Franzi von Kempis

Nach eigener Covid-19-Erkrankung: Managerin von Daimler kämpft gegen Coronavirus

Franzi von Kempis steht vor einer Wand im Berliner Impfzentrum.
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Franzi von Kempis engagiert sich mit den Maltesern im Kampf gegen das Coronavirus.
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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Im März erkrankte die Daimler-Managerin Franzi von Kempis am Coronavirus. Jetzt will sie verhindern, dass mehr Menschen eine ähnliche Erfahrung machen müssen wie sie.

Knapp ein Monat ist inzwischen seit dem Impfstart in Deutschland vergangen, doch bis alle Menschen in Deutschland einen Impftermin bekommen haben, wird es noch etwas dauern. Entsprechend werden uns die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus noch einige Zeit begleiten.

Und diese könnten im Rahmen des Bund-Länder-Treffens am Dienstag, 19. Januar, noch weiter verschärft werden. Denn noch immer infizieren sich zu viele Menschen mit dem Coronavirus. Dazu zählt auch die Leitern des Mobility Lab von Daimler, Franzi von Kempis. Die Daimler-Managerin erkrankte bereits im März während der ersten Welle am Coronavirus.

Daimler: Managerin Franzi von Kempis erkrankt am Coronavirus

Im Interview mit dem Spiegel bezeichnet von Kempis ihre Erkrankung mit dem Coronavirus als „eine Erfahrung, die mich zutiefst verstört hat“. Die Krankheit nahm bei der Daimler-Managerin einen mittelschweren Verlauf, ins Krankenhaus musste sie aber nicht.

Dennoch hatte von Kempis lange mit ihrer Krankheit und der damit verbundenen Unwissenheit zu kämpfen: „Die Welt außerhalb meines Krankenbetts drehte sich nur um dieses Virus und mit jedem Tag gab es – gefühlt – neue Entwicklungen, die man als Kranke ja erst mal einordnen muss.“

Daimler: Nach Corona-Erkrankung – Managerin von Kempis tauscht Büro gegen Impfzentrum

Inzwischen ist die Daimler-Managerin wieder gesund und hat sich ein Sabbatical genommen. Für vier Monate tauscht von Kempis ihr Büro gegen die Uniform der Malteser. Statt das Mobility Lab von Daimler zu leiten, ist sie nun die stellvertretende Leiterin des Impfzentrums auf dem Messegelände in Berlin. Ihre eigene Erkrankung mit dem Coronavirus war dabei ausschlaggebend für ihre Entscheidung.

„Nachdem ich meine eigene Erfahrung so verstörend fand, will ich helfen, dass möglichst wenige Menschen so etwas erleben müssen – und erst recht die wirklich schlimmen Krankheitsverläufe“, erklärt die Daimler-Managerin dem „Spiegel“. Und weiter: „Was ich nämlich weiß: Corona ist unberechenbar, beängstigend, tödlich.“

Daimler: Managerin arbeitet im Impfzentrum - das sind ihre neuen Aufgaben

Neben der Organisation und Koordinierung der verschiedenen Teams betreut von Kempis zusammen mit ihren Kollegen die Menschen im Berliner Impfzentrum vor und nach der Impfung. Entsprechend empfangen und registrieren sie die Menschen, die sich Impfen lassen und dokumentieren die Abläufe.

Von Kempis stellt aber auch klar: „Wir vergeben keine Termine, wir stellen keine Ärzte – das organisiert die kassenärztliche Vereinigung –, wir liefern keinen Impfstoff.“ Zudem lobt die Daimler-Managerin den Zusammenhalt des Teams im Berliner Impfzentrum. Es ist völlig klar, was wir mit dem Impfzentrum wollen: Wir wollen den Menschen beim Kampf gegen Corona helfen – und das wird hier sicher jeder unterschreiben, egal ob Betreuer, Ärztin oder Security-Mann“, sagt von Kempis.

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