Nachfolgerin steht fest

Umbruch bei Daimler - Porth geht noch schneller als angekündigt

Wilfried Porth
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Wilfried Porth verlässt Daimler noch in diesem Jahr.
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Personalvorstand Wilfried Porth nimmt seinen Hut bei Daimler noch früher als gedacht. Seine Nachfolgerin steht bereits fest.

Dass er geht, stand bereits fest. Nur, dass es jetzt doch so schnell geht, kommt unerwartet. Daimlers Personalvorstand Wilfried Porth wird noch in 2021 das Unternehmen verlassen und sein Vorstandsmandat niederlegen. Das teilte der Konzern aus Stuttgart am Mittwoch mit. Seine Nachfolgerin steht bereits fest.

Demnach bestimmte der Aufsichtsrat Sabine Kohleisen, die seit 2019 Personalvorständin und Arbeitsdirektorin von Mercedes-Benz ist - der Pkw-Tochter von Daimler. Porth wird im Dezember gehen - dann steht bei der Daimler AG ohnehin ein Umbruch an.

Daimler: Wegen Umbruch? Porth geht noch schneller als gedacht

Denn aus dem Konstrukt zweier Tochterkonzerne und einer Dachgesellschaft sollen künftig zwei eigenständige, börsenorientierte Unternehmen werden: Mercedes-Benz und seine Marken für alle Pkw und Vans, Daimler Truck für alle Lkw und Busse. Beide Konzerne hatten bislang je einen eigenen Personalvorstand. Porth war diesen in der Daimler AG gewissermaßen übergeordnet.

Laut Daimler gehe Porth auf eigenen Wunsch. Ob das tatsächlich der Fall ist oder er der neuen Konzernstruktur Platz machen muss, blieb offen. Dem Vernehmen nach könnte ihm die Aufspaltung zum Verhängnis werden. Eigentlich läuft das Mandat des 62-Jährigen noch bis April 2022. Doch nun ist noch eher Schluss.

Daimler: Umbruch hat weitere Auswirkungen

Porth ist nicht die einzige Personalveränderung. Angesichts der Abspaltung der Truck-Sparte gibt es auch einen Wechsel im Aufsichtsrat der Daimler AG. So werde im Oktober unter anderem Ex-Siemens-Chef Joe Kaeser sein Mandat dort abgeben, hieß es. Kaeser soll stattdessen Aufsichtsratschef der dann börsennotierten Daimler Truck werden.

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