1. echo24
  2. Baden-Württemberg

Kretschmann fordert mehr Handlungsspielraum für künftige Pandemie-Lagen

Erstellt:

Von: Lisa Klein

Kommentare

Regierungs-Pressekonferenz
Ministerpräsident Winfried Kretschmann fordert Handlungsmöglichkeiten für künftige kritische Pandemie-Lagen. (Symbolbild) © Marijan Murat/dpa

Die Corona-Pandemie gilt als beendet. Baden-Württembergs Ministerpräsident blickt in die Zukunft und fordert Handlungsmöglichkeiten für die Länder im Falle kritischer Pandemie-Lagen.

Deutschland ist mit dem Ende der Corona-Pandemie weitestgehend zur Normalität zurückgekehrt. Eine Isolationspflicht für Corona-Patienten gibt es in Baden-Württemberg schon länger nicht mehr. In Bus und Bahn ist für den Fernverkehr nach ewigem Hin und Her die Maskenpflicht gefallen, genauso für Beschäftigte in Arztpraxen. Von Corona-Beschränkungen ist bis auf wenige Ausnahmen im Alltag nichts mehr zu spüren. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann richtet den Blick auf eine ungewisse Zukunft – und pocht daher auch weiterhin auf rechtliche Eingriffsmöglichkeiten der Länder für kritische Pandemie-Lagen.

Trotz Pandemie-Ende: Kretschmann will Eingriffsoptionen für die Länder

Er ändere seine Meinung trotz Ende der Corona-Pandemie „keinen Millimeter“, sagte der Grünen-Politiker am Dienstag (24. Januar) in Stuttgart. „Der Instrumentenkasten muss voll sein, bis an den Rand. Alles, was möglich ist, muss da drin sein – wie in einem Feuerwehrhaus, da ist alles drin für schwere und leichte Brände.“ Welche Instrumente die Regierung dann nutze, hänge von den Gegebenheiten ab, schreibt die „Deutsche Presse-Agentur“ (dpa).

Kretschmann hatte bereits im vergangenen Jahr immer wieder vom Bund mehr Eingriffsmöglichkeiten für die Länder im Falle kritischer Pandemie-Lagen gefordert.

Kretschmann bereut nichts bezüglich seiner Corona-Politik

Rückblickend auf seine Pandemie-Politik sagte Kretschmann, dass er nichts bereue. Im Nachhinein würde er mit dem Wissen von heute etwa über die Schäden bei Schülerinnen und Schülern manches anders machen, aber er wüsste nicht, welchen großen Fehler er insgesamt gemacht habe. In einer Krise müsse man schnell, mutig und risikobereit sein, nicht zögerlich. Das Influenzavirus sei heute wahrscheinlich problematischer als das Coronavirus.

Auf Nachfrage sagte Kretschmann laut „dpa“, er persönlich wolle nach Wegfall der Maskenpflicht im Alltag keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen. „Ich lass mich impfen – unentwegt“, sagte der Ministerpräsident. Aber: „Maske trage ich nicht mehr.“ Kretschmann sei bereits vier Mal geimpft, auch gegen Influenza und gegen Gürtelrose.

Auch interessant

Kommentare