Produktionsstopp bei der Daimler AG

Kurzarbeit bei Daimler: Werke laufen wieder an - mit einer Ausnahme

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Wegen der weltweiten Lieferengpässe bei Halbleitern musste Daimler immer wieder Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Jetzt ist Besserung in Sicht, doch nicht überall.

Update, 3. September: Die Achterbahnfahrt bei Daimler geht auch im September weiter. Nachdem die Produktion im August aufgrund des Halbleitermangels teilweise gestoppt werden musste, kann der schwäbische Autobauer seine Werke nun wieder hochfahren.

Alle Werke? Nein, das Werk in Sindelfingen bleibt als einziger Standort weiterhin betroffen. Wie Daimler der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mitteilte,  werde die Produktion wie bisher weiter in Teilbereichen stillstehen. Die betroffenen Mitarbeiter würden meist in Kurzarbeit geschickt, konkrete Zahlen nannte der Automobilkonzern jedoch nicht.

An allen anderen Standorten solle die Produktion ab der kommenden Woche wieder „nahezu uneingeschränkt“ laufen. Entsprechend solle an den Mercedes-Standorten in Bremen, Rastatt sowie im ungarischen Kecskemét - anders als diese Woche - voll gearbeitet werden.

Daimler: Werke laufen wieder an - Halbleitermangel wirkt sich auf Absatz aus

Der Automobilwoche erklärte Daimler-Vorstandschef Ola Källenius zudem, dass der anhaltende Halbleitermangel sich auch auf den Absatz auswirke. Die Autoverkäufe würden im dritten Quartal „voraussichtlich spürbar“ unter denen des zweiten Jahresviertels liegen. Von April bis Juni hatte Daimler den Angaben zufolge rund 590 000 Fahrzeuge der Marken Mercedes und Smart ausgeliefert.

Eine Prognose, wann die Halbleiter-Krise enden könnte, wagte Källenius jedoch nicht. Längerfristige Prognosen seien schwierig, intern geht man bei Daimler jedoch davon aus, dass es sich die aktuelle Situation bis Mitte 2022 ziehen könnte. Doch für Källenius zählt etwas anderes mehr: „Wichtig ist, dass die Nachfrage nach den Fahrzeugen da ist. Irgendwann wird auch das Problem der Halbleiter gelöst sein.“

Daimler: Kurzarbeits-Schock in Bremen! Tausende Mitarbeiter betroffen

Update, 11. August: Wie gewonnen, so zerronnen. Dieses Sprichwort passt aktuell auch auf die Situation bei Daimler: Erst am Montag endete dort für viele Mitarbeiter die Kurzarbeit. Für viele Mitarbeiter im Mercedes-Benz-Werk in Bremen hielt die Freude darüber jedoch nur kurz an.

Denn wie das Portal „buten un binnen“ berichtet, schickt Daimler dort in der kommenden Woche wieder rund 7.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Die meisten davon sind in den Bereichen Rohbau und Lackiererei beschäftigt. Daimler begründet diese Maßnahme weiterhin mit dem weltweitem Lieferengpass bei Halbleiterkomponenten.

Kurzarbeit-Wende bei Daimler: Produktion läuft wieder - mit Ausnahmen

Update, 9. August: Wochenlang ging in den Pkw-Werken von Daimler wegen der Chipkrise so gut wie nichts mehr. Nahezu alle Bänder standen still - zumindest teilweise. Für die Mitarbeiter an den betroffenen Standorten ging es in Kurzarbeit, doch die könnte nun enden.

Denn ab heute (9. August) laufen die Bänder in Sindelfingen, Rastatt und Bremen wieder, wie eine Daimler-Sprecherin den Stuttgarter Nachrichten mitteilte. Allerdings werde die Produktion nur in Bremen die ganze Woche durchlaufen, an den anderen Standorten werde es an einzelnen Tagen weiter Unterbrechungen geben.

Daimler: Produktionsunterbrechungen in Sindelfingen - aber keine Kurzarbeit

„Das Werk Sindelfingen passt in Teilbereichen aufgrund des anhaltenden Lieferengpasses die Fahrweise am 12. und 13. August an“, erklärte die Daimler-Sprecherin. Anders als in den vergangenen Wochen ist dieses Mal auch die Factory 56 von den Unterbrechungen betroffen. Neben der S-Klasse wird dort auch der Mercedes-Benz EQS gebaut. Kurzarbeit soll es jedoch nicht mehr geben. Stattdessen setzt Daimler auf andere „Arbeitszeitinstrumente“, wie beispielsweise Gleitzeitkonten.

