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Energiekrise in Baden-Württemberg: Städte fahren Betrieb runter

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Von: Tobias Becker

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Wegen der Energiekrise sparen nun auch die Städte in Baden-Württemberg. Bürgerinnen und Bürger könnten demnächst vor verschlossenen Türen in einigen Städten stehen.

Hoppla, in einigen städtischen Einrichtungen in Baden-Württemberg bleiben zwischen Weihnachten und Neujahr sowie zum Jahresbeginn 2023 das Licht aus und die Türen verschlossen. Der Grund: Die Kommunen wollen Energie sparen. Mit Hilfe der Schließungen wollen die Städte weniger heizen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

Energiekrise im Winter: Heilbronn mit Vier-Phasen-Plan, Wetter spielt mit

Schon im September hieß es in Heilbronn, dass einige Gebäude erstmal in Dunkelheit gehüllt bleiben, wie echo24.de berichtete. Um der Energiekrise entgegenzuwirken, hat die Stadt einen Vier-Phasen-Plan erstellt. Alles, um die Energie-Knappheit nicht noch zu verschlimmern.

Aber: Inzwischen spielt das Wetter in Baden-Württemberg mit und bring milde Temperaturen an Weihnachten und Silvester. Heißt auch, dass die Heizungen weitestgehend ausbleiben können. Dennoch ist die Gefahr durch die Energiekrise noch nicht abgewendet und einige Städte sparen nun kräftig ein.

Das Rathaus am Heilbronner Marktplatz am frühen Abend.
Die Stadt Heilbronn hat bereits vor Wochen einen Vier-Phasen-Plan vorgelegt. © Dennis Mugler/Archiv

Kampf gegen die Energiekrise: Karlsruhe, Mannheim und Stuttgart fahren runter

Die Stadt Karlsruhe plant als besondere Maßnahme, die Verwaltung vom 2. bis zum 5. Januar zu schließen. Ausnahmen gebe es nur in besonderen, begründeten Fällen, hieß es aus dem Rathaus. In der Woche zwischen Weihnachten und Neujahr sei die Verwaltung geöffnet.

Auch in Mannheim wird gespart. Die Stadt will nach eigenen Angaben vom 23. Dezember bis 8. Januar bis zu vier Prozent des jährlichen Energieverbrauchs einsparen. Bei 80 Prozent aller Büroflächen soll die Raumtemperatur auf ein Minimum gesenkt werden. Dennoch will die Stadt alle Verwaltungsleistungen anbieten.

Stuttgart sieht von generellen Schließungen aufgrund der Energiekrise ab. Es stehe den Ämtern zwischen Weihnachten und Neujahr frei, Gebäude oder einzelne Gebäudeteile zu schließen. „Die Mitarbeitenden sollen dann - wenn möglich - im Homeoffice arbeiten, damit für diesen Zeitraum die Gebäude im Absenkbetrieb betrieben werden können“, teilte eine Sprecherin der Stadt mit.

Energiekrise in Baden-Württemberg: Freiburg will 20 Prozent Energie einsparen

In Freiburg bleiben die Stadtteilbibliotheken vom 24. Dezember bis zum 8. Januar zu, außerdem werden bereits eingeleitete Maßnahmen fortgeführt. So werden unter anderem die Temperaturen heruntergeregelt. Im Winter strebt die Stadt nach eigenen Angaben an, 20 Prozent Energie einzusparen. Auch Heidelberg will die städtischen Verwaltungsgebäude vom 24. Dezember bis 8. Januar „weitgehend“ schließen. Doch die Ämter und Dienststellen sind telefonisch und per E-Mail erreichbar.

Ganz anders sieht es in Ulm aus. Dort bleiben die Menschen von Schließungen aufgrund der Energiekrise verschont. Für 2023 gilt laut einer Rathaussprecherin das Motto: „Weiter so wie jetzt gerade.“ Dabei gehe es vor allem darum, die Temperaturen herunterzufahren und Fassadenbeleuchtungen abzuschalten.

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