Mercedes-Benz und Daimler Truck

Trotz weltweiter Chipkrise – Daimler legt erstaunliche Quartalszahlen vor

Mercedes-Benz-Werk
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Der Autobauer Daimler konnte seinen Gewinn im dritten Quartal steigern. (Archivbild)
  • Julia Cuprakowa
    VonJulia Cuprakowa
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Der Auto- und Lkw-Hersteller Daimler legt die neuen Quartalszahlen vor. Trotz Chipkrise und Absatzeinbruchs fällt der Gewinn überraschend aus.

Kurz vor der Abspaltung seines Lkw- und Bus-Geschäfts und inmitten der weltweiten Chipkrise legte die Daimler AG* heute (Freitag, 29. Oktober) neue Quartalszahlen vor. Bislang ist der Konzern im laufenden Geschäftsjahr solide unterwegs und verdiente trotz aller Bremsspuren durch den Chipmangel gut, wie echo24.de* berichtet.

Doch im dritten Quartal, dessen Ergebnis Daimler* nun vorlegt, sind die Auslieferungen kräftig eingebrochen. Mercedes-Benz lieferte von Juli bis Ende September weltweit 428.361 Autos an die Kunden aus – gut 30 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Daimler: Trotz Chipkrise – Konzern legt überraschende Quartalszahlen vor 

Trotz des Absatzeinbruchs können sich die Zahlen des Auto- und Lkw-Hersteller Daimler im dritten Quartal sehen lassen. Die Chipkrise hinterließ zwar Spuren im Verkauf - der auf die Aktionäre entfallende Gewinn fiel mit 2,47 Milliarden Euro allerdings weiter üppig aus, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Das entspricht einem Plus von 21 Prozent zum Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Der Umsatz lag mit 40,1 Milliarden Euro minimal unter dem Wert aus dem Vorjahr.

„Wir bleiben auf Kurs, um unsere Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen“, sagte Finanzchef Harald Wilhelm in einer Mitteilung auf der Internetseite der Daimler AG. Man habe den Gewinn „trotz eines herausfordernden Umfelds gesteigert“.

Daimler gleicht Absatzeinbruch mit Top-Modellen und Elektroautos aus

Daimler leidet, wie die meisten Autobauer, unter dem aktuellen weltweiten Chipmangel und musste zuletzt immer wieder die Produktion einschränken. So wurde zum Beispiel auf Halde produziert*, wie echo24.de* bereits berichtete. Darüber hinaus hatte Mercedes-Benz im dritten Quartal beispielsweise gut 30 Prozent weniger Autos verkauft, inklusive Nutzfahrzeuge lag der Rückgang etwa bei einem Viertel.

Abgesehen von der Produktion auf Halde hatte Mercedes-Benz seinen Kunden außerdem eine Möglichkeit geboten, schneller an ihre Autos zu kommen: Und zwar hatten die Kunden die Möglichkeit, ihre Autos mit abgespeckter Ausstattung* zu kaufen.

Ein Stück weit hatte Daimler den Absatzeinbruch zusätzlich ausgleichen können, indem der Konzern ertragsstarken Fahrzeugen bei der Chipversorgung Vorrang gab. Die teuren Top-Modelle wie die S-Klasse sowie die Elektroautos des Konzerns hatten daher zulegen können. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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