Himmelsphänomen am 21. Dezember

Himmelsspektakel vor Weihnachten: Treffen von Jupiter und Saturn – Stern von Bethlehem?

  • Isabel Ruf
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Am 21. Dezember gibt es ein besonderes Phänomen am Himmel zu sehen – eine Art Weihnachtsstern am Firmament. Das Treffen von Jupiter und Saturn gilt auch als mögliche Erklärung für den Stern von Bethlehem.

Der Bibel zufolge war es der Stern von Bethlehem, der den Weisen aus dem Morgenland Caspar, Melchior und Balthasar den Weg durch die Nacht wies – hin zur Krippe des neugeborenen Kindes, hin zu Jesus. Gab es dieses Himmelsphänomen tatsächlich oder ist der Stern von Bethlehem ein reines Symbol? Ein Hinweis auf Ersteres könnte die besondere Konstellation von Planeten sein – und dieses seltene Ereignis gibt es auch in diesem Jahr kurz vor Weihnachten am Himmel zu sehen, wie echo24.de* berichtet.

Himmelsphänomen kurz vor Weihnachten: Treffen von Jupiter und Saturn

Die zwei größten Planeten des Sonnensystems, Jupiter und Saturn, haben am 21. Dezember ein besonderes Treffen am Himmel. Dann stehen die beiden riesigen Planeten von der Erde aus gesehen so eng beieinander, dass sie scheinbar verschmelzen und wie ein einziger Lichtpunkt erscheinen – eine Art Weihnachtsstern! Dieses besondere Himmelsphänomen ist etwa alle 20 Jahre zu erleben und gilt als plausible Erklärung für den Stern von Bethlehem.

Hintergrund des besonderen Rendezvous am Himmel sind die unterschiedlichen Geschwindigkeiten von Jupiter und Saturn. Bezogen auf die Fixsterne benötigt Jupiter laut dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) rund zwölf Jahre, um einmal vollständig die Sonne zu umrunden, bei Saturn sind es knapp 30 Jahre. Beim Weihnachtsstern am 21. Dezember überholt Jupiter den weiter entfernten Ringplaneten Saturn auf der Innenbahn.

Himmelsphänomen vor Weihnachten – nächstes Mal erst im Jahr 2080

Wie die Vereinigung der Sternfreunde e.V. erklärt, gab es eine solche Annäherung zuletzt am 31. Mai 2000, allerdings waren die Planeten dabei zu nah an der Sonne, als dass man sie in der Nacht hätte sehen können. In diesem Jahr kommen sich Jupiter und Saturn bei der sogenannten großen Konjunktion so nahe, wie das erst wieder am 15. März 2080, also erst in 60 Jahren, der Fall sein wird – dann aber nicht in der Nacht, sondern am Morgen. „Die Konjunktion von Jupiter und Saturn am 21. Dezember 2020 ist die Beste, die uns das Universum für lange Zeit zu bieten hat“, erklärt der Vorsitzende der Sternfreunde, Sven Melchert, gegenüber stern.de

Wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt mitteilt, kann man schon einige Tage vor dem 21. Dezember und auch danach verfolgen, wie sich die beiden Planeten Jupiter und Saturn am Himmel scheinbar immer weiter annähern und wieder voneinander entfernen. Sollte das Wetter einen freien Blick drei Tage vor Weihnachten also nicht zulassen, hat man auch am Tag danach noch die Chance, den Weihnachtsstern zu sehen.

Weihnachtsstern am Firmament: Wann ist das Himmelsphänomen zu sehen?

Am Tag selbst bleibt in Deutschland aber nicht viel Zeit, um das besondere Himmelsphänomen – das von der Erde aus gesehene Treffen von Jupiter und Saturn – zu erleben. Zu sehen gibt es den Weihnachtsstern jeweils nur für rund eine Stunde nach Sonnenuntergang tief am Südwesthimmel. Aber aufgepasst: Zwischen 18.30 Uhr und 19 Uhr tauchen die Riesen-Planeten bereits unter den südwestlichen Horizont, erklären die Experten des DLR. Ihre minimale Distanz erreichen sie erst gegen 19.21 Uhr – für uns dann nicht mehr zu sehen.

Trotzdem: Ein Teleskop wird nicht benötigt, um das Himmelsphänomen zu sehen. „Jupiter ist heller als die hellsten Sterne“, erklärt die Vereinigung der Sternfreunde. Am 21. Dezember werde man Jupiter und Saturn mit bloßem Auge kaum trennen können. *echo24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Utz Schmidtko/Sternwarte St. Andreasberg/dpa-tmn

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