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Steigende Flüchtlingszahlen werden zu Problem: „Platz wird immer knapper“

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Von: Melissa Sperber

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Flüchtlingsunterkunft in Ravensburg
Der Platz in den Flüchtlings-Erstaufnahmen in Baden-Württemberg wird immer knapper. © Felix Kästle/dpa/Archivbild

Die Flüchtlings-Erstaufnahmen in Baden-Württemberg sind an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. Zusätzliche Flüchtlingsunterkünfte und kurzfristig Notunterkünfte sollen Abhilfe schaffen.

Die Lage in Baden-Württemberg ist angespannt. Das Problem: Die Flüchtlings-Erstaufnahmen im Land sind voll, ihre Kapazitätsgrenzen sind erreicht. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa) und beruft sich auf das Migrationsministerium. Laut Aussagen eines Ministeriumssprechers sei die Erstaufnahme „mit Geflüchteten aus der Ukraine und Asylsuchenden voll belegt, trotz fast verdoppelter Kapazitäten und weiterem Ausbau“.

Klar ist: Es muss eine Lösung gefunden werden und das möglichst schnell. Denn weniger Asylsuchende sind in den kommenden Wochen nicht zu erwarten. Wie die dpa weiter berichtet, habe es in der Woche bis zum 21. August in den Erstaufnahmen rund 370 Zugänge pro Tag gegeben, davon etwa 230 Geflüchtete aus der Ukraine. Im Vergleich: In der Woche bis zum 10. Juli seien es noch 113 Zugänge pro Tag gewesen – eine Steigerung von mehr als 100 Prozent, wie das Ministerium betont.

Situation in Flüchtlings-Erstaufnahmen in Baden-Württemberg angespannt: „Platz wird immer knapper“

Um diese Steigerung auffangen zu können, sollen „zusätzliche Flüchtlingsunterkünfte und kurzfristig Notunterkünfte“ geschaffen werden, so der Plan des Migrationsministeriums. Auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann findet für die aktuell angespannte Lage klare Worte: „Die Flüchtlingszahlen steigen und der Platz wird immer knapper.“

Rund 116.500 Menschen sind seit Beginn des Ukraine-Krieges am 24. Februar aus der Ukraine nach Baden-Württemberg gekommen. Das Migrationsministerium schätzt, dass etwa 80 Prozent der Ukrainer privat untergebracht sind. Flüchtlinge aus der Ukraine können direkt bei den Stadt- und Landkreisen untergebracht werden – anders als andere Asylsuchende Zudem habe das Land in diesem Jahr bereits weitere rund 15.000 Asylsuchende aufgenommen.

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