Daimler soll schlanker werden

Daimler im Mega-Umbruch: Steht der nächste Verkauf schon fest?

Das Daimler-Logo an der Konzernzentrale in Stuttgart, davor eine Flagge mit dem Mercedes-Stern.
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Der Daimler-Konzern befindet sich im Umbruch.
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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Die Daimler AG befindet sich im Wandel. Jetzt steht eine besondere Tochterfirma vor dem Verkauf.

Erst vor wenigen Tagen kündigte Daimler-Boss Ola Källenius an, dass das Unternehmen in Zukunft deutlich schlanker werden würde. Eine Aussage, die nicht überraschend kam, steckt der Stuttgarter Autobauer doch mitten in einer Krise und muss massiv sparen, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern.

Zeitgleich treibt Daimler den Wandel hin zur klimaneutralen Elektromobilität voran. Betriebsbedingte Kündigungen soll es aber vorerst nicht geben, darauf hatten sich Vorstand und Betriebsrat erst geeinigt. Stattdessen will sich das Unternehmen von einigen Tochterfirmen trennen.

Daimler/Stuttgart: Verkauf von Ideenwerkstatt - IT-Unternehmer neuer Besitzer

Davon soll auch die Ideenwerkstatt Lab 1886 betroffen sein. Laut einem Bericht der WirtschaftsWoche verkauft Daimler sein einstiges Zukunftsprojekt an Ulrich Dietz. Der IT-Unternehmer hält künftig 90 Prozent der neuen Holdinggesellschaft 1886 Ventures, die restlichen zehn Prozent bleiben bei dem Autobauer aus Stuttgart.

Bereits im Sommer hat sich Dietz den Namen 1886 Ventures Dietz mit einer GmbH-Eintragung im Stuttgarter Handelsregister gesichert. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, gehen Insider davon aus, dass der Kaufpreis für die Ideenwerkstatt Lab 1866 bei knapp unter 100 Millionen Euro liegt. Für die rund 70 Mitarbeiter gibt es die Möglichkeit, mit einer Abfindung von Daimler zu 1886 Ventures zu wechseln oder sich im Konzern auf eine andere Stelle zu bewerben. Eine Bestätigung von Daimler steht noch aus.

Daimler/Stuttgart: Folgen weitere Verkäufe?

Das Lab 1886 - die Zahl ist eine Hommage an das Jahr, in dem Carl Benz das Auto erfand - hat unter anderem Daimlers Carsharing-Dienst Car2Go verantwortet. Inzwischen wird das Angebot zusammen mit BMW unter dem Namen ShareNow betrieben und gehört zum Gemeinschaftsunternehmen YourNow.

Aus dem Lab 1886 stammt auch die Idee einen eigene Carsharing-Dienst zu starten.

Teil dieses Unternehmens sind auch FreeNow und ParkNow. Beide Dienste sind bei den beiden Partnern nicht unumstritten. An dem Fahrdienst soll ausgerechnet Marktführer Uber interessiert sein und bereits ein entsprechendes Angebot hinterlegt haben. Daimler und BMW sind sich aber noch unsicher, ob sie den Dienst verkaufen wollen. Anders sieht die Situation bei der Park-App ParkNow aus.

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