Kurzarbeit bei Daimler in Sindelfingen verlängert: Produktion gestoppt

Update, 3. August: Erneut gibt es schlechte Nachrichten bei Daimler: Der Autobauer hat die teilweisen Produktionsstopps und somit die Kurzarbeit in seinen Werken in Sindelfingen und Bremen verlängert – bis mindestens Ende dieser Woche (KW31). Tausende Daimler-Mitarbeiter bleiben somit in Kurzarbeit. Am Dienstag begründete auf Anfrage eine Konzernsprecherin in Stuttgart die Kurzarbeit bei Daimler mit der anhaltenden Halbleiter-Krise in der Fahrzeugbranche. Zunächst hatten die Stuttgarter Nachrichten darüber berichtet.

Die Produktion in den Mercedes-Werken in Bremen sowie teils in Sindelfingen ist bereits seit vergangener Woche unterbrochen, hätte ursprünglichen Angaben zufolge aber diese Woche wieder aufgenommen werden sollen. Abseits dessen bleibt wie geplant vorerst auch die Produktion in den Werken in Rastatt und im ungarischen Kecskemét ausgesetzt. In Rastatt soll es nächste Woche weitergehen, in Kecskemét Mitte August, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.

Produktionsstopp bei Daimler in Sindelfingen verlängert: Tausende Mitarbeiter in Kurzarbeit

In Bremen werden vor allem die C-Klasse und der Geländewagen GLC produziert, in Sindelfingen rollen neben der E-Klasse beispielsweise auch die S-Klasse sowie deren elektrisches Pendant EQS vom Band. Die Produktion von letzteren beiden gewinnträchtigen Modellen läuft nach Konzernangaben aber wie gehabt weiter.

Im Bremer Werk sind mehr als 12.000 Menschen beschäftigt, in Rastatt rund 6.500, in Kecskemét etwa 4.700 und in Sindelfingen sogar 25.000. Mitarbeiter dieser vier Standorte waren in den vergangenen Monaten vorübergehend immer wieder in die Kurzarbeit. Hintergrund sind weltweite Probleme beim Nachschub von Elektronik-Chips, die auch andere Autokonzerne zu Unterbrechungen der Produktion zwingen.

Wieder Kurzarbeit bei Daimler in Sindelfingen: Unternehmen äußert sich

Update, 27. Juli: Der Halbleiter-Mangel in der Automobilbranche entwickelt sich allmählich zu einem Langzeitproblem. Auch der Stuttgarter Autobauer Daimler bekommt die Halbleiter-Krise knallhart zu spüren und muss nun erneut Konsequenzen ziehen und Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Davon betroffen sind Mitarbeiter der Daimler-Werke in Sindelfingen, Rastatt und Bremen, teilt der Konzern am Dienstag auf Anfrage der Stuttgarter Nachrichten mit.

Doch nicht nur in Deutschland stehen an einigen Standorten der Daimler AG die Bänder still. Der Grund: Der Konzern aus Stuttgart bestätigt, dass auch die Produktion im ungarischen Werk in Kecskemét vorerst still steht – und zwar für insgesamt drei Wochen bis Mitte August, heißt es von Daimler. Weniger dramatisch ist die Lage für Mitarbeiter in Deutschland. Denn: In Rastatt soll es nur bis Ende kommender Woche zu Unterbrechungen in der Produktion kommen.

Kurzarbeit bei Daimler in Sindelfingen: Auch andere Werke sind betroffen

In Sindelfingen und Bremen sollen die Unterbrechungen Berichten der Stuttgarter Nachrichten zufolge nur bis Ende der aktuellen Woche geplant sein. Sprich: Die Daimler-Mitarbeiter der Werke in Deutschland können womöglich bald wieder regulär arbeiten, allerdings ist noch nicht absehbar, wie sich der Halbleiter-Mangel weiter entwickelt wird. Gut möglich also, dass die aktuelle Phase der Kurzarbeit in Werken der Daimler AG nicht die Letzte ist.

