Datenlage noch unsicher

Neue Studie zum Coronavirus schockt: Das wissen wir über die Corona-Mutation wirklich

  • Anna-Maureen Bremer
    vonAnna-Maureen Bremer
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Die Corona-Mutation aus Großbritannen liefert schockierende Studien-Ergebnisse.

Jetzt werden die Infektionszahlen in Baden-Württemberg* und Deutschland langsam besser, viele hoffen bereits, dass Mitte Februar endlich wieder Lockerungen der Corona-Maßnahmen denkbar sind, und dann kommt schon die nächste Schocknachricht aus England: Wie echo24.de* berichtet, ist die Mutation, die Ende 2020 in England aufgetaucht ist, demnach gefährlicher als die bereits vorherrschende Variante des Coronavirus. Aber was ist darüber überhaupt bekannt?

Corona-Mutation: Höhere Sterberate bei neuer Version zu erwarten?

„Es gebe einige Hinweise“ teilte der britische Premier Boris Johnson mit, dass die Variante, die in Großbritannien entdeckt wurde, tödlicher ist als zunächst angenommen. Die Information wurde bei einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Aber woher kommt diese neue Erkenntnis? Ausschlaggebend sind die Daten von positiv getesteten Menschen, die nicht im Krankenhaus behandelt wurden. Die Tagesschau berichtet: „Danach sterben 10 von 1.000 Menschen über 60 Jahren an der alten und 13 von 1.000 an der neuen Variante. Bei Klinikpatienten sei dies nicht festgestellt worden.“ Johnsons wissenschaftlicher Chefberater sagte aber auch, die Datenlage sei noch unsicher.

Corona-Impfungen helfen wohl gegen Mutation aus Großbritannien

Heißt das dann, dass alles gar nicht so schlimm ist? Nein, so einfach ist es bei Weitem nicht. Denn: Die neue Virus-Variante breitet sich zwischen 30 und 70 Prozent schneller aus - dahingehend sind sich Mediziner bereits sicher. Und dieser Zusatz ist auch keinesfalls eine Erleichterung der Situation: Dabei ist die Gefährlichkeit für alle Altersgruppen gleichermaßen hoch. Woran das liege, wisse man bisher allerdings nicht.

Auch in Baden-Württemberg macht eine Corona-Mutation den Menschen zu schaffen. Weil in einer Kita mehrere Infektionen festgestellt wurden, stellt sich die Frage, ob nun alle Kita- und Schulöffnungen weiterhin verschoben* werden. Diese Woche war bekanntgeworden, dass in einer Freiburger Kita eine mutierte Variante des Coronavirus nachgewiesen wurde. Inzwischen gelten elf Kinder und 14 Erzieher als Corona-Fälle. Zunächst waren zwei Proben auf eine Mutation untersucht worden. Mittlerweile ist klar, dass es sich dabei um das mutierte Virus aus Südafrika handelt.

Immerhin gibt es eine erleichternde Nachricht: Aufgrund der bisher gesammelten Daten, gehen die Experten zunehmend davon aus, dass auch die mutierte Version in England mit den eingesetzten Impfstoffen bekämpft werden kann. Nach wie vor kann aber nicht jeder einfach losgehen und sich impfen lassen. Die Termin-Vergabe zur Corona-Impfung* folgt einer festen Reihenfolge. Zudem ist eine Impfung aufgrund von Nebenwirkungen oder Allergien nicht gleichermaßen für alle Menschen geeignet. Norwegen spricht nach Todesfällen eine Warnung für bestimmte Personen* aus.

Corona-Mutation verbreitet sich in Großbritannien bereits seit 2020

Im Südosten von England war die Mutation, die nun die Forscher beschäftigt, zum ersten Mal aufgetaucht. Alarmierend war dabei, wie schnell sie sich in London und Teilen des Landes verbreitet hatte. Im Bericht der Tagesschau heißt es deutlich: „Großbritannien ist eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder in Europa.“

Das Land meldet tausende Tote und täglich werden zehntausende Neuinfektionen gezählt. Auch in Großbritannien befinden sich die Menschen in einem Lockdown, der das Alltagsleben massiv einschränkt. Es gelten außerdem Reisebeschränkungen. Seit Wochen sind dort Schulen und nicht lebensnotwendige Geschäftige geschlossen. Wie in Deutschland werden die Maßnahmen im Februar erneut geprüft*. *echo24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Britta Pedersen/dpa/picture alliance

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