Kreuzotter und Aspisviper

Kreuzotter und Aspisviper: Giftschlangen lauern in beliebten Wandergebieten

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
    schließen

Giftschlangen wie die Kreuzotter und die Aspisviper gibt es auch im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb. Für Urlauber und Wanderer gibt es einiges zu beachten.

In den vergangenen Wochen gab es mehrere Angriffe durch Giftschlangen. Sowohl ein 12-jähriges Mädchen* als auch ein italienischer Wanderer wurden von einer Kreuzotter gebissen – dabei hat der Italiener einen entscheidenden Fehler gemacht*, wie echo24.de* berichtet hat. Die Schlangen-Angriffe sind zwar in Österreich und Südtirol passiert, aber auch in Deutschland leben zwei Giftschlangen – die Kreuzotter und die Aspisviper. Und auch hier kommt es gelegentlich zu Angriffen.

Kreuzotter und Aspisviper: Aufgepasst im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb

Die Kreuzotter besitzt von allen Vipern das größte Verbreitungsgebiet. In Deutschland kommt sie schwerpunktmäßig im Norddeutschen Tiefland vor, aber auch in Teilen Süddeutschlands – darunter im Schwarzwald, auf der Schwäbischen Alb und in Oberschwaben. Laut der baden-württembergischen Landesanstalt für Umwelt liebt die Kreuzotter vor allem höher gelegene, kühelere Lagen.

Obwohl sich die Meldungen von Sichtungen und Angriffen momentan zu häufen scheinen, nimmt die Population der Kreuzotter in Deutschland stetig ab – denn es fehlt geeigneter Lebensraum. Weil die Kreuzotter in den übrigen Gebieten in ihrem Bestand stark bedroht ist, steht sie in ganz Deutschland unter Naturschutz.

Die Aspisviper ist besonders häufig in Höhen von bis zu 3.000 Metern zu finden. Die Giftschlange fühlt sich genauso wie die Kreuzotter im Schwarzwald wohl – vor allem im südlichen Teil. Als Lebensraum werden warme, trockene und steinige Biotope wie Geröllflächen, Steinbrüche und vegetationsfreie Schotterflächen an südexponierten Hängen von der Aspisviper bevorzugt.

Giftschlangen in Baden-Württemberg: Verbreitung und Gefahr

Generell gilt bei allen Schlangen – egal ob giftig oder nicht – bei einer Sichtung das Tier am besten in Ruhe lassen und auf Abstand gehen. Denn sobald Schlangen sich angegriffen fühlen, beißen sie zu. Das kann bei nicht giftigen Schlangen bereits sehr schmerzhaft sein, bei Giftschlangen wie Kreuzotter und Aspisviper kann ein Biss allerdings schnell gefährlich werden.

Das Nervengift ist für Erwachsene in der Regel nicht tödlich, doch ein Biss kann vor allem bei Kindern oder immungeschwächten sowie allergischen Personen lebensgefährlich werden. Nach einem Giftschlangen-Biss können Symptome wie Lähmungen und Atemnot auftreten. *echo24.de verrät, wie sich nach einem Schlangen-Biss am besten verhalten werden sollte. Denn es gibt einige instinktive Reaktionen, die leider völlig falsch sind und fatale Auswirkungen haben können. Vor allem Urlauber und Wanderer sollten sich vorab ausgiebig informieren – damit ein Schlangen-Biss von vornherein vermieden werden kann .*echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sammer/dpa/Archivbild

Das könnte Sie auch interessieren