NameDaimler AG
HauptsitzStuttgart, Baden-Württemberg
CEOOla Källenius (Seit 05/2019)
Gründung17. November 1998, Stuttgart
Anzahl der Mitarbeiter288.481

Wie viele Daimler-Mitarbeiter von der Kurzarbeit aktuell betroffen sind, teilt der Stuttgarter Autobauer auf Anfrage der Stuttgarter Nachrichten nicht mit. Aber: Im Werk in Sindelfingen habe man die Produktion nur in Teilbereichen gestoppt, heißt es von Daimler. In vielen Bereichen läuft die Produktion normal weiter, auch das in Sindelfingen gebaute gewinnträchtige Montagewerk Factory 56 wird ganz normal weiter produziert, teilt der Stuttgarter Autobauer mit.

Kurzarbeit bei Daimler: Nicht nur der Halbleiter-Mangel ist das Problem

Im Werk in Sindelfingen beschäftigt die Stuttgarter Daimler AG rund 25.000 Mitarbeiter, in Bremen etwa 12.000 und in Rastatt rund 6.500 Mitarbeiter. Im Ungarischen Kecskemét arbeiten nach Informationen der Stuttgarter Nachrichten etwa 4.700 Personen für die Daimler AG. Alle vier Werke waren in der jüngeren Vergangenheit immer wieder von Kurzarbeit und Produktionsstopps betroffen. Neben fehlenden Halbleitern ist vor allem auch der anhaltende Mangel an Elektronik-Chips ein großes Problem.

Update, 13. Juli: Bei Daimler ist der Wurm drin: Ständig fehlen andere Halbeiter-Teile, die die Produktion in den Werken des Autobauers zum Stocken bringen. In Sindelfingen steht die Produktion sogar still. In einem Bericht der Stuttgarter Zeitung heißt es: „In Bremen, Rastatt und Kecskemét (Ungarn) „läuft die Produktion diese Woche“. Eine Prognose, wann sich der Halbleiterengpass im Laufe des Jahres auflösen wird, sei nicht möglich.“

Produktionsstopp bei Daimler in Sindelfingen: Ein Langzeit-Problem?

Vom Ausfall betroffen sind aktuell die E-Klasse, S-Klasse und der EQS. Besonders diese Fahrzeuge seien allerdings prädestiniert und einem höheren Risiko ausgesetzt, bei Lieferschwierigkeiten betroffen zu sein. Obwohl Daimler seit Monaten versucht, dem Problem mit den Halbleitern entgegenzuwirken, konnte der Automobilriese nichts dagegen tun. Auch andere Autobauer sind betroffen. Da aktuell BMW am besten durch die Krise kommt, liegt es nahe, dass sich Daimler die dortigen Einkaufsprozesse genauer ansehen wird.

Daimler: Produktionsstopp in Sindelfingen – Langzeit-Problem droht

Die Stuttgarter Zeitung mal in ihrem Bericht ein düsteres Szenario: Drastisch beschreibt eine neue Studie des CAR die Lage: „Die Zahlen zeigen, dass der Pkw-Weltmarkt erheblich durch die Chipknappheit getroffen wird.“ Demnach ist noch in diesem Jahr mit dem Höhepunkt der Halbleiterknappheit zu rechnen: „Wir gehen davon aus, dass 2021 weltweit 5,2 Millionen Pkw-Neuwagen ,verloren’ gehen“, sagt Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer. Dies entspreche in etwa den gesamten Fahrzeugverkäufen von Daimler und BMW im Jahr 2020 oder fast der Hälfte der Pkw-Produktion in der EU.“

Ein Ende des Materialmangels scheint nicht in Sicht. Viel mehr gehen Experten davon aus, dass Daimler noch bis 2030 damit zu kämpfen haben wird – und dann auch schon vor dem nächsten Problem stehen könnte: „das Verfügbarkeitsproblem bei den Batteriezellen. Mit dem neuen US-Plan, in großem Maßstab die Elektromobilität auszubauen, mit den europäischen CO2-Regulierungen und dem Übergang zum Elektroauto in China steige die weltweite Nachfrage erheblich.“

Daimler: Produktionsstopp in Sindelfingen – schwere Folgen für Mitarbeiter

Update, 9. Juli: Erst vor wenigen Wochen machte ein Mangel an Halbleitern der Daimler AG zu schaffen. Weil das wichtige Bauteil fehlte, mussten sogar Daimler-Mitarbeiter in Kurzarbeit, mehrere Standorte waren davon betroffen. Im Werk in Sindelfingen stoppt die Produktion nun abermals – und wieder sind die fehlenden Halbleiter der Grund dafür. Eine Sprecherin der Daimler AG bestätige der Deutschen-Presse-Agentur DPA, dass die Produktion im Werk in Sindelfingen erneut ausgesetzt wurde.

