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Baden-Württemberg erarbeitet Einspar-Katalog: So will das Land Gas sparen

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Von: Lisa Klein

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Kochen mit Gas
Gas sparen: Mit diesen Tipps für dem Alltag zahlen Verbraucher am Ende weniger. © dpa/ Laurent Davoust

Als Vorbereitung auf den „Gaskrisengipfel“ in Baden-Württemberg wurde bereits ein Katalog mit Maßnahmen zum Sparen von Energie erarbeitet.

Der Winter in Baden-Württemberg könnte kalt werden. Sollte Russland den Gashahn komplett zudrehen, wird es ernst – sowohl für Unternehmen als auch für private Verbraucher. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) beruft deshalb für den 25. Juli einen „Gaskrisengipfel“ ein, wie echo24.de berichtet. Zuvor wurden bereits Energiesparmaßnahmen angekündigt.

Schon vor dem Gasgipfel mit Kommunen, Wirtschaft und Versorgern hat die grün-schwarze Landesregierung ein Bündel von Maßnahmen zum Energiesparen erarbeitet, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Der Einspar-Katalog soll dabei helfen, angesichts der drohenden Gasmangellage den Energieverbrauch bereits vor dem Herbst und Winter zu senken. Auch Beamten droht Kälte im Büro. Stuttgart setzt auf Socken statt heizen.

Einspar-Katalog: Baden-Württemberg bereitet Maßnahmen-Paket für den „Gaskrisengipfel“ vor

Eine Arbeitsgruppe aus unterschiedlichen Ministerien hat den Katalog zusammengestellt, mit dem zunächst die Verwaltung dazu angehalten werden soll, den Verbrauch von Gas und Strom so stark wie möglich zu senken. Die Liste liegt inzwischen auch der dpa in Stuttgart vor.

Der Einspar-Katalog dient als Grundlage für den bevorstehenden Gaskrisengipfel, bei dem Sparvorschläge für Unternehmen und Verbraucher gesammelt werden sollen. Angesichts der Alarmstufe Gas sollen Haushalte und Firmen den Verbrauch so weit wie möglich schon im Sommer reduzieren und alternative Energienutzungen verstärken, schreiben die Beamten des interministeriellen Verwaltungsstabs. „Der Bedarf muss abgesenkt werden, um sicher durch Herbst und Winter zu kommen“, heißt es.

echo24.de berichtete bereits darüber, wie Verbraucher mit einfachen Tipps Gas sparen können. Angesichts der deutlich verringerten Gaslieferungen aus Russland hat die Bundesregierung Ende Juni die Alarmstufe ausgerufen. Der Notfallplan hat drei Stufen: Die jetzt ausgerufene Alarmstufe ist die zweite. Die dritte wäre die Notfallstufe. Es wird befürchtet, dass nach der Wartung der Pipeline Nord Stream 1 kein russisches Gas mehr durch sie fließt und sich die Lage in Deutschland weiter zuspitzt.

Baden-Württemberg: Mit diesen Maßnahmen soll Gas gespart werden

Konkret schlagen die Beamten unter anderem vor, die Heizung runter zu drehen: „Ein Grad Celsius weniger an Raumtemperatur entspricht einer Energieeinsparung von sechs Prozent. Häufig genügt eine weitaus niedrigere Raumtemperatur als wir es bisher gewohnt sind.“ Zudem mahnt die Arbeitsgruppe in ihrem Beschluss vom Montag, es seien nicht überall in der Verwaltung 20 Grad Celsius nötig.

In dem Maßnahmenkatalog heißt es weiter, die Behörden sollten überlegen, ob manche Räume, die nicht regelmäßig gebraucht werden, gar nicht mehr zu nutzen. Warmwasser solle nur dort verwendet werden, wo es erforderlich ist: „Beispielsweise kann in Sanitärbereichen die Warmwasserzufuhr komplett abgestellt werden.“ Einige Unternehmen setzen bereits eigene Sparmaßnahmen um: So will beispielsweise der größte deutsche Wohnungskonzern die Heizung nachts auf maximal 17 Grad senken.

Einspar-Katalog für Baden-Württemberg: Auch Strom sparen heißt Gas sparen

Die Behörden sollen auch prüfen, ob noch mehr Beamte im Homeoffice arbeiten können. Durch den Wegfall der Hin- und Rückfahrt könne Energie eingespart werden. Und: Im Büro könnte dann die Heizung runtergeregelt werden. Flexible Arbeitszeiten sollen auch schon im Sommer, wenn möglich, ausgeweitet werden – so werden im Büro auch keine Klimaanlagen gebraucht. Zudem sollen sich die Mitarbeiter häufiger Schreibtische teilen, damit weniger Räume benötigt werden.

Zusammengefasst enthält der Einspar-Katalog folgende Maßnahmen:

Die Arbeitsgruppe weist zudem darauf hin, dass in Deutschland zehn bis 15 Prozent des Stroms unter Einsatz von Gas produziert werden. „Daher trägt auch die Reduktion des Stromverbrauchs zur Gasreduktion bei.“ Die Beamten schlagen vor, Aufzüge nicht mehr zu nutzen, höchstens nur noch für Menschen mit körperlichen Behinderungen, welche nicht die Treppe nehmen können.

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