Versuchter Mord und Brandstiftung

Haus im Landkreis Karlsruhe in Flammen: Hat Mann (88) Schwiegersohn angezündet?

Feuerwehrleute und Feuerwehrwagen stehen auf einer Straße. Im Hintergrund brennt ein Haus.
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Ein 88-Jähriger zündete erst seinen Schwiegersohn an und versuchte anschließend ein ganzes Mehrfamilienhaus abzufackeln (Symbolbild).
  • Jason Blaschke
    vonJason Blaschke
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Im Landkreis Karlsruhe soll ein 88-Jähriger seinen Schwiegersohn angezündet haben. Kurz darauf steht das ganze Mehrfamilienhaus in Malsch in Flammen.

In der Gemeinde Malsch im Landkreis Karlsruhe soll ein 88-jähriger Senior am Dienstagabend seinen 60-jährigen Schwiegersohn und ein Mehrfamilienhaus in Brand gesetzt haben. Wie die Polizei Karlsruhe in einer Mitteilung berichtet, soll der Mann seinen Schwiegersohn auf der Terrasse des Mehrfamilienhauses mit einer brennbaren Flüssigkeit besprüht und ihn anschließend angezündet haben.

Die komplette Oberbekleidung des Schwiegersohns fing daraufhin Feuer. Laut Polizei schaffte es der 60-Jährige die Flammen eigenständig zu löschen. Er erlitt Brandverletzungen an Beinen und Armen. Das Mehrfamilienhaus im Landkreis Karlsruhe geriet Polizeiangaben zufolge vollständig in Brand. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 700.000 Euro. Warum der Senior seinen Schwiegersohn offenbar töten und das Haus abbrennen wollte, ist noch unklar.

Malsch im Landkreis Karlsruhe: Senior (88) soll Schwiegersohn angezündet haben - Haus brennt

Bereits am Mittwochnachmittag wurde der Senior einem Haftrichter vorgeführt. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe wirft ihm versuchten Mord und schwere Brandstiftung vor. Der 88-Jährige hatte sich laut Polizei nach der Tat vom Tatort entfernt. Beamte der Polizei konnte ihn aber noch am Dienstagabend im Bereich Rheinstetten vorläufig festnehmen. Die weiteren Bewohner des Mehrfamilienhauses blieben zum Glück unverletzt.

Erst vor wenigen Monaten hatte es die Polizei mit einem Feuerteufel aus Gundelsheim zu tun. Mittlerweile steht aber fest, dass der mysteriöse Feuerteufel ein Feuerwehrmann war. Genau wie im Fall des 88-jährigen Seniors aus Malsch entstand ein großer Sachschaden. Menschen wurden durch die Brandstiftung des Feuerwehrmanns zum Glück nicht verletzt. Der Feuerteufel aus Gundelsheim sitzt mittlerweile hinter Gittern.

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