Das gelte auch für die kommende Woche, sagt die Sprecherin. In Bremen, Rastatt und Kecskemét (Ungarn) werde die Produktion aber weiterlaufen. Die Zwangspause in Sindelfingen führt allerdings dazu, dass einige Daimler-Mitarbeiter am Standort erneut in Kurzarbeit müssen. Berichten der Stuttgarter Nachrichten zufolge ist ein Ende des Halbleiter-Mangels noch nicht in Sicht. „Die Situation ist volatil. Wir fahren auf Sicht“, erklärt die Sprecherin weiter.

Daimler AG: Halbleiter wieder knapp – Kurzarbeits-Schock für Mitarbeiter

Das Unternehmen sei aber in engem Kontakt mit direkten Zulieferern sowie Halbleiter-Lieferanten. Die Stuttgarter Nachrichten berichten zudem in Berufung auf Mitarbeiterkreise, dass sich die Lage in Bezug auf die fehlenden Halbleiter verschärft habe, weil sich in Malaysia die Corona-Lage wieder verschlechtert habe. Seit Mitte Juni ist das Land erneut im Lockdown. Die wirtschaftlichen Folgen bekommt nun offenbar auch die Wirtschaft in Deutschland zu spüren.

In der Vergagenheit ist es immer wieder zu Lieferengpässen gekommen, weil schlichtweg Teile fehlten. „Daraus müssen wir unsere Lehren ziehen. Batteriezellen und Halbleiter gehören zum Kerngeschäft“, sagt der Sindelfinger Betriebsratsvorsitzende Ergun Lümali auf Nachfrage der Stuttgarter Nachrichten dazu. Sein Appell ist deshalb: „Wir müssen solche kritischen Komponenten künftig mehr im Fokus haben.“ Sprich: Die Abhängigkeit von Lieferanten aus dem Ausland muss Daimler in den Griff bekommen.

Daimler: Erneuter Kurzarbeits-Schock – Halbleiter bleiben weiter knapp 

Update, 15. Juni: Der weltweite Halbleitermangel macht Daimler auch weiterhin zu schaffen. Erst vor wenigen wurde deswegen ein Großteil der Mitarbeiter im Werk in Bremen erneut in Kurzarbeit geschickt. Doch dabei bleibt es nicht, auch das Mercedes-Benz-Werk in Rastatt ist wieder von Kurzarbeit betroffen.

Die Produktion des EQA soll jedoch nicht betroffen sein. „Die Elektro-Offensive von Mercedes-Benz hat weiterhin höchste Priorität“, betonte eine Sprecherin auf Anfrage der Stuttgarter Nachrichten. Zudem gibt es auch im Daimler-Werk im ungarischen Kecskemet Einschränkungen bei der Produktion.

 „Wir fahren weiterhin auf Sicht“, erklärte die Daimler-Sprecherin das Vorgehen des Automobilkonzerns in der anhaltenden Halbleiter-Krise. Allerdings sei die Situation so schwankend, dass man keine Prognose zu den Auswirkungen abgeben könne. Intern rechnet Daimler indes damit, dass man bis Mitte nächsten Jahres immer wieder Kurzarbeit anmelden muss.

Daimler: Halbleiter weiter knapp - erneuter Kurzarbeits-Schock? 

Update, 11. Juni: Die Arbeit in der Produktion der Daimler-Tochter Mercedes-Benz gleicht derzeit einer Achterbahnfahrt. Erst vor wenigen Wochen hatte der Automobilhersteller aus Stuttgart seine Mitarbeiter aus der Kurzarbeit zurückgeholt. Doch wie es bei einer Achterbahn nun mal so ist - kaum geht es bergauf, folgt auch schon der Sturz in die Tiefe.

So ist es auch bei Mercedes-Benz. Wie buten un binnen berichtet, fahre die Daimler-Tochter die Produktion in ihrem Bremer Werk wegen des anhaltenden Chip-Mangels erneut herunter. Entsprechend sei dort ab kommendem Sonntag Kurzarbeit angeordnet. Auf Anfrage von buten un binnen teilte Daimler lediglich mit, dass man sich nicht zu laufenden Verhandlungen äußere. Intern rechne der Automobilkonzern aus Stuttgart aber damit, dass man bis Mitte nächsten Jahres immer wieder Kurzarbeit anmelden muss.

