Delta-Mutante ist auf dem Vormarsch

Delta-Variante in BaWü: LGA warnt vor rasanter Ausbreitung

  • Julia Cuprakowa
    VonJulia Cuprakowa
    schließen

Die Delta-Variante des Coronavirus breitet sich in Baden-Württemberg immer weiter aus. Laut Landesgesundheitsamt können nur Impfungen die Ausbreitung stoppen.

Das Coronavirus in Baden-Württemberg* befindet sich weiterhin auf dem Rückzug. Seit Mitte April flacht sich das Infektionsgeschehen im Südwesten nach und nach ab, wie echo24.de* im aktuellen Corona-Ticker berichtet. Der Anteil der Delta-Variante allerdings stieg zuletzt in ganz Deutschland rapide an.

Aufgrund dessen rechnet das Landesgesundheitsamt (LGA) damit, dass sich die Delta-Variante, die sogenannte “Doppelmutante“ des Coronavirus*, auch im Südwesten in den kommenden Wochen durchsetzen wird. Der Anteil dieser zuerst in Indien entdeckten Variante wird laut LGA mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter zunehmen und die noch vorherrschende Alpha-Variante verdrängen, wie eine Sprecherin der Behörde in Stuttgart mitteilte. Doch wie schlimm ist die Delta-Lage in Baden-Württemberg wirklich?

Delta-Variante in Baden-Württemberg: Anteil an hochansteckender Mutante steigt

Der Anteil nachgewiesener Proben der Delta-Variante an allen gemeldeten Neuinfektionen hatte zuletzt bereits deutlich zugelegt, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg vom Samstag, 3. Juli, lag er für die vergangenen 14 Tage bei 12,95 Prozent. Der Anteil möglicher Delta-Varianten stieg auf 7,98 Prozent.

Zuvor lagen die Werte bei über 10 beziehungsweise bei mindestens 5 Prozent. Der Delta-Anteil an allen analysierten Proben mit besorgniserregenden Varianten wurde am Samstag für die vergangenen zwei Wochen mit 25,1 Prozent angegeben. Neben den höchst beunruhigenden Zahlen und Prozentangaben teilte das LGA auch eine gute Nachricht mit.

Von der möglicherweise noch ansteckenderen Delta Plus-Variante gibt es den Angaben zufolge derzeit keine bekannten Fälle in Baden-Württemberg. Vor rund einem Monat sei dem LGA jedoch eine „familiäre Häufung“ von Fällen mit dieser Variante übermittelt worden, danach habe es aber keine weiteren Infektionen mehr gegeben. Doch wie lässt sich die Delta-Ausbreitung noch in den Griff bekommen?

Ausbreitung der Delta-Variante: Corona-Pandemie - „Jede Impfung bringt uns ihrem Ende näher“

Für den weiteren Verlauf des Infektionsgeschehens in Baden-Württemberg seien, laut Landesgesundheitsamt, eine steigende Durchimpfungsrate und von der 7-Tage-Inzidenz abhängigen Öffnungsschritte entscheidend. Da die Delta-Variante über eine erhöhte Übertragbarkeit gegenüber der Alpha-Variante verfüge, sei eine erhöhte Aufmerksamkeit wichtig. Vor allem, weil sich die Symptome von denen der bisherigen Varianten und des ursprünglichen Coronavirus* unterscheiden und die Corona-Infektion deshalb leicht mit einer Sommergrippe* verwechselt werden könnte.

Die LGA-Sprecherin betonte, dass Impfen der wichtigste Weg aus der Pandemie sei.

Jede einzelne Impfung bringt uns ihrem Ende näher.

Sprecherin des Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg

Zudem schütze die Impfung auch gegen die Delta-Variante. Britische Studien zeigten, dass ein vollständiger Impfschutz mit den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und AstraZeneca auch gegen die Delta-Variante* einen guten Schutz vor einer Erkrankung mit Symptomen und einem Krankenhausaufenthalt biete. Auch wenn sich die Infektionslage gerade entspanne, für einen sicheren Herbst sei jetzt jede einzelne Corona-Impfung wichtig, sagte die Sprecherin in Stuttgart. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © National Institute of Infectious Diseases/CDC/Eibner Pressefoto/Imago Images

Das könnte Sie auch interessieren