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Kretschmann blickt auf 2022: Energiekrise, Corona und Krieg – „schwierigstes Jahr bisher“

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Von: Lisa Klein

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Winfried Kretschmann
Das Jahr 2022 war nicht gerade einfach – für Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann sogar das „schwierigste“ bislang. © Marijan Murat/dpa

2022 war voll von politischen Herausforderungen. Vor allem Russlands Krieg in der Ukraine und die damit verbundene Energiekrise sowie stetige Ungewissheit machen das Jahr 2022 für Kretschmann das bisher schwierigste. 

Auch wenn die Corona-Infektionszahlen weiterhin hoch sind, hat sich das Jahr 2022 hinsichtlich der Pandemie wieder etwas normaler angefühlt. Dennoch war 2022 erneut ein Krisenjahr: Energiepreise schießen in die Höhe, es herrscht Angst vor Blackouts im Winter, es muss mit Brownouts gerechnet werden, die Inflation ist so hoch wie seit 70 Jahren nicht. Dazu sind erneut die Kliniken am Limit wegen einer heftigen Erkältungswelle – Corona trifft auf RS-Virus und Grippe.

Die Politik sowie die Bevölkerung steht und stand 2022 erneut vor großen Herausforderungen. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) blickt auf das Jahr 2022 zurück: Es sei sein „schwierigstes Jahr bisher“ gewesen.

Kretschmann blickt auf 2022 – ein Jahr voller Krisen

Das nun endende Krisenjahr 2022 war nach Einschätzung von Kretschmann das problematischste und herausforderndste Jahr seiner elfjährigen Amtszeit: „Das war aufgrund der Krisen mein schwierigstes Jahr bisher“, sagte der Grünen-Politiker der „Deutschen Presse-Agentur“ in Stuttgart. „Die vielen Krisen auf einmal führen einen schon an die Grenzen.“

Wegen des russischen Angriffskrieges habe man sich komplett neu aufstellen müssen in der Politik. Die Herausforderung für den Staat sei sogar noch größer als in der Zeit der Corona-Pandemie, sagte er mit Verweis auf die hohen Flüchtlingszahlen aus der Ukraine.

Große Unsicherheit auch in Baden-Württemberg durch den Krieg in der Ukraine

Dafür sei die Unsicherheit in der Pandemie größer gewesen, sagte Kretschmann: „Wir wussten zu wenig über das Virus.“ Im Rückblick hätte man so manches nicht gemacht im Kampf gegen Corona, sagte er etwa mit Blick auf Kollateralschäden im Bildungsbereich. „Aber jetzt ist die Herausforderung größer.“

Putin setze die Kälte im Winter als Waffe ein. Wenn nochmal eine große Flüchtlingswelle komme, sei das eine große Herausforderung fürs Land. Die Unsicherheit des Krieges halte einen immer unter Spannung, sagte Kretschmann. „Da kann man sich nicht entspannen.“

Krisen 2022 zeigen: Solidarität in der Gesellschaft ist groß

Der Ministerpräsident lobte das Engagement der Bevölkerung bei der Hilfe in der Flüchtlingskrise. Die Solidaritätswelle der Bürger habe viel möglich gemacht und ihn beeindruckt, etwa, dass viele private Wohnungen zur Verfügung gestellt worden seien. Er gehe auch mit einer gewissen Zuversicht ins neue Jahr, weil die Gesellschaft zusammenhalte, sagte Kretschmann.

Wenn eine Bevölkerung zusammenstehe, könne sie jede Krise stemmen. Kretschmann zeigte sich auch zufrieden mit der Arbeit seiner Landesregierung: 2022 sei zwar anstrengend gewesen, aber man sei trotzdem nie in einer Situation gewesen, wo man nicht mehr gewusst habe, wie es weitergehen soll.

Kretschmann blickt in die Zukunft: Bildungspolitik soll 2023 im Fokus stehen

Für das neue Jahr kündigte der Regierungschef einen Fokus auf die Bildungspolitik an. Man dürfe trotz aller Krisen das Wichtige nicht immer hinter dem Dringlichen anstellen, sagte er. Im ersten Quartal wolle er sich besonders mit der Bildungspolitik beschäftigen. Hintergrund: Das einstige Bildungsmusterland Baden-Württemberg ist im Ranking der Bundesländer deutlich abgerutscht.

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