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Mit dem Fahrrad durch Südamerika: Julian Langhans sammelt Spenden für den Regenwald

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Von: Priscilla Dekorsi

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Julian Langhans hat klare Ziele: Er möchte den Regenwald schützen und die Welt ein kleines Stückchen besser machen.
Julian Langhans hat klare Ziele: Er möchte den Regenwald schützen und die Welt ein kleines Stückchen besser machen. © Julian Langhans

Um auf die Abholzung des Regenwaldes aufmerksam, fährt der Weißbacher Julian Langhans mit dem Fahrrad durch Südamerika – und mit einem selbstgebauten Floß auf dem Amazonas entlang.

Julian Langhans hat ein klares Ziel vor Augen: Der Weißbacher möchte möglichst viele Spenden für ein Projekt zum Schutz des Regenwalds sammeln. Dafür ist dem Azubi bei einer Videoproduktions-Firma kein Weg zu weit. Zuerst geht es mit dem Fahrrad durch Südamerika – und danach mit einem selbstgebauten Floß mit Fahrradantrieb „den Amazonas herunter“. So möchte der 32-Jährige, der einen Dokumentarfilm über seine Reise dreht, „auch auf die Abholzung des Regenwaldes aufmerksam machen“.

Weißbacher reist mit Fahrrad und selbstgebauten Floß durch Südamerika

Langhans hat seine Reise im September begonnen, möchte sie im März abschließen. Ein halbes Jahr am anderen Ende der Welt und abseits uns vertrauter Infrastruktur – Langhans beschreibt seine Reise aus Amazonas-Durchquerung, Radfahren und Campen in der Wildnis als sein „bisher größtes Abenteuer“.

Viele Hindernisse hat der gelernte Schiffsmechaniker dabei schon überwunden. Der gefährlichste Abschnitt steht dem engagierten jungen Mann allerdings noch bevor. Im Lauf des Januars wechselt Langhans vom Fahrrad aufs Floß. „Im Dschungel und dem Amazonas gibt es viele Tiere“, erklärt er. „Viel gefährlicher sind allerdings die Menschen in diesem Gebiet. Dort gibt es neben Flusspiraten auch andere Gruppen, die sich durch unsere Reise durch die von ihnen eingenommenen Gebiete angegriffen fühlen können. Beispiele sind illegale Holzfäller oder Betreiber von Drogen-Plantagen.“

Julian Langhans macht mit seiner Abendteuer-Reise auf Regenwald-Projekt aufmerksam

Genau dort setzt das Projekt des Regenwaldinstituts an, das Langhans mit seiner Reise unterstützt. „Das Regenwaldinstitut hat ein 24 Quadratkilometer großes Regenwald-Grundstück gekauft, das es nun vor illegalen Holzfällern und Ausbeutung zu schützen gilt. Das geht am besten, indem Menschen dort leben, denen man eine nachhaltige Perspektive bietet, dieses Land langfristig ökologisch und ökonomisch zu nutzen und dabei Natur und Artenvielfalt zu erhalten. Das geschieht beispielsweise durch das Sammeln von Wildfrüchten einer in der Nachbarschaft lebenden Dorfgemeinschaft.“

Julian Langhans hat klare Ziele: Er möchte den Regenwald schützen und die Welt ein kleines Stückchen besser machen.
Julian Langhans hat klare Ziele: Er möchte den Regenwald schützen und die Welt ein kleines Stückchen besser machen. © Julian Langhans

Julian Langhans hat ein klares Ziel: Den Regenwald schützen

Die lustigsten und herausforderndsten Situationen, die der 32-Jährige erlebte, resultierten „aus Sprachbarrieren“. Tief im Amazonas-Regenwald läuft ein Großteil der Kommunikation auf Spanisch ab. „Ich habe erst auf meiner Reise damit begonnen, Spanisch zu lernen“, erklärt Langhans und erzählt schmunzelnd Geschichten von fälschlicherweise bestelltem Sushi oder der Suche nach einem Schlafplatz.

Doch bei all seinem Humor behält Langhans seinen Ernst im Hinblick auf seine Ziele bei: Den Schutz des Regenwalds und die Hoffnung, die Welt ein kleines Stück besser zu machen.

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