Batteriehersteller Farasis

Daimler: Batterien für E-Autos - Produktionspartner Farasis noch an Bord?

Der Mercedes EQS bringt aufwendige Filterung
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S-Klasse unter Strom: Der neue Mercedes EQS bildet aktuell die Speerspitze im elektrischen Modellprogramm von Mercedes und wartet auch mit einer aufwendigen Filterung der Innenraumluft auf.
  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Daimler befindet sich mitten im Umbruch. Schon in wenigen Jahren sollen keine Verbrenner mehr gebaut werden. Doch wie will der Stuttgarter Autobauer künftig Batterien produzieren?

Das Aus für den Verbrennermotor kommt - das ist beschlossene Sache bei Daimler. Bereits ab 2030 soll es bei Mercedes laut CEO Ola Källenius keine Diesel und Benziner mehr geben, das erklärte der Konzern bereits im März. Doch die Elektromobilität ist weiterhin eine große Herausforderung für die deutschen Autobauer.

Deshalb verkündete Daimler bereits vor etwa einem Jahr, beim chinesischen Batteriehersteller Farasis einzusteigen. Somit wollte der Konzern mit Stammsitz in Untertürkheim langfristig seine Nachhaltigkeitsziele erreichen. 400 Millionen investierte Daimler damals in Farasis und bekam dafür drei Prozent Anteile am Unternehmen.

Daimler: Batterieproduktion in die eigenen Hände genommen?

Doch kommt jetzt die Kehrtwende? Laut Business Insider wird der Chinesische Zulieferer in Deutschland keine Batteriezellen mehr für Daimler produzieren. Wackelt damit die Zukunft der Elektro-Autos bei dem Traditionsunternehmen mit dem Stern?

Wohl kaum, denn erst vor etwa einer Woche berichtete Daimler, nun die Batterieproduktion in die eigenen Hände zu nehmen. Unklar ist allerdings noch, wo und wann es mit der Herstellung der eigenen Batterien losgehen soll. Farasis soll dabei aber immer noch eine Rolle spielen. Laut einer Sprecherin des Batterieherstellers besteht die Kooperation mit Daimler weiterhin. Wie der Business Insider berichtet, soll Farasis die Teile für die Batterien in Zukunft aus China beschaffen.

Daimler: Enormer Bedarf an Batterien besteht - gibt es einen Alternativplan?

Denn sicher ist, dass bei Daimler ein enormer Bedarf an Batterien besteht - alle Automodelle sollen in den nächsten Jahren auf Elektro umgestellt werden - auch altbekannte Klassiker. Deshalb dürfte es auch nicht mehr lange dauern, bis der Mercedes-Konzern seine genauen Pläne zur Batterieproduktion enthüllt. Immerhin erklärte eine Daimler-Sprecherin gegenüber Business Insider, man werde „im weiteren Verlauf des Jahres umfassend über unsere Aktivitäten in diesem Segment informieren.“

Übrigens ist Daimler nicht der einzige deutsche Autohersteller, der in der Vergangenheit angekündigt hatte, vollständig auf Elektromobilität zu setzen. Auch Audi will 2026 seinen letzten Verbrenner auf den Markt bringen. Bei Volkswagen gibt es bisher kein Datum für den Verbrenner-Ausstieg.

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