Schon 4,4 Millionen Aufrufe auf YouTube

Edeka rührt das Netz an Weihnachten zu Tränen: „So ein wundervoller Spot!“

  • Olaf Kubasik
    vonOlaf Kubasik
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Der erste Weihnachts-Werbespot von Edeka erntete einen Shitstorm - beim zweiten Film sieht es da schon anders aus.

  • Edeka veröffentlicht zur Weihnachtszeit emotionale Werbespots.
  • Die Werbekampagne lautet in diesem Jahr „Lasst uns froh und bunter sein“.
  • Im Gegensatz zum ersten Weihnachtsfilm begeistert die Geschichte von Herrn Schmidt.

Heilbronn - Edeka liebt seinem Slogan zufolge Lebensmittel, scheint aber auch ein großes Herz für einsame Rentner zu haben. Denn nach dem großen Erfolg der Weihnachtswerbung #heimkommen vor fünf Jahren, stellt die Supermarkt-Kette in diesem Jahr wieder einen älteren Mann in den Mittelpunkt seiner Werbe-Botschaft. Nur diesmal handelt es sich nicht um einen Senior, der verzweifelt versucht, seine Familie an den gemeinsamen Weihnachtstisch zu bekommen, sondern eher um eine Art Ebenezer Scrooge. Und diesem Herrn Schmidt widerfährt in dem Clip eine ebenso wunderbare Wandlung. Die Folge: Das Netz ist zu Tränen gerührt, wie *echo24.de berichtet.

„Die besondere Weihnachtsgeschichte des Herrn Schmidt“ nennt Edeka sein emotionales Werbe-Video. Und auch dieser Clip steht unter dem Kampagnen-Slogan „Lasst uns froh und bunter sein“. Im Gegensatz zum TV-Werbespot, den Edeka Anfang Dezember veröffentlichte*, wird der jüngste Werbestreich im Internet gefeiert. Auf YouTube hat er bereits 4,4 Millionen Aufrufe. Zu Vorgänger #heimkommen fehlt allerdings noch ein gutes Stück. Dieses Video wurde bis heute sage und schreibe 67 Millionen Mal angeschaut. Doch um was geht es in der knapp zweiminütigen Geschichte um Herrn Schmidt?

Edeka mit Corona-Spot zu Weihnachten: Miteinander der Kulturen im Mittelpunkt

Es geht um das Miteinander der Kulturen getreu der Edeka-Kampagne „Lasst uns froh und bunter sein“. Und um Corona. Herr Schmidt streicht sich in seinem Wohnzimmer gerade ein Butterbrot, da hört er plötzlich Lärm von auf der Straße spielenden Kindern. Sofort eilt er vor die Tür, setzt einen finsteren Blick auf. Der sitzt: Die Kinder verstummen. In der nächsten Szene begutachtet der mürrische Mann den Weihnachtskranz an seiner Wohnungstür. Erstmals sieht man ihn dabei lächeln. Doch dieses Lächeln ist ruckzuck verschwunden, als Kinder durchs Treppenhaus rennen. Herr Schmidt ruft wütend: „Menschenskinder, hört doch mal auf!“ Und auch die türkische Süßspeise Baklava, die ihm eine Nachbarin anbietet, quittiert er lediglich mit einem Grummeln.

Die Wende im Leben des mürrischen Herrn Schmidt kommt per Post. Inhalt des Brief: die Bestätigung eines positiven Corona-Tests. Die Wohnungstür des alten Mannes schmückt fortan nicht mehr der Adventskranz - der liegt nun auf dem Boden -, sondern eine Quarantäneverordnung. Diese sehen auch die türkischen Nachbarskinder - und fassen den Entschluss, Herrn Schmidt eine Freude zu bereiten. In Form eines typisch deutschen Weihnachtsgerichts: Gänsekeule, Rotkohl, Klöße. Aber auch Baklava. Das alles stellen sie ihm vor die Wohnungstür. Herr Schmidt öffnet und ist sichtlich gerührt, als ihm die Nachbarskinder auf Abstand auch noch „Frohe Weihnachten“ wünschen.

Edeka mit Corona-Spot zu Weihnachten: YouTube-User zu Tränen gerührt

Die Resonanz auf den Edeka-Spot ist auf YouTube fast durchweg positiv. Eine Userin schreibt: „Mit Tränen in den Augen sage ich danke, dass ihr zeigt, dass es doch irgendwann ein Zusammenleben geben wird und dass Zuneigung uns alle näher bringt.“ Der Kommentar eines anderen Nutzers lautet: „Sehr emotional und beeindruckend... manchmal ist es sehr einfach, das kalte Herz aufzuweichen.“ Oder einfach nur: „So ein wundervoller Spot!“ Bei solchen Aussagen dürfte es Edeka wenig jucken, dass auch auf einen Weihnachts-Werbespot der Konkurrenz* verwiesen wird - indem jemand schreibt: „Lidl nimmt euch werbetechnisch auseinander dieses Jahr.“ *echo24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Manchmal ist es sehr einfach, das kalte Herz aufzuweichen.

Ein YouTube-User über den neusten Edeka-Werbespot

Rubriklistenbild: © Olaf Kubasik

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