1. echo24
  2. Baden-Württemberg

Verbraucher sollen Veggie-Produkte sofort erkennen können – Ministerium blockt ab

Erstellt:

Von: Juliane Reyle

Kommentare

Ein einheitliches Label, wird aktuell von Verbraucherschützern gefordert, doch das baden-württembergische Ministerium geht nicht darauf ein.

Von Verbraucherschützern wird eine verbindliche Kennzeichnung von vegetarischen sowie veganen Produkten gefordert. Vanessa Holste, die Abteilungsleiterin Lebensmittel und Ernährung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, erklärt gegenüber den „Stuttgarter Nachrichten“: „Es fehlt vor allem eine gesetzlich festgelegte Definition für vegetarische und vegane Produkte.“

Wichtig sei, dass Verbraucher auf den ersten Blick erkennen können, um was für ein Lebensmittel es sich handelt, deshalb sollte die Landesregierung sich für eine verbindliche, einheitliche Kennzeichnung der Lebensmittel einsetzen.

Keine Notwendigkeit für gesetzlich verankerte Kennzeichnung?

Doch das baden-württembergische Ministerium für den Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz sieht Zeitungsberichten zufolge aktuell keine Notwendigkeit für eine gesetzlich verankerte Kennzeichnung.

Zur lebensmittelrechtlichen Beurteilung von veganen und vegetarischen Ersatzlebensmitteln stünden bereits ausreichend Beurteilungsgrundlagen zur Verfügung, teilte ein Sprecher mit: „Verbraucherinnen und Verbrauchern bieten die bestehenden Label bei Bedarf eine Orientierung.“ Von staatlicher Stelle überprüft werden diese allerdings. nicht.

Nur wenige Vegetarier und Veganer: Anteil der Flexitarier ist groß

Laut dem Ernährungsreport 2022 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft sind Veganer und Vegetarier mit einem beziehungsweise sieben Prozent immer noch in der Minderheit. 44 Prozent der Befragten ernähren sich den Angaben nach allerdings „flexitarisch“ und essen somit nur gelegentlich Fleisch, verzichten ab und zu sogar bewusst darauf.

Nur einen Tag in der Woche kein Fleisch essen? Die Speiseplan-Initiative eines großen Heimbetreibers in Baden-Württemberg schlägt hohe Wellen. Patientenschützer äußern sich.

Auch interessant

Kommentare