1. echo24
  2. Baden-Württemberg

Klimaaktivist löst falschen Alarm aus – strafrechtliche Konsequenzen drohen

Erstellt:

Von: Melissa Sperber

Kommentare

Nora ist die offizielle Notruf-App der Bundesländer.
Nora ist die offizielle Notruf-App der Bundesländer. © Philipp von Ditfurth/dpa, nora-notruf.de, Collage: echo24d.e

Ein Notrufmissbrauch kann nicht nur teuer werden, es drohen auch strafrechtliche Konsequenzen. Genau das kommt nun auf einen Klimaaktivisten zu, der einen Einsatz in Gaggenau auslöste.

In der Nacht zum Donnerstag geht über die Warn-App Nora ein Notruf bei Polizei und Feuerwehr ein – der angebliche Grund: eine geplatzte Gasleitung in Gagggenau. Als die Rettungskräfte jedoch bei der Adresse eintreffen, von der aus der Notruf abgesetzt worden sein soll, wird schnell klar, dass etwas nicht stimmt.

Denn der Anwohner selbst hatte den Notruf nicht abgesetzt und auch eine geplatzte Gasleitung ist nicht zu finden. Wie die „Deutsche Presse-Agentur“ berichtet, hatte ein Klimaaktivist dem Unbeteiligten zahlreiche Einsatzkräfte auf den Hals gehetzt und sich danach im Chat eines Online-Spiels des Opfers zum Notrufmissbrauch bekannt. Erst Mitte Dezember hatte eine großangelegte Razzia gegen Aktivisten der „Letzten Generation“ stattgefunden.

Klimaaktivist fordert Einsatzkräfte zum Klimastreik auf – strafrechtliche Konsequenzen drohen

Ein Löschzug der Feuerwehr, zwei Rettungswagen und zwei Streifenbesatzungen der Polizei seien im Einsatz gewesen. In der virtuellen Unterhaltung forderte der Aktivist auch die Einsatzkräfte auf, sich dem Klimastreik anzuschließen, wie die Polizei am Donnerstagnachmittag mitteilte.

Ein Missbrauch der App-basierten Notrufeinrichtung Nora sei wie ein telefonischer Notrufmissbrauch, mahnte die Polizei. Der noch nicht gefasste Klimaaktivist müsse für die Kosten des Rettungseinsatzes aufkommen und mit weiteren strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Auch interessant

Kommentare