Nach Kurzarbeits-Schock bei Daimler: Mitarbeiter können aufatmen

Update, 18. Mai: Diese Meldung dürfte wohl bei Tausenden Daimler-Mitarbeitern für Erleichterung gesorgt haben: Die Kurzarbeit beim Stuttgarter Automobilkonzern ist weitestgehend Geschichte, dabei war mit Sindelfingen erst kürzlich ein weiterer Standort hinzugekommen.

Dort laufe die Produktion aber ebenso wieder nach Plan wie auch in Bremen, wo die Kurzarbeit bereits Mitte der vergangenen Woche endete. Lediglich in Rastatt sind noch einige Teilbereiche in Kurzarbeit. Wie eine Daimler-Sprecherin der dpa bestätigte, sei die Autoproduktion aber nicht mehr betroffen. Grund für die Kurzarbeit an den drei Standorten war der weltweite Halbleitermangel.

Schock für Mitarbeiter: Weiter Kurzarbeit bei Daimler - mit Ausnahmen

Update, 3. Mai: Der weltweite Halbleitermangel sorgt bei Daimler weiterhin für Probleme, deshalb hatte der Automobilkonzern aus Stuttgart Ende April für die Werke in Bremen und Rastatt Kurzarbeit angemeldet. Tausende Mitarbeiter waren von der drastischen Maßnahme betroffen, doch es gab ein Licht am Ende des Tunnels. Die Kurzarbeit war zeitlich begrenzt.

Doch die Hoffnung auf ein schnelles Ende der Kurzarbeit hielt nicht lange an, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, hat Daimler die Kurzarbeit inzwischen verlängert. Für das Werk in Bremen sei demnach eine Verlängerung bis zum 11. Mai beantragt worden, in Rastatt soll die Kurzarbeit sogar noch länger gelten: Dort wurde die Maßnahme für einige Teilbereiche demnach bis Ende kommender Woche ausgedehnt.

Daimler: Nicht alle Mitarbeiter von Kurzarbeit betroffen

Wie viele Mitarbeiter in den beiden Werken von der Kurzarbeit betroffen sind, ist nicht klar. Allerdings haben in Rastatt einige Bereiche die Arbeit wieder aufgenommen, wie Daimler auf Anfrage der dpa mitteilte. Zudem hatte der Automobilkonzern aus Stuttgart bereits Ende April einige Mitarbeiter von der Kurzarbeit ausgenommen.

Zusätzlich zu Mitarbeitern in „strategischen Projekten“ war auch solche in sogenannten Grundfunktionen - dazu zählt Daimler unter anderem die Bereiche Instandhaltung und Versorgung - sowie Qualifizierungsthemen nicht von der Kurzarbeit betroffen. Doch Daimler ist nicht alleine mit der Problematik, auch Audi hat für den Mai vorsorglich Kurzarbeit angemeldet.

Daimler: Bremen und Rastatt nur der Anfang? Kurzarbeits-Schock!

Update, 24. April: Der Mangel an Halbleitern bereitet dem Automobilhersteller Daimler auch weiterhin große Sorgen, seit Freitag müssen daher an den Standorten Bremen und Rastatt wieder Tausende Mitarbeiter in Kurzarbeit. Zunächst jedoch nur bis zum Ende der kommenden Woche.

Bislang sind noch keine anderen Werke von Daimler betroffen, das könnte sich aber in den nächsten Wochen änder, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Demnach habe Finanzvorstand Harald Wilhelm am Freitag vor Journalisten erklärt, dass es in den nächsten Wochen „hier und dort“ zu Produktionsstopps und Kurzarbeit kommen könne.

Kurzarbeit bei Daimler: Auswirkungen auch auf S-Klasse?

Der Daimler-Vorstand ließ aber offen, welche Standorte davon betroffen sein könnten. Auch zu den Zeiträumen nannte Wilhelm laut dpa keine Details. Denn: Das hänge davon ab, wann wo welche Chipteile verfügbar seien und wie man die Auswirkungen der Krise möglichst gering halten könne. „Das ist taktisches Arbeiten Woche für Woche und sicherlich nicht in unserem Interesse, dass wir das irgendwie ausschlachten“, betonte der Daimler-Finanzvorstand.

Wilhelm machte auch klar, das mehre Produktklassen aufgrund des Halbleitermangels von Produktionsunterbrechungen betroffen sein könnten. Das gelte auch für die hochpreisigen Modelle wie die in Sindelfingen gebaute S-Klasse. Allerdings werde Daimler versuchen, die Auswirkungen des Halbleitermangels so gut es geht von dem Top-Modell fernzuhalten - garantieren könne man das aktuell aber nicht.

