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Wegen hoher Energiekosten: Erste Möbelhäuser schließen montags

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Von: Juliane Reyle

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Erste Möbelhäuser wegen Energiekosten montags geschlossen, hier ein Geschäft der Kette Ehrmann
Einigen Möbelhäusern bleibt nichts anderes übrig, als montags die Türen nicht mehr zu öffnen. © Harald Tittel

Die ersten Möbelhäuser müssen montags schließen – auch in Baden-Württemberg. Der Grund: Die gestiegenen Kosten für Energie. Die großen Geschäfte ergreifen Sparmaßnahmen.

Der Druck auf den Einzelhandel wächst: Die hohen Energiepreise zwingen bereits die ersten Unternehmen zu teilweisen Schließungen. Auch in Baden-Württemberg müssen manche Möbelhäuser ihre Filialen montags geschlossen lassen.

Die Möbelhäuser Ehrmann in der Pfalz, in Baden und in Trier sind bereits von der Regelung betroffen. Die großen Geschäfte sind mit tausenden Lämpchen und Lichtern ausgestattet, was angesichts der Energiekrise hohe finanzielle Auswirkungen hat. Das berichtet die „Deutsche Presseagentur“. Am Sonntag gab es zudem bereits einen Energie-Engpass in Baden-Württemberg.

Durch Schließtag in Möbelhäusern werden Verkaufspreise stabil gehalten

„Wir wollen mit dem Schließtag unseren Energieverbrauch um zehn Prozent reduzieren“, erklärt Firmenchef Horst Ehrmann. So soll der extreme Anstieg der Energiepreise ausgeglichen werden. „Damit wir unsere Verkaufspreise stabil halten können.“ Anderenfalls würden Kostensteigerungen auf die Kunden zukommen.

„Wir hoffen, dass wir keine Kunden verlieren“, fügt Ehmann hinzu. Im Vorfeld sei die Resonanz „durchweg positiv“ gewesen. Die Entscheidung sei gut angekommen, „Viele Leute sagen, sie finden es gut, dass wir Energie sparen“.

Möbel können so bei Preis von 2022 bleiben – auch Standorte in Baden-Württemberg betroffen

„Außerdem ist es für sie von Vorteil, wenn sie ihre Möbel auch in der Zukunft zum Preis von 2022 bekommen“, sagt der Unternehmenschef. Aber klar sei auch, dass sich „der ein oder andere kurz geärgert“ habe, wenn er am Montag vor verschlossenen Türen stand.

Dass montags zu sei, gelte nun konsequent an allen Standorten von Möbel Ehrmann in Landau, Frankenthal, Trier, Herxheim sowie in Reilingen, Bruchsal und Rastatt (Baden-Württemberg), erklärt Ehrmann.

Schließtag vorerst bis zum Ende der Heizsaison terminiert

„Wir haben das erstmal terminiert bis zum Ende der Heizsaison Ende April. Aber wir können uns sehr gut vorstellen, dass wir auch dann in Folge dabei bleiben“, sagt Ehrmann, dessen Unternehmen rund 700 Mitarbeiter zählt. „Die Zahl der Mitarbeiter bleibt stabil.“ Auch sonst ändert sich, für sie – abgesehen von den Öffnungszeiten – nichts.

Doch Ehrmann ist nicht das einzige Unternehmen, das einen Schließtag umsetzt. Es gebe weitere Firmen, meistens in der Möbelbranche, sagt der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Südwest für Rheinland-Pfalz und das Saarland, Thomas Scherer, in Mainz. Gerade in Möbelhäusern auf großer Fläche könne man so bei Stromkosten für Heizen und Beleuchtung „einiges“ einsparen.

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