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Hausärzte-Protest am Mittwoch in Baden-Württemberg – die Praxis bleibt zu

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Von: Dominik Jahn

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Arztpraxis
Hausärzte schränken Öffnungszeiten aus Protest ein. © Soeren Stache/dpa

In Baden-Württemberg kämpfen die Hausärzte am Mittwoch für bessere Bedingungen. Zu wenige Anreize und Entlastung für ihren Job sorgen für einen immer größeren Mangel an Ärzten vor Ort.

Am Mittwochen, 19. Oktober, werden zahlreiche kranke Menschen in Baden-Württemberg ein Problem bekommen. Wie der Hausärzteverband mitteilt, sind die niedergelassenen Ärzte im Südwesten zu einer Protestaktionen aufgerufen. Durch Praxisschließungen oder eine Reduzierung der Terminvergabe soll ein Zeichen gesetzt werden. Man will sich für die Zukunft der ambulanten Patientenversorgung einsetzen.

In der Mitteilung heißt es: „Die flächendeckende Patientenversorgung ist massiv gefährdet. Die Zahl der Hausärzte sinkt kontinuierlich, weil unser Beruf unattraktiv geworden ist. Die verbleibenden Kollegen werden in hohem Maße mehr- oder überbelastet“. Schon Anfang Oktober kam es zu einem Ärzte-Protest gegen den Wegfall der „Neupatientenregelung“, wie echo24.de berichtet hatte.

Baden-Württemberg: Zahl der fehlenden Ärzte nimmt dramatisch zu - mit Folgen

Die Folgen fehlender Ärzte seien dramatisch, laut Verband - lange Wartezeiten, weite Wege und Frustration aufseiten der Patienten und der Ärzte. Seit Jahren würden Berufsverbände wie der Hausärzteverband Baden-Württemberg warnen, dass der Ärztemangel die Patientenversorgung und -sicherheit gefährdet. 

Hausärzteverband Baden-Württemberg

Laut Definition ist der Hausärzteverband Baden-Württemberg einer von 18 Landesverbänden des Deutschen Hausärzteverbands. Er vertritt die Interessen von über 4.000 Hausärztinnen und Hausärzten in Baden-Württemberg gegenüber der Ärztekammer, der Kassenärztlichen Vereinigung, den Krankenkassen und den Landesministerien.

Dr. Susanne Bublitz, zweite Vorsitzende erklärt: „Die Menschen in Baden-Württemberg haben einen Anspruch auf eine qualitativ hochwertige Versorgung. Deshalb fordern wir von der Politik und allen am Gesundheitswesen beteiligten Organisationen und Institutionen zum Beispiel eine sinnvolle und sichere Digitalisierung, eine faire Vergütung mit Inflationsausgleich und die Sicherstellung der Hausarztzentrierten Versorgung als Innovationsmotor.“

Ärzte-Protest in Baden-Württemberg: Weitere Kritikpunkte

Weitere Kritikpunkte sind die überholte Bedarfsplanung und die veraltete Gebührenordnung für Ärzte (GÖA) sowie die ausgelaufene Finanzierung der Versorgung von Corona-Patienten. 

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