Kurzarbeit für Tausende bei Daimler: Zwei Werke betroffen - mit Ausnahmen

Update, 22. April: Etwas mehr als zwei Monate ist es her, dass Daimler die Kurzarbeit wegen des anhaltenden Halbleitermangels beendete. Gleich an mehreren Standorten konnten die Mitarbeiter aufatmen, doch inzwischen hat sich die Situation wieder verschärft. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, hat Daimler deswegen für die Mercedes-Benz-Werke in Rastatt und Bremen erneut Kurzarbeit angemeldet.

Zunächst von Freitag bis zum Ende der nächsten Woche. Allerdings mit Einschränkungen, so sind Mitarbeiter in „strategischen Projekten“ und sogenannten Grundfunktionen - wie etwa die Bereiche Instandhaltung und Versorgung - sowie Qualifizierungsthemen von der Kurzarbeit ausgenommen.

Ob auch für weitere Standorte - wie das Werk im ungarischen Kecskemét, das auch Anfang des Jahres betroffen war - Kurzarbeit geplant ist, wollte Daimler auf dpa-Anfrage nicht im Detail beantworten. Der Stuttgarter Automobilkonzern erklärte aber, man sei mit den Halbleiter-Lieferanten im Austausch und passe die „Fahrweisen in einzelnen Werken an“, sollte das nötig sein. Da die Situation sich ständig ändere, fahre man auf Sicht. Daimler ist allerdings nicht allein, denn auch Audi hat inzwischen wieder Kurzarbeit angemeldet.

Nach Kurzarbeits-Schock: Aufatmen bei Daimler-Mitarbeitern

Update, 12. Februar: Der weltweite Halbleitermangel stellt die Automobilbranche - und somit auch Daimler mit seiner Tochter Mercedes-Benz - vor enorme Herausforderungen. Zahlreiche Hersteller mussten deswegen in ihren Werken Kurzarbeit anmelden - so auch Daimler.

Auch wenn es noch immer an wichtigen Chips für die Autoproduktion mangelt, hat sich die Situation in den Werken von Daimler wieder normalisiert. „Die Werke Rastatt, Bremen, Kecskemét sind planmäßig seit Montag wieder angelaufen“, erklärte eine Daimler-Sprecherin auf Anfrage von echo24.de. Das gilt auch für das Mercedes-Benz-Werk in Hamburg, wo die Kurzarbeit ohnehin nur für eine Woche beantragt war.

Schock für Daimler-Mitarbeiter: Noch mehr Werke von Kurzarbeit betroffen

Update, 1. Februar: Während am Montag bei Audi die Kurzarbeit in der Produktion endet, hat Daimler weiterhin mit den Folgen des Lieferengpasses für bestimmte Halbleiterkomponenten zu kämpfen. In den Mercedes-Benz-Werken in Rastatt, Bremen und Ungarn wird deswegen bereits kürzer gearbeitet.

Am Montag kam nun ein weiteres Werk hinzu. „Das Mercedes-Benz Werk Hamburg hat aufgrund des anhaltenden Lieferengpasses für wenige Teilbereiche der Produktion für eine Woche mit Start am 01. Februar Kurzarbeit beantragt“, erklärte eine Daimler-Sprecherin auf Anfrage von echo24.de.  

Schock für Daimler-Mitarbeiter: Weitere Werke von Kurzarbeit betroffen

Update, 15. Januar: Nur wenige Tage sind vergangen, seit Daimler für sein Werk in Rastatt Kurzarbeit anmelden musste. Inzwischen ist klar, dass die Lieferschwierigkeiten nicht nur Daimler zu drastischen Maßnahmen zwingen. Auch Audi hat inzwischen für die Standorte in Neckarsulm und Ingolstadt Kurzarbeit angemeldet.

Und auch bei Daimler verschärft sich die Lage weiterhin. Neben Rastatt sind auch die Werke in Kecskemét und Bremen von der Kurzarbeit aufgrund des Chipmangels betroffen. Während die Kurzarbeit in Rastatt bereits am kommenden Montag beginnt und zunächst bis Anfang Februar läuft, hat Daimler diese in Bremen lediglich für die erste Februar-Woche beantragt.

Auf Anfrage von echo24.de betonte Daimler zudem, dass die Elektrooffensive „weiterhin höchste Priorität“ hat. Ob noch für weitere Standorte Kurzarbeit und eine Anpassung der Produktