Der Himmel färbt sich gelblich

Saharastaub in Baden-Württemberg: Wo gelber Himmel jetzt Blutregen bringt

  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Der Himmel färbt sich wieder gelb bis rot über weiten Teilen Deutschlands – Wetter-Experten sehen eine Saharastaubwolke heranziehen. 

Das Wetter in Baden-Württemberg hält immer wieder Überraschungen bereit. So ist es aktuell eigentlich viel zu trocken für März, am Wochenende musste die Feuerwehr etliche Brände löschen – teilweise herrschte die höchste Alarmstufe der Waldbrandgefahr in Baden-Württemberg. Nun könnte aber ein ganz anderes Wetterphänomen für Aufregung sorgen, wie Meteorologen bestätigen.

Die Rede ist von einer Saharastaubwolke, wie schon im vergangenen Februar, die über Europa – und somit auch Baden-Württemberg – zieht. Aus Nordafrika kommen die roten Sandpartikel zu uns in den Südwesten und geben teilweise ein eigenartiges Bild ab. An vielen Stellen färbt sich der Himmel in einem bedrohlichen Farbton und die Sicht wird durch die Staubkörnchen schlechter. Besonders spannend wird es aber, wenn im Laufe des Dienstags oder des Mittwochs Regen fällt.

Saharastaub und Blutregen: Der Himmel über Baden-Württemberg zeigt sich rot und gelb

Denn dann kann laut dem Diplom-Meteorologen Dominik Jung von wetter.net sogenannter Blutregen vom Himmel fallen. Der Regen färbt sich bräunlich und wäscht den Saharastaub aus der Atmosphäre, erklärt der Wetter-Experte in einem Video. Dass Regen für Dienstag und Mittwoch wahrscheinlich wird, zeigen demnach die aktuellen Wettervorhersagen der Experten. In Heilbronn und auch in Stuttgart kann es bis in die späten Abendstunden hinein immer wieder zu leichtem Regen kommen, wie wetter.com berichtet. Dazu wird es – zumindest für zwei Tage – relativ frisch, mit Höchstwerten von 9 bis 11 Grad.

Allerdings dürfen sich nach dieser kurzen Episode von trübem, grauem, regnerischem Wetter alle Frühlingsfans wieder auf ein freundliches Wochenende freuen. Schon ab Mittwoch könnte sogar zum ersten Mal in diesem Jahr die 20 Grad-Marke geknackt werden. Und Jung geht sogar noch weiter und erklärt, bis mindestens 22. März bleibe es daraufhin trocken. Es könnte demnach sogar der trockenste März seit 1881 werden.

Tonnenweise Sahara-Staub in der Luft - jetzt kommt der „Blutregen“. (Symbolbild)

Generell würde das auch wieder für die Theorie vieler Meteorologen sprechen, dass auch der Sommer 2022 wieder von Extremwettern geplagt sein könnte. Von extremer Hitze über Trockenheit bis hin zu Stürmen und Überschwemmungen sind demnach von Juni bis August alle Szenarien möglich. Doch genaue Prognosen wagen die Wetter-Experten für diesen langen Zeitraum noch nicht. Es handelt sich hier nur um vorläufige Tendenzen.

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa

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