Lidl-Zentrale in Neckarsulm (Landkreis Heilbronn) mit drei Verletzten am Mittwoch sind die Hintergründe noch vollkommen unklar. Die Polizei teilt laut der Deutschen Presseagentur (dpa) am Donnerstag mit: „Unsere Ermittlungen dauern an, aber aktuell gibt es da nichts Neues.“

Teil der polizeilichen Ermittlung sind sowohl die möglichen Hintergründe für die Explosion als auch, wer überhaupt als Absender infrage kommt. Außerdem ist noch nicht klar, ob es zuvor eine Bombendrohung gegeben hatte.

Lidl in Neckarsulm: Drei Menschen verletzt durch Briefbombe

Beim Öffnen eines Briefes war es zu der Explosion gekommen. Mehrere Menschen zogen sich Verletzungen zu*. Bei einem Menschen wurden mittelschwere Verletzungen verursacht, bei zwei weiteren Menschen leichte. Spezialisten des Landeskriminalamts Baden-Württemberg durchsuchten mit Sprengstoffspürhunden das gesamte Gebäude, fanden aber keine weiteren verdächtigen Gegenstände.

Briefbombe bei Lidl in Neckarsulm explodiert – Unternehmen erpresst?

Update, 17. Februar, 20:50 Uhr: Heute Nachmittag explodierte in der Lidl-Zentrale in Neckarsulm eine Briefbombe. Zum Zeitpunkt der Detonation waren mehr als 100 Menschen im Gebäude. Wie echo24.de* berichtet, wurden drei Personen verletzt, eine davon schwer. Rettungskräfte, Polizei, Seelsorger und die Polizei sind im Einsatz. Das Gebiet um die Rötelstraße in Neckarsulm wurde evakuiert. Auf Anfrage der Bild-Zeitung äußert sich das Unternehmen aus Neckarsulm zum Vorfall.

Lidl Neckarsulm: Briefbombe explodiert in Gebäude – Konzern äußert sich

„Wir können bestätigen, dass es am heutigen Nachmittag in unserem Verwaltungsgebäude in Neckarsulm bei der Öffnung eines Briefes zu einer Explosion gekommen ist“, sagte ein Sprecher der Lidl GmbH & Co. KG. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet, dass es sich um eine Paketbombe gehandelt habe. Dass drei Mitarbeiter von Lidl durch die Explosion verletzt wurden, bestätigt der Unternehmenssprecher. Die Opfer seien umgehend medizinisch betreut worden, erklärte er weiter.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Bislang liegen keine Informationen vor, die auf eine Erpressung hindeuten. „Wir sind tief bestürzt über den Vorfall und wünschen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine gute und schnelle Genesung“, teilt die Lidl GmbH & Co. KG am Abend mit. Zuvor hatte sich das Unternehmen bereits per E-Mail an alle Mitarbeiter gewandt. Die echo24.de-Redaktion* hatte über den Inhalt der E-Mail ausführlich berichtet (Update von 17:25 Uhr).

Ein Großaufgebot von Polizei und Rettungskräften war nach der Explosion einer Paketbombe in der Lidl-Zentrale im Einsatz.

Update, 17. Februar, 18:25 Uhr: Am Nachmittag ist in einem Verwaltungsgebäude der Lidl GmbH & Co. KG in Neckarsulm eine Paketbombe exportiert. Derzeit läuft ein Großeinsatz der Polizei. Wie echo24.de* berichtet, sind Auch Rettungskräfte, ein Hubschrauber, die Kriminalpolizei sowie Seelsorger vor Ort. Noch immer sind viele Fragen offen. Bekannt ist mittlerweile, dass es sich bei der Briefbombe um ein Paket handeln soll, welches ein Mitarbeiter von Lidl geöffnet hatte.

Lidl Neckarsulm: Briefbombe explodiert in Verwaltungsgebäude – neue Infos

Das berichtet die Bild-Zeitung und beruft sich auf interne Informationen. Von Lidl selbst gibt es bisher noch keine offizielle Mitteilung. Nach der Explosion der Paketbombe betrat gegen 16:30 Uhr ein Bombenentschärfer das mittlerweile evakuierte Verwaltungsgebäude. Von einer Erpressung ist derzeit nichts bekannt. Der Konzern der Schwarz-Gruppe weist allerdings alle seine Mitarbeiter in einer E-Mail an, vorerst keine weiteren Briefe oder Pakete zu öffnen.

Am Dienstag war es auch auf dem Firmengelände von ADM WILD in Eppelheim zu einer Explosion* gekommen. Wie heidelberg24.de* berichtet, handelte es sich hier ebenfalls um eine Paketbombe, die von einem Mitarbeiter entgegengenommen wurde. Ob es zwischen beiden Fällen einen Zusammenhang gibt, ist noch nicht bekannt. Doch sowohl in Neckarsulm als auch in Eppelheim ermittelt die Kriminalpolizei.

Lidl Neckarsulm: Nach Paketbomben-Explosion – Information an Mitarbeiter

Update, 17. Februar, 17:35 Uhr: Die Explosion einer Briefbombe in einem Verwaltungsgebäude der Lidl GmbH & Co. KG in Neckarsulm erschüttert die Region. Noch sind die Hintergründe unbekannt. Doch der Konzern der Schwarz-Gruppe zieht bereits erste Konsequenzen. Wie echo24.de* erfuhr, sollen bis zum Wochenende alle Gebäude von Lidl und der Schwarz-Gruppe in Neckarsulm nicht mehr betreten werden dürfen. Die Information ist von Lidl noch nicht offiziell bestätigt. Vom Konzern liegt bisher noch keine Stellungnahme vor.

Etwa 100 Menschen waren zum Zeitpunkt der Explosion im Gebäude. Mehrere Personen wurden verletzt und mussten in eine Klinik gebracht werden.

Update, 17. Februar, 17:25 Uhr: Nach der Explosion einer Briefbombe in einem Verwaltungsgebäude von Lidl in Neckarsulm schickt der Konzern der Schwarz-Gruppe mehrere E-Mails an die Mitarbeiter. Wie echo24.de* von einer Mitarbeiterin erfährt, weist der Konzern in der E-Mail daraufhin, dass keine ankommenden Briefe oder Pakete geöffnet werden sollen. Es ist nicht auszuschließen, dass noch weitere Briefbomben im Umlauf sind.

Lidl Neckarsulm: Briefbombe explodiert in Verwaltungsgebäude

Erstmeldung, 17. Februar, 17 Uhr: In einem Verwaltungsgebäude der Lidl GmbH & Co. KG in Neckarsulm explodierte am Nachmittag eine Briefbombe. Ein Sprecher der Polizei Heilbronn bestätigt im Gespräch mit echo24.de*, dass es eine größere Explosion gegeben habe. „Das Gebiet ist weiträumig abgesperrt und wird aktuell evakuiert“, so der Polizeisprecher. Die Heilbronner Stimme berichtet, dass durch die Explosion im Gebäude drei Mitarbeiter der Lidl GmbH & Co. KG verletzt wurden.

Zwei Personen seien leicht verletzt, eine Person schwerer. Alle drei Personen wurden bereits in eine Klinik gebracht. Neben der Polizei sind auch zahlreiche Rettungskräfte und ein Rettungshubschrauber im Einsatz. Laut der Heilbronner Stimme wurde das Verwaltungsgebäude von Lidl bereits evakuiert. Ersten Informationen zufolge sollen sich zum Zeitpunkt der Explosion mehr als 100 Mitarbeiter im Gebäude aufgehalten haben.

Die Kriminalpolizei ist ebenfalls vor Ort. Die Menschen am Unglücksort werden derzeit von Seelsorgern betreut. *echo24.de und heidelberg24.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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