Daimler braucht Fachkräfte

Fachkräftemangel in der Autoindustrie: Daimler plant krasse Reaktion

Daimler will sich verstärkt auf den Bau von E-Autos konzentrieren.
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Daimler will Elektro-Ingenieure und Software-Spezialisten anlocken.
  • Simon Mones
    VonSimon Mones
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Daimler braucht mehr Personal in den Bereichen Software und Elektro. Dabei soll eine neue Idee helfen, bei der man sich von der Konkurrenz hat inspirieren lassen.

Die Transformation der Automobilindustrie geht immer weiter, entsprechend werden die Bereiche Software und Elektro immer wichtiger. Doch Fachpersonal ist rar und die Weiterbildung der Mitarbeiter läuft bei Daimler längst nicht so, wie sich die Führungsetage das wünscht.

Um Elektro-Ingenieure und Software-Entwickler anzulocken, setzt Daimler künftig auf mehr Flexibilität und Geld und orientiert sich dabei am Silicon Valley. Aber auch die direkte Konkurrenz wird für die Stuttgarter zum Vorbild. Seit einigen Jahren sorgt Volkswagen beispielsweise mit seiner Fakultät 73 bei den Software-Entwicklern selbst für Nachwuchs.

Daimler: Software-School für neue Talente - Volkswagen als Vorbild

Wie der Business Insider berichtet, dauert die Ausbildung an der Akademie zwei Jahre und die Übernahme ist nach dem erfolgreichen Abschluss garantiert. Die Idee dazu stammte wohl vom Volkswagen-Personalvorstand Gunnar Killian. Sein Amtskollege bei Daimler, Wilfried Porth, zeigte sich kurz vor seinem Abschied weniger kreativ.

Dabei stand die Idee nach eigener Akademie für Software-Entwickler wohl intern schon auf der Wunschliste -beziehungsweise die Frage im Raum, warum Daimler nicht längst nachgezogen hat. Wie der Business Insider aus Unternehmenskreisen erfahren hat, soll sich das jetzt ändern. Auch Daimler gründet nun seine eigene Software-School.

Daimler Software-School mit Doppelfunktion - auch Mitarbeiter profitieren

Und die hat gleich zwei Funktionen: Zum einen sollen dort die vielen Tausend Mitarbeiter, die schon im Betrieb arbeiten, für die Zukunft weitergebildet werden, wobei das Programmieren eine wichtige Rolle spielen soll. Zum anderen sollen dort - wie bei Volkswagen - die nächsten Generationen von Programmierern als Eigengewächse ausgebildet werden. So viel scheint bereits beschlossen zu sein.

Die genauen Details sind aber laut dem Bericht des Business Insiders noch nicht geklärt. Daimler selbst wollte sich auf Anfrage des Branchenmagazins nicht zu den Plänen äußern. Stattdessen betonte eine Sprecherin, dass es ein „vielfältiges Angebot an Qualifizierungsmaßnahmen für die Mitarbeiter, unter anderem auch im Bereich Software-Skills“ gebe.

Wie ernst es Daimler im Bereich Software meint, zeigte sich jedoch bereits im April. Dort wurde bekannt, dass der Automobilkonzern mehrere Tausend Stellen für Programmierer schafft, davon alleine 1.000 in Sindelfingen. Man kann also davon ausgehen, dass auch die Software-School nicht auf Sparflamme kochen wird.

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