30.000 Autos betroffen

Mega-Rückruf: Daimler holt zehntausende Fahrzeuge zurück - Diese Modelle sind betroffen

Mercedes A-Klasse
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Auch einige Modelle der A-Klasse sind vom Rückruf betroffen. (Symbolbild)
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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Daimler ruft bundesweit 30.000 Autos zurück. Um diese Modellreihen geht es.

Immer wieder rufen Hersteller bestimmte Modellreihen wegen technischer Probleme an den Fahrzeugen in die Werkstätten zurück. Daimler sah sich in diesem Jahr bereits mehrfach dazu gezwungen. In einem Fall wurden 105.000 Mercedes-Modelle wegen Brandgefahr zurückgerufen werden, in einem anderen waren 150.000 Fahrzeuge der A- und C-Klasse vom Rückruf betroffen.

Jetzt muss der Automobilhersteller aus Stuttgart erneut 30.000 Autos zurückrufen. „Bei Zertifizierungsmessungen auf dem Prüfstand ist es zu Ungenauigkeiten gekommen“, sagte ein Daimler-Sprecher gegenüber der WirtschaftsWoche. Durch den Fehler könnte „ein CO2-Wert ermittelt worden sein, der bei bestimmten Varianten der A- und B-Klasse sowie des CLA mit der Abgasnorm Euro 5 (…) sehr geringfügig unter dem tatsächlichen Wert liegt“.

Daimler/Stuttgart: Rückruf von 30.000 Fahrzeugen - Fehler bei der Messung

Laut Bundesverkehrsministerium (BMVI) sind Autos mit dem Motor OM607 betroffen. Nach Angaben von Daimler wurden diese zwischen März 2012 und April 2015 gebaut. Bei der Ermittlung des CO2-Wertes wurde laut dem Bericht der WirtschaftsWoche der Prüfstandlüfter nicht richtig aufgestellt, wodurch die Temperaturen zu hoch gewesen sind.

„In der Folge konnten die Emissionswerte in der Typprüfung nicht korrekt ermittelt werden“, erklärte das BMVI. Daher wurde Daimler nun vom Kraftfahrt-Bundesamt aufgefordert, diese „Abweichung in der Produktion“ zu beheben. Der Autobauer aus Stuttgart betont, dass der Rückruf nicht wegen einer illegalen Abschaltvorrichtung erfolgt. „Wir haben das KBA proaktiv über die Ursache des Fehlers informiert“, erklärte ein Daimler-Sprecher gegenüber der WirtschaftsWoche. Die Kunden wurden noch nicht über den Rückruf informiert.

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