Im Rems-Murr-Kreis

Impfungen gegen Coronavirus: Nach Impfbus - Daimler hilft neuem Impfstoff-Projekt

Covid-19 – Mercedes-Benz Actros wird zum rollenden Impflabor im Rems-Murr-Kreis
+
Daimler setzt sich weiter im Kampf gegen das Coronavirus ein.
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
    schließen

Um das Tempo der Impfungen zu beschleunigen, hat Daimler einen Impfbus entwickelt. Im Rems-Murr-Kreis soll jetzt ein Impftruck den Impfstoff zu den Menschen bringen.

Wann ist der Lockdown endlich vorbei? Diese Frage stellen sich wohl die allermeisten Deutschen nahezu Tag für Tag. Besonders jetzt, wo die Mutationen des Coronavirus die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg und den anderen Bundesländern wieder ansteigen lassen und die Impfungen weiter nur langsam vorankommen.

Hinzu kommt, dass der Impfstoff von AstraZeneca - trotz anderer Empfehlung der Europäischen Arzneimittelbehörde - nur noch Menschen über 60 geimpft wird. Um die Impfungen gegen das Coronavirus zu beschleunigen, sind also kreative Lösungen gefragt. Mit dem Impfbus hat Daimler eine solche bereits an den Start gebracht, jetzt folgt die nächste Stufe.

Impfungen gegen Coronavirus: Impftruck als mobiles Impfzentrum im Rems-Murr-Kreis

Zusammen mit dem Rems-Murr-Kreis und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) bringt Daimler eine weitere Möglichkeit für mobiles Impfen auf die Straßen. Dazu wurde „eine mobile medizinische Versorgungseinheit (MMVe) als Arztpraxis mit einer Sattelzugmaschine vom Typ Mercedes-Benz Actros 1848 LS“ zum mobilen Impfzentrum umgewandelt.

Entwickelt wurde das Konzept von Landrat Dr. Richard Sigel in Zusammenarbeit mit dem Sozialministerium Baden-Württemberg. Künftig soll das MMVe die Städte und Gemeinden im Rems-Murr-Kreis direkt anfahren, damit die Anwohner dort vor Ort geimpft werden können.

Impfungen gegen Coronavirus: Impftruck bringt Impfstoff zu den Impflingen

„Das Projekt zielt ausschließlich auf die Impfung der Gruppen von Menschen über 80 Jahren ab. Schließlich brauchen wir gerade bei dieser Gruppe mehr Tempo – im Wettlauf zwischen den Impfungen und den hochansteckenden Virusvarianten“, erklärt Landrat Sigel.

„Umso wichtiger ist es, mit dem Impftruck bei der Immunisierung der älteren Bevölkerungsgruppen Gas zu geben. Nach wie vor ist nicht genug Impfstoff vorhanden, um rasch alle Impfwilligen zu bedienen“, ergänzt der Landrat dem Rems-Murr-Kreis. „Mit dem Lkw kommen jedoch zusätzliche Impfdosen in den Rems-Murr-Kreis“.

Impfungen gegen Coronavirus: Bis zu 130 Dosen Impfstoff pro Tag

Damit auch alle Impfwilligen die Chance haben, eine Impfung zu erhalten, fährt der Impftruck nach einem speziell ausgearbeiteten Plan alle Städte und Gemeinden des Rems-Murr-Kreises ab. Dabei wird auch die Zweitimpfung nach drei Wochen berücksichtigt, sodass der Impftruck von Daimler und dem DRK seine Tour nach der letzten Station wieder von vorne beginnt.

So sieht es im Inneren des Impftrucks aus.

Pro Tag sollen bis zu 130 Dosen Impfstoff verabreicht werden, somit können mindestens 10.000 zusätzliche Impfungen gespritzt werden. Heißt: Weitere 5.000 über 80-Jährige haben die Chance auf eine Impfung gegen das Coronavirus. Möglich ist das durch zwei Impfstraßen, die sich im Auflieger befinden. Im Impftruck von Daimler und dem DRK kommt aktuell allerdings nur der Impfstoff von Biontech zum Einsatz.

Darüber hinaus könnte der Impftruck-Einsatz im Rems-Murr-Kreis Modellcharakter haben. Denn: „Der Rems-Murr-Kreis ist bereit, mit den Erfahrungen dieses einmaligen Konzeptes auch andere Landkreise zu unterstützen, insbesondere ähnlich große oder bevölkerungsreiche Landkreise“, betont Daimler in eine Pressemitteilung.

Das könnte Sie auch interessieren