Schnee in Deutschland

Wetter: Kommt jetzt der Wintertraum oder drohen uns üble Schnee-Stürme und Orkanböen?

  • vonLisa Klein
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Endlich Schnee in Deutschland! Und das sogar im Flachland. Diese Woche verspricht noch mehr Schnee – gibt es im Januar sogar Schneestürme?

  • Zum Jahresbeginn durften sich viele Regionen in Deutschland, vor allem aber der Norden, über reichlich Schnee freuen.
  • Ende dieser Woche werden in Deutschland nächtliche Temperaturen von bis zu minus elf Grad erwartet. In einigen Regionen soll es auch weiterhin schneien.
  • Der Schwarzwald und der Harz haben bisher am meisten Schnee abbekommen. Trotz der Corona-Pandemie kämpfen die Regionen derzeit mit einem riesigen Ansturm an Tagestouristen.

Update am Dienstag, 05.02.2021: Das neue Jahr hat bereits mit reichlich Schnee in vielen Regionen Deutschlands gestartet. Vor allem der Norden darf sich auch weiterhin über Schnee freuen. Aber auch der Rest des Landes bekommt in den kommenden Wochen laut den Prognosen von Meteorolgen im Januar immer mal wieder ein paar Schneeflocken ab.

Heftige Winterstürme und Schneechaos im Januar?

Das Wetter in Deutschland ist im Januar häufig gezeichnet von Großwetterlagen, die kurzfristigen Frost und Schnee bringen und schnell gefährlich werden können im Straßenverkehr. Zudem ist der Januar bekannt für schwere Schneestürme. In der Vergangenheit sorgten bereits Schneestürme wie Orkan Kyrill im Januar 2007 sowie Sturmtief Burglind und Orkantief Friederike im Januar 2018 für Milliardenschäden. Die großen Temperaturunterschiede im Winter in Europa erzeugen kräftige Tiefdruckgebiete, aus denen sich starke Stürme und sogar Orkane bilden können.

Derzeit warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor stürmischen Böen an der See. Glättegefahr gibt‘s vor allem im Bergland, oberhalb von etwa 400 Metern herrscht Dauerfrost. Auch im Norden und in tieferen Lagen Westdeutschlands wird besonders nachts leichter Frost erwartet. Vor starken Stürmen oder Orkanböen warnt der DWD allerdings noch nicht.

Wintertraum im Januar? Klare Schnee-Prognose für Deutschland

Erstmeldung am Montag, 04.01.2021: Endlich ist der Winter in Deutschland so richtig angekommen. Nicht nur in den Alpen, auch im restlichen Land durften sich bereits viele Regionen über Schnee freuen. Sogar in Berlin wurden fleißig Schneemänner gebaut und Schlitten gefahren. Ein Blick auf den Wetterbericht zeigt: Das soll vorerst auch so bleiben (Stand 4. Januar).

Derzeit liegt Deutschland laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zwischen einem Hochdruckgebiet über Nordeuropa und einem Tiefdruckgebiet südlich der Alpen. Dazwischen gelangen von Nordosten her mäßig kalte und feuchte Luftmassen nach Deutschland. Vor allem der Norden Deutschlands darf sich in dieser Woche über Schnee freuen, aber auch für den Süden gibt es ein paar Schneeprognosen.

Wetter in Deutschland: Schnee zum Wochenstart?

Zu Beginn dieser Woche ist vorerst mit weniger Schnee zu rechnen – die Temperaturen steigen. Die Schneefälle im Norden Deutschlands lassen langsam nach, im Flachland bleibt es nasskalt und im Süden wird es trocken und frostig. In der Mitte Deutschlands kommt es bis in den Norden zu gebietsweise leichtem Schneefall. In tieferen Lagen eher zu Regen oder Schneeregen. Ab Höhen von 200 bis 400 Metern werden laut DWD wenige Zentimeter Neuschnee erwartet, in den Oststaulagen im Harz über fünf Zentimeter Neuschnee.

Es schneit in Deutschland! So wird die zweite Wochenhälfte

Vielversprechender sieht das Wetter in Deutschland ab Mittwoch aus, in der zweiten Wochenhälfte wird es wieder kälter. „Am Mittwoch kommt ein neues Schneetief herangezogen“, warnt Diplom-Meteorologe Dominik Jung auf wetter.net. „Das bringt dem Nordosten und dem Norden zum Teil auch Schneeflocken bis in tiefe Lagen“, so der Meteorologe.

Es wird wolkig am Mittwoch, im Ostseeumfeld werden länger anhaltende Schneeregen- oder Schneefälle erwartet, dabei zumindest gebietsweise die Bildung einer dünnen Schneedecke. Auch am Alpenrand sowie im Alpenvorland gibt es zeitweise Schnee. Die Tageshöchstwerte bewegen sich laut DWD zwischen null und vier Grad.

In der Nacht zum Donnerstag werden im Nordseeumfeld leichte Schneeschauer erwartet. Auch in den Alpen soll es Neuschnee geben. An der Küste bewegen sich die Temperaturen zwischen einem und minus einem Grad, im Rest Deutschlands zwischen minus fünf und minus einem Grad. Im Bergland werden sogar bis zu minus sieben Grad erwartet.

Am Donnerstag kommt es im Nordwesten zu ein paar Schneeflocken. Die Höchstwerte bewegen sich im Norden tagsüber zwischen einem und drei Grad, im Süden zwischen minus einem und zwei Grad. In der Nacht zum Freitag bleibt es wolkig, im Norden kann es gebietsweise auch schneien. Im Süden und in Mittelgebirgslagen wird mäßiger Frost erwartet bei Temperaturen von minus fünf Grad.

Schmuddelwetter oder Schneedecke? Das Wetter am Wochenende für Baden-Württemberg und Deutschland

„Es bleibt dabei, in den tiefen Lagen meist nasskaltes Schmuddelwetter“, prognostiziert der Meteorologe Jung für das Wetter in Deutschland für den Rest der Woche. Ab 300 bis 400 Metern Höhe gibt es leichten Dauerfrost. „Die mittleren und höheren Lagen wintern weiter ein“, erklärt der Meteorologe.

Am Freitag bleibt es laut DWD dicht bewölkt. Der Norden darf sich erneut über etwas Schnee freuen. Die Temperaturen bewegen sich in ganz Deutschland zwischen minus drei und vier Grad. In der Nacht zum Samstag bleibt es im Süden gering bewölkt, teils auch klar und trocken. Im Norden wechselnd oder dicht bewölkt – es zeigen sich vereinzelt ein paar Flocken. Tiefstwerte an der Küste um den Gefrierpunkt, ansonsten zwischen minus einem und minus zehn Grad.

Am Samstag und Sonntag bleibt es im Norden wechselnd bewölkt, im Süden abseits dichter Nebelfelder gering bewölkt oder wolkenlos sowie weitgehend trocken. Die Höchstwerte bewegen sich zwischen minus vier und fünf Grad. Die nächtlichen Tiefstwerte an den Küsten bewegen sich um den Gefrierpunkt. Ansonsten werden eisige Temperaturen von bis zu minus elf Grad erwartet. Wie sich das Wetter im Januar weiterhin entwickelt, bleibt abzuwarten.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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