Rauschgift, Waffen, Bargeld

Polizei sprengt Drogenring und stößt nicht nur auf jede Menge Rauschgift

Die Polizei hat einen mutmaßlichen Drogenring in Baden-Württemberg zerschlagen — dabei wurden 290 Kilogramm Rauschgift sichergestellt.
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Die Polizei hat einen mutmaßlichen Drogenring in Baden-Württemberg zerschlagen — dabei wurden 290 Kilogramm Rauschgift sichergestellt.
  • Lisa Klein
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Die Polizei hat einen mutmaßlichen Drogenring in Baden-Württemberg zerschlagen — dabei wurden 13 Personen festgenommen sowie 290 Kilogramm Rauschgift sichergestellt.

Die baden-württembergische Polizei hat einen mutmaßlichen Drogenring zerschlagen: Bei mehreren Hausdurchsuchungen im Rhein-Neckar-Kreis am Mittwoch (26. Mai) wurden rund 290 Kilogramm Rauschgift, mehrere Waffen, hohe Mengen an Bargeld sowie teure Fahrzeuge sichergestellt. Insgesamt 13 Personen wurden festgenommen.

Die Kriminalpolizei ermittelt bereits seit Ende 2020 gegen eine Gruppierung aus dem Rhein-Neckar-Raum wegen des Verdachts des bandenmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln. Die Gruppierung soll laut Angaben der Polizei alleine im Zeitraum Ende von März bis Mitte Juni 2020 unter anderem über 800 Kilogramm Haschisch und Marihuana sowie über 40 Kilogramm Kokain verkauft haben.

Nun gelang es der Polizei, den mutmaßlichen Drogenring zu zerschlagen. Bereits im vergangenen Jahr hat die Polizei Heilbronn einen Drogenring hochgenommen, Kokain und kiloweise Marihuana waren damals aus dem europäischen Ausland in den Raum Heilbronn verfrachtet worden..

Drogenring in Baden-Württemberg zerschlagen: 13 Personen wurden verhaftet

Bei der Durchsuchung von insgesamt 25 Objekten — darunter elf Bunkerwohnungen zur Lagerung von Rauschgift — in Weinheim, Ladenburg, Heidelberg, Neckarsteinach und im gesamten Rhein-Neckar-Kreis wurden rund 276 kg Marihuana, 11 kg Haschisch, 1,2 kg Amphetamin, 1,6 kg Kokain, zwei scharfe Schusswaffen mit Munition, über 76.000 Euro Bargeld sowie vier hochpreisige Fahrzeuge sichergestellt.

An dem Einsatz waren rund 400 Einsatzkräfte, unter anderem das Spezialeinsatzkommando Baden-Württemberg (SEK) sowie Beamte von benachbarten Dienststellen und aus den angrenzenden Bundesländern, beteiligt. Durch die Staatsanwaltschaft Mannheim wurden beim Amtsgericht Mannheim bereits im Vorfeld Haftbefehle gegen neun Tatverdächtige erwirkt. Im Zuge der Durchsuchungen wurden darüber hinaus vier weitere Personen vorläufig festgenommen.

Die Tatverdächtigen verfügten zur Kommunikation über spezielle „Krypto-Handys“ mit einem verschlüsselten Messenger-Dienst. Dadurch sollte eine „abhörsichere“ Kommunikation unter den Beteiligten gewährleistet werden. Der Kriminalpolizei kam den Tatverdächtigen dennoch durch die Auswertung von Daten des Messenger-Dienstes auf die Spur. Die Ermittlungen dauern weiterhin an.

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