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Streik am Flughafen Berlin – Auswirkungen bis nach Stuttgart am Mittwoch

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Von: Michaela Ebert

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Heute geht am Flughafen Berlin nichts: Das Personal streikt – zahlreiche Flüge fallen aus, auch nach Stuttgart. Die Gewerkschaft Verdi hatte die Beschäftigten zur Arbeitsniederlegung aufgerufen.

Die Gewerkschaft Verdi ruft erneut zu einem Warnstreik auf – diesmal jedoch nicht in den Paket- und Briefzentren der Deutschen Post, sondern bei den Beschäftigten am Flughafen Berlin-Brandenburg. Und das hat weitreichende Folgen – sogar bis nach Stuttgart, wie echo24.de bereits berichtete.

Am frühen Mittwochmorgen (25. Januar) bestätigt ein Verdi-Sprecher, dass die Arbeitsniederlegung nun begonnen hätte. Das berichtet die „Deutsche Presse-Agentur“ (dpa). Die Gewerkschaft ruft die 6000 Beschäftigten der Flughafengesellschaft, der Bodenverkehrsdienste und der Luftsicherheit auf, bis 23.59 Uhr die Arbeit niederzulegen.

Streik am Flughafen Berlin: Flüge nach Stuttgart gestrichen

Dadurch kann am Mittwoch kein Passagierverkehr am BER abgewickelt werden. Ursprünglich geplant waren 300 Starts und Landungen mit etwa 35.000 Passagieren. Auch Flüge nach Stuttgart sind betroffen – Passagiere mit diesem Ziel werden daher gebeten, sich vor Beginn der Reise zu informieren.

Verdi fordert für die Beschäftigten der Flughafengesellschaft und der Bodenverkehrsdienste 500 Euro mehr Lohn pro Monat bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Die Arbeitgeberseite fordert in beiden Verhandlungen vor allem deutlich längere Vertragslaufzeiten.

Verdi rief schon in der Vergangenheit zum Streik auf – mit weitreichenden Folgen

Der bisher letzte große Warnstreik mit ähnlichen Folgen liegt bereits einige Jahre zurück: Im April 2018 mussten deutschlandweit Hunderte Flüge annulliert werden, weil die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Kommunen und des Bundes nicht vorankamen.

In acht Bundesländern legten bei einem Warnstreik Zehntausende Beschäftigte die Arbeit nieder. Neben Flughäfen waren vielerorts auch der städtische Nahverkehr, Kitas, Kliniken, Verwaltungen und Hallenbäder betroffen. Flughäfen waren damals involviert, weil auch nach Privatisierungen noch zahlreiche Kommunalbeschäftigte unter anderem beim Gepäck und bei Personenkontrollen arbeiteten.

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