Vertrag wird nicht verlängert

Ende einer Ära: Daimler-Vorstand Porth nimmt seinen Hut

Wilfried Porth, Vorstandsmitglied der Daimler Benz AG, Ende März bei einer Hauptversammlung in Berlin. Foto: Soeren Stache
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Wilfried Porth ist nur noch bis April 2022 Vorstand bei Daimler
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Mitten in der Vorbereitung des nächsten Konzernumbaus kündigt Daimler an, dass der Vertrag von Personalvorstand Wilfried Porth im April ausläuft.

Daimler befindet sich einmal mehr im Umbruch und das gleich aus zwei Gründen: Zum einen arbeitetet der Stuttgarter Automobilkonzern daran, bis 2039 klimaneutral zu werden, dazu setzt man auf Elektroautos wie den Mercedes-Benz EQS; Zum anderen strukturiert Ola Källenius den Daimler-Konzern erneut um.

Künftig sollen die beiden Sparten „Auto“ und „Lkw“ zwei voneinander unabhängige Aktiengesellschaften sein. Aktuell sind die Mercedes-Benz AG und die Daimler Truck AG noch Tochterunternehmen der Daimler AG, diese soll aber langfristig von der Bildfläche verschwinden. Entsprechend wird auch auf der Führungsebene weniger Personal benötigt.

Daimler: Personalvorstand geht freiwillig - Zusammenhang mit Konzernumbau unklar

Mit dem Personalvorstand der Daimler AG, Wilfried Porth, steht bereits der erste Abgang fest. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, hängt der Abschied des Managers, der seit 2009 im Daimler-Vorstand sitzt, allerdings wohl nicht mit dem Konzernumbau zusammen.

Demnach habe Porth selbst entschieden, seinen im April 2022 auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Sowohl der Vorstand als auch der Aufsichtsrat waren darüber seit Langem informiert, erklärte eine Unternehmenssprecherin laut dem Manager Magazin. „Er wird nach rund 38 Jahren in der Daimler AG, 13 Jahre davon als Vorstand, in den Ruhestand gehen“, verriet sie zudem. Ob der Abschied aber wirklich freiwillig erfolgt oder doch mit dem Konzernumbau zusammenhängt, sei laut dpa unklar.

Daimler: Personalvorstand Porth legt weiteren Chef-Posten nieder

Durch den Abgang von Porth stehen die Chancen gut, dass die Personalchefin der Pkw-Tochter Mercedes-Benz AG Sabine Kohleisen - deren Vertrag noch bis Oktober 2022 läuft - ihren Posten ebenso behält wie Jürgen Hartwig bei der Lkw-Tochter Daimler Trucks AG.

Derweil beendet Porth im April kommenden Jahres nicht nur sein Engagement bei Daimler, sondern tritt auch als Chef des baden-württembergischen Metall-Arbeitgeberverbandes „Südwestmetall“ ab, dieses Amt hatte der 62-Jährige seit November inne. Intern soll er seinen Abschied allerdings schon mit Amtsantritt bekannt gegeben haben.

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