Woher stammt der Name „Hundstage“?

Hundstage kommen: Mega-Sommer pünktlich zu Baden-Württembergs Sommerferien?

  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Die Hundstage sind die heißeste Zeit im Hochsommer in Europa - doch wann genau finden sie statt, was hat das Wetterphänomen mit Hunden zu tun und wie wirken sie sich dieses Jahr aus?

Der Sommer nimmt so langsam an Fahrt auf. In Baden-Württemberg hat das Thermometer am vergangenen Wochenende zum Siebenschläfertag bereits erneut an der 30-Grad-Marke gekratzt. Das bedeutet laut einer Bauernregel, dass es die nächsten sieben Wochen warm und trocken bleibt. Doch schon Ende Juli, zum Beginn der Sommerferien im Südwesten, stehen dann die Hundstage an.

Diese berufen sich tatsächlich, wie auch etwa die Schafskälte oder die Eisheiligen, auf eine alte Bauernweisheit. Diese ist in verschiedenen Ausführungen bekannt und lautet zum Beispiel „Hundstage heiß, Winter lange weiß“ oder „Wie die Hundstage anfangen, so gehen sie aus“. Doch die Hundstage gehen laut dem Deutschen Wetterdienst dwd eigentlich vielmehr auf ein astrologisches Ereignis zurück und haben recht wenig mit dem beliebten Haustier zu tun.

Hundstage: Woher kommt der Name für die Hitzewelle - und was ist dran, an dem Wetterphänomen?

Namensgeber für die Hitzeperiode rund um die Hundstage ist das Sternenbild „Großer Hund“ mit seinem hellsten Stern Sirius, der im Volksmund auch „Hundsstern“ genannt wird. Die alten Römer und die antiken Griechen bezeichneten den Zeitraum, in dem Sirius am Morgenhimmel sichtbar war, als „Tage des Hundes“, das berichtet wetter.com. Nur durch Zufall fiel diese Zeit demnach mit den heißesten Tagen des Jahres zusammen.

In der Zeit vom 23. Juli bis 23. August sind die sogenannten Hundstage. (Symbolbild)

Doch obwohl dieses Himmelsphänomen sich mittlerweile verschoben hat und der „Große Hund“ mit dem Stern Sirius heutzutage frühestens am 30. August sichtbar wird, wurde der Zeitraum der Hundstage vom 23. Juli bis 23. August beibehalten. Extrem häufig fielen in der Geschichte der meteorologischen Aufzeichnungen die heißesten Tage im Hochsommer in genau diesen Zeitraum - das heißt, die Hundstage werden völlig zu Recht mit großer Hitze in Verbindung gebracht.

Wetter in Deutschland: Wie werden die Hundstage im Sommer 2021?

Dabei spielt die Großwetterlage im Hochsommer eine wichtige Rolle - denn Mitteleuropa liegt laut wetter.com im Juli und August häufig im Einflussbereich des subtropischen Hochdruckgürtels. Dann befindet sich Deutschland südlich des Jetstreams in einer warmen Luftmasse. Daraus kann hierzulande ein Hoch entstehen, das besonders warmes Sommerwetter erzeugt. Tiefdruckgebiete ziehen in diesem Zeitraum häufiger an Deutschland vorbei - in den Norden Europas.

Doch wie sieht die Prognose für die Hundstage im Jahr 2021 aus? Die wetter.com-Meteorologin Corinna Borau sagt einen warmen, trockenen Hochsommer voraus. In weiten Teilen Europas sind „badetaugliche Temperaturen von über 25 oder 35 Grad locker drin.“ Außerdem wird es in Deutschlands Süden laut Boraus Prognose bis zu zwei Grad zu warm - und trocken. „Schlecht für die Natur, gut für alle, die sich viele sommerliche Badetage wünschen.“

Rubriklistenbild: © dpa/Armin Weigel

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