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Frühzeitige Entlassung für rund 200 Häftlinge: Weihnachten in Freiheit

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Von: Lisa Klein

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Ein Weihnachtsbau steht vor einem Gefängnis.
Rund 200 Häftlinge dürfen in Baden-Württemberg Weihnachten in Freiheit verbringen. © Julian Stratenschulte/dpa

Dank der „Weihnachtsamnestie“ dürfen rund 200 Häftlinge in Baden-Württemberg die Feiertage in Freiheit verbringen: Die Insassen werden frühzeitig entlassen.

Derzeit befinden sich laut Justizministerium rund 6.700 Häftlinge in Baden-Württembergs Gefängnissen. Etwa 200 Gefangene dürfen sich nun über Weihnachten in Freiheit freuen, dank der sogenannten „Weihnachtsamnestie“, wie die Justizministerin Marion Gentges (CDU) am Mittwoch in Stuttgart mitteilte.

Profitieren konnten unter anderem die Gefangenen, die von einem Gericht im Land zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wurden und deren Strafende in die Zeit vom 17. November 2022 bis einschließlich 6. Januar 2023 falle, teilte das Justizministerium weiter mit. Im letzten Jahr durften in Baden-Württemberg 184 Häftlinge früher nach Hause, wie echo24.de berichtete. Bundesweit betraf diese Regelung 2021 fast 800 Inhaftierte

Aber: Nicht jeder Häftling, dessen Strafe rund um Weihnachten endet, kann von der Amnestie profitieren. Nur Täter, die keine langjährige Haftstrafe verbüßen müssen und zusätzlich während ihrer Haft nicht negativ aufgefallen sind, dürfen früher raus.

Frühzeitige Entlassung für rund 200 Häftlinge dank „Weihnachtsamnestie“ in Baden-Württemberg

Die Amnestie gibt es im Südwesten bereits seit fast 60 Jahren. Erstmals wurden 1963 Häftlinge vor Weihnachten frühzeitig entlassen. Somit soll Obdachlosigkeit entgegengewirkt werden. Häftlinge sollen die Möglichkeit erhalten, vor den Feiertagen alle Behördengänge zu erledigen und bis Weihnachten eine gesicherte Wohnsituation zu haben.

„Sie nützt den Inhaftierten, deren Haftstrafe in den letzten Wochen des Jahres enden würde. Die Menschen sollen nicht ausgerechnet dann auf der Straße stehen, wenn in den Beratungsstellen und Sozialämtern zwischen den Jahren niemand zu erreichen ist“, erklärt Marion Gentges.

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