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Böller und Raketen an Silvester - in vielen Städten bleibt das Feuerwerksverbot

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Von: Dominik Jahn

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Für Silvester 2022 setzen viele Städte in Baden-Württemberg auf ein Böller-Verbot. Unter anderem Stuttgart, Mannheim und Tübingen haben sich jetzt dazu geäußert, wie die Planungen aussehen.

Im Jahr 2021 gab es in den meisten Städten in Baden-Württemberg an Silvester ein striktes Verbot für Böller und Raketen, wie echo24.de damals berichtet hat. Für den Jahreswechsel 2022 könnte diese Regelung jetzt vielerorts kippen. Feuerwerk ist dort laut Umfrage wieder erlaubt.

Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) zu dem Thema schreibt, haben sich unter anderem Stuttgart, Tübingen, Ulm, Heidelberg, Mannheim und Freiburg zu entsprechenden Maßnahmen für Silvester geäußert.

Silvester in Stuttgart: So steht es hier um ein Böller- und Raketen-Verbot

Schlecht schaut es aus, für alle Böller-Fans in der Landeshauptstadt Stuttgart. Die Verantwortlichen planen laut dpa-Bericht in Abstimmung mit der Polizei erneut ein Feuerwerksverbot an Silvester. Eine Sprecherin der Stadt erklärte dazu, dass es in der Vergangenheit bereits mehrfach Verbote zum Abbrennen von Pyrotechnik gegeben habe.

Stadt:Stuttgart
Bundesland:\tBaden-Württemberg
Oberbürgermeister:Frank Nopper
Bevölkerungsdichte:3021 Einwohner je km2

So zum Beispiel im Jahr 2019 durch eine städtische Verfügung, in den Jahren 2020 und 2021 durch die damaligen Corona-Verordnungen des Landes. Aber Stuttgart habe hier den Geltungsbereich eigenständig festgelegt. In den zurückliegenden Jahren sei der Schlossplatz für Besucher kein schöner Ort gewesen, um den Jahreswechsel zu feiern. Dazu heißt es in einem Schreiben: „Der Schlossplatz war überfüllt, Feuerwerkskörper wurden unkontrolliert abgeschossen, einzelne Personen wurden angegriffen und es kam zu sexuellen Übergriffen.“

Stadt Stuttgart muss 16.000 Euro in Müllentsorgung an Silvester investieren

Silvester in Stuttgart konnte nur durch ein großes Polizeiaufgebot beherrscht werden. Im Jahr 2019 habe es auf dem Schlossplatz deshalb eine zentrale städtische Veranstaltung gegeben, um einen friedlichen Jahreswechsel zu feiern. Ziel sei in diesem Jahr eine ähnliche Veranstaltungskonzeption, um den Schlossplatz wieder für Gäste jeden Alters und Geschlechts attraktiv zu machen.

Ein weiterer Grund für die Stadt Stuttgart strenge Regelungen an Silvester umzusetzen ist auch der Müll. Dazu heißt es im dpa-Artikel: „Ohne Böllerverbot fielen in Stuttgart etwa 18 bis 20 Tonnen Abfall an. Die Entsorgungskosten liegen bei rund 4.000 Euro, die Kosten für eingesetzte Fahrzeuge und Mitarbeiter bei rund 12.000 Euro. Insgesamt fallen somit für eine Silvesterreinigung - in der Innenstadt und in den Bezirken Nord, West und Ost - Kosten in Höhe von rund 16.000 Euro an“.

Keine Böller und Raketen an Silvester 2022 in Tübingen

Auch in der Tübinger Altstadt haben an Silvester 2022 Böller und Raketen nichts zu suchen. Wie in den Vorjahren gilt ein striktes Feuerwerksverbot, um das historische Stadtzentrum vor Schäden zu schützen. Auch zum Beispiel im Bereich der Kliniken dürfen keine Feuerwerkskörper abgeschossen werden. Wie die Deutsche Presse-Agentur schreibt, teilte die Universitätsstadt mit, dass in der Nacht auf den 1. Januar sämtliche Feuerwerkskörper der Klasse II, die üblicherweise zum Jahreswechsel verwendet werden, verboten sind.

Eine große Überraschung dürfte das Böller-Verbot an Silvester 2022 in Tübingen aber für niemanden kommen.  In der Universitätsstadt besteht bereits seit 2009/2010 ein Feuerwerksverbot für die Altstadt. Das Freiräumen der Straßen nach Silvester übernehmen laut dpa die kommunalen Servicebetriebe Tübingen im Rahmen des normalen Dienstbetriebs. Es fallen also keine zusätzlichen Kosten an.

Mannheim und Heidelberg setzen auf bundesweite Regelungen bei Böller-Verbot

Wie nach der dpa-Umfrage deutlich wird, bleibt es auch in Ulm, Heidelberg, Mannheim und Freiburg an Silvester 2022 eher ruhig. Es wird keine über die bundesweit geltenden Regelungen hinausgehenden Verbote beim Feuerwerk geben, wie die jeweiligen Sprecher der Stadt mitteilten.

Laut der Stadt Freiburg heißt das, dass es nach der gesetzlichen Regelung bereits jetzt verboten sei, pyrotechnische Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie besonders „brandempfindlichen“ Gebäuden oder Anlagen abzubrennen: „Dafür bedarf es keiner Festlegung eines Verbots auf kommunaler Ebene.“

Karlsruhe und Heidelberg verzichten auf extra Böllerverbot für Silvester 2022

Auch die Stadt Karlsruhe hat nach Auskunft eines Sprechers bisher noch kein extra Böllerverbot an Silvester angeordnet. Palnungen dazu sind derzeit auch nicht vorgesehen. Dasselbe gilt für Heidelberg. In Abstimmung mit der Polizei sei ein sogenanntes Böllerverbot seitens der Stadt derzeit nicht geplant.

Verbote dieser Art habe Heidelberg auch in der Vergangenheit nicht erlassen, sagte ein Sprecher. Am Neujahrstag werde die Innenstadt ab den frühen Morgenstunden gereinigt. Dabei seien zwölf Beschäftigte und drei Kehrmaschinen etwa fünf bis sechs Stunden im Einsatz.

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