Werk in Rastatt

Nach Kurzarbeits-Schock: Aufatmen bei Daimler-Mitarbeitern

Mitarbeiter des Werkes der Daimler AG in Bremen bei der Produktion einer Mercedes C-Klasse.
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Daimler meldete für sein Werk in Rastatt Kurzarbeit an. (Symbolbild).
  • Simon Mones
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Daimler musste in mehreren Werken wieder Kurzarbeit anmelden. Jetzt gibt es positive Nachrichten!

Update, 12. Februar: Der weltweite Halbleitermangel stellt die Automobilbranche - und somit auch Daimler mit seiner Tochter Mercedes-Benz - vor enorme Herausforderungen. Zahlreiche Hersteller mussten deswegen in ihren Werken Kurzarbeit anmelden - so auch Daimler.

Auch wenn es noch immer an wichtigen Chips für die Autoproduktion mangelt, hat sich die Situation in den Werken von Daimler wieder normalisiert. „Die Werke Rastatt, Bremen, Kecskemét sind planmäßig seit Montag wieder angelaufen“, erklärte eine Daimler-Sprecherin auf Anfrage von echo24.de. Das gilt auch für das Mercedes-Benz-Werk in Hamburg, wo die Kurzarbeit ohnehin nur für eine Woche beantragt war.

Schock für Daimler-Mitarbeiter: Noch mehr Werke von Kurzarbeit betroffen

Update, 1. Februar: Während am Montag bei Audi die Kurzarbeit in der Produktion endet, hat Daimler weiterhin mit den Folgen des Lieferengpasses für bestimmte Halbleiterkomponenten zu kämpfen. In den Mercedes-Benz-Werken in Rastatt, Bremen und Ungarn wird deswegen bereits kürzer gearbeitet.

Am Montag kam nun ein weiteres Werk hinzu. „Das Mercedes-Benz Werk Hamburg hat aufgrund des anhaltenden Lieferengpasses für wenige Teilbereiche der Produktion für eine Woche mit Start am 01. Februar Kurzarbeit beantragt“, erklärte eine Daimler-Sprecherin auf Anfrage von echo24.de.  

Schock für Daimler-Mitarbeiter: Weitere Werke von Kurzarbeit betroffen

Update, 15. Januar: Nur wenige Tage sind vergangen, seit Daimler für sein Werk in Rastatt Kurzarbeit anmelden musste. Inzwischen ist klar, dass die Lieferschwierigkeiten nicht nur Daimler zu drastischen Maßnahmen zwingen. Auch Audi hat inzwischen für die Standorte in Neckarsulm und Ingolstadt Kurzarbeit angemeldet.

Und auch bei Daimler verschärft sich die Lage weiterhin. Neben Rastatt sind auch die Werke in Kecskemét und Bremen von der Kurzarbeit aufgrund des Chipmangels betroffen. Während die Kurzarbeit in Rastatt bereits am kommenden Montag beginnt und zunächst bis Anfang Februar läuft, hat Daimler diese in Bremen lediglich für die erste Februar-Woche beantragt.

Auf Anfrage von echo24.de betonte Daimler zudem, dass die Elektrooffensive „weiterhin höchste Priorität“ hat. Ob noch für weitere Standorte Kurzarbeit und eine Anpassung der Produktion geplant sind, konnte Daimler noch nicht beantworten. „Wir beobachten und evaluieren die Situation kontinuierlich in enger Abstimmung mit unseren Lieferanten. Es ist aktuell noch zu früh, um Aussagen zu den konkreten Auswirkungen treffen zu können“, erklärte eine Sprecherin des Unternehmens auf Anfrage von echo24.de.

Daimler/Stuttgart: Schon wieder Kurzarbeit – doch nicht wegen Corona

Erstmeldung, 13. Januar: Wegen der Corona-Pandemie hatte Daimler letztes Jahr im März seine Produktion heruntergefahren. Nur wenige Woche später meldete der Automobilkonzern aus Stuttgart Kurzarbeit an. Wie auch das öffentliche Leben kehrte Daimler in den folgenden Wochen schrittweise zur Normalität zurück.

Die neue S-Klasse, die im September präsentiert wurde, und die neue hochmoderne Fabrik „Factory 56“ waren eine Art Hoffnungsträger für Daimlers Zukunft. Denn die Corona-Pandemie hatte die Krise bei Daimler weiter verschlimmert und neue Sparmaßnahmen zur Folge.

Daimler/Stuttgart: Kurzarbeit wegen Materialmangel in Rastatt

Inzwischen ist aber klar, ganz kann Daimler die Kurzarbeit nicht hinter sich lassen. Der Grund ist nicht etwa der verlängerte Lockdown in Baden-Württemberg, sondern Materialmangel. Denn wie viele Autohersteller ist auch Daimler auf sogenannte Halbleiter angewiesen und die sind derzeit knapp.

Deswegen wird aufgrund des Chipmangels ab Freitag in Rastatt kurzgearbeitet. Zuerst hatten die Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) am Dienstag darüber berichtet. Wie lange die Kurzarbeit andauert, ist noch nicht bekannt. Allerdings dürfte das Ende auch vom weltweiten Lieferengpass bei den Halbleitern abhängig sein.

Daimler/Stuttgart: EQA-Produktion in Rastatt vorerst nicht betroffen

Daimler betont jedoch, auf solche Schwankungen dank hoher Flexibilität in den Werken jederzeit reagieren zu können. Somit auch in Rastatt, wo 6.500 Mitarbeiter die A- und B-Klasse sowie den GLA produzieren. Künftig soll dort auch der vollelektrische EQA vom Band rollen.

Bei dem Modell handelt es sich um das zweite Elektroauto der EQ-Marke der Daimler-Tochter Mercedes-Benz. Der Produktionsstart soll jedoch laut Daimler nicht von dem Chip-Engpass betroffen sein. „Die Mercedes-EQ-Elektrooffensive wird weiter mit höchster Priorität fortgesetzt“, erklärt ein Daimler-Sprecher gegenüber den BNN. Daimler habe die aktuelle Situation im Blick und sei im engen Austausch mit den Lieferanten. Allerdings sei es noch zu früh, um sich zu möglichen Auswirkungen zu äußern.

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