Die Osterferien sind gesichert

Flughafen Stuttgart: Einigung im Tarifkonflikt – keine Streiks an Ostern 

Warnstreiks von Sicherheitspersonal - Flughafen Stuttgart
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Am Flughafen Stuttgart hat es am vergangenen Dienstag, 22. März, erneut Warnstreiks vonseiten des Sicherheitspersonals gegeben. Nun steht eine weitere Verhandlungsrunde noch vor Ostern an. (Symbolbild)
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Unter anderem am Flughafen Stuttgart hat es Warnstreiks vonseiten des Sicherheitspersonals gegeben. Nun ist es zu einer Einigung im Tarifkonflikt gekommen.

Update vom 30. März: Im Tarifkonflikt mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen hat es eine Einigung gegeben, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Zuvor hat es immer wieder Warnstreiks vonseiten der Sicherheitskräfte an den deutschen Verkehrsflughäfen gegeben – unter anderem am Flughafen Stuttgart. Gefordert wurde eine bessere Bezahlung.

Am Montagnachmittag konnte ein Tarifabschluss erreicht werden, es wurde sich auf eine dreistufige Tariferhöhung geeinigt. Die Lohnsteigerung liegt zwischen 4,4 und 7,8 Prozent, je nach Berufsgruppe. Bis 2024 sollen die Löhne zwischen Ost und West angeglichen werden. Der Tarifvertrag läuft bis 31. Dezember 2023.

Somit scheinen die Osterferien gesichert zu sein, Urlauber müssen nicht mit weiteren Warnstreiks zu Ostern rechnen. „Wir begrüßen, dass eine Einigung erzielt wurde und Passagiere, Airlines und auch die Flughäfen keine weiteren Streiks zu befürchten haben“, schreibt eine Sprecherin vom Flughafen Stuttgart auf echo24.de-Anfrage.

Flughafen Stuttgart: Nächster Streik? Neue Verhandlungsrunde noch vor Ostern

Erstmeldung vom 28. März: Am Flughafen Stuttgart hat es am vergangenen Dienstag, 22. März, erneut einen Warnstreik gegeben. Bereits am Montagabend legte das Personal im Bereich der Warenkontrollen die Arbeit nieder, dann folgten die Passagierkontrollen. Zahlreiche Flüge sind aufgrund des Warnstreiks am Stuttgart Flughafen* ausgefallen, wie echo24.de* berichtete. Nun gibt es eine weitere Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt – und zwar kurz vor Ostern, am 7. April.

Gefordert wird eine Erhöhung der Bezahlung für die rund 25.000 Sicherheitskräfte an deutschen Verkehrsflughäfen. Sollte die nächste Verhandlungsrunde erneut scheitern, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es zu weiteren Streiks kommt. Vor einer Woche zeigte sich der Flughafen Stuttgart noch hoffnungsvoll auf eine Einigung im Tarifstreit, wie eine Sprecherin deutlich machte und echo24.de damals berichtete: „Bis Ostern sind es noch fast drei Wochen, wir rechnen mit erfolgreichen Verhandlungen“, hieß es. Das war jedoch vor der letzten gescheiterten Verhandlungsrunde.

Erneut Streik am Flughafen Stuttgart? Nächste Verhandlungsrunde noch vor Ostern

Im Tarifkonflikt mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) fordert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Arbeitgeber auf, „endlich“ ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. „In fünf Verhandlungsrunden haben sich die Arbeitgeber immer nur millimeterweise bewegt. Jetzt ist es an der Zeit, dass sie einen echten Schritt auf die Beschäftigten zugehen“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper. Am Freitag (25. März) war die fünfte Verhandlungsrunde ergebnislos beendet worden. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 7. April 2022 angesetzt, wie die ver.di mitteilt.

Flughafen Stuttgart: Neue Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt

Auch das zuletzt vorgelegte Angebot der Arbeitgeber sei laut Pieper unzureichend gewesen. Es habe zwar Annäherungen beider Seiten gegeben, diese hätten aber nicht ausgereicht, um zu einem Tarifergebnis zu kommen. Die Luftsicherheitskräfte in ver.di fordern eine Lohnerhöhung von mindestens einem Euro pro Stunde bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Darüber hinaus soll in der Tarifrunde der Lohn für die Luftsicherheitskräfte Fracht und Personen/Warenkontrolle mit behördlicher Prüfung auf die Lohnhöhe der Luftsicherheitsassistenten (Fluggastkontrolle) nach dem Grundsatz gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit angehoben werden.

Für die Luftsicherheitskräfte in der Bordkartenkontrolle, in der Sicherung von sicherheitsempfindlichen Bereichen, in der Flugzeugbewachung sowie in der Dokumentenkontrolle solle bundesweit das gleiche Stundenentgelt (gleicher Lohn für gleiche Arbeit) gezahlt werden. Bisher würden diese Beschäftigten regional unterschiedlich bezahlt. Jetzt solle das Stundenentgelt auf das höchste Entgeltniveau angeglichen werden. Auch die niedrigere Bezahlung von Sicherheitskräften beim Berufseinstieg von bis zu 24 Monaten soll laut ver.di abgeschafft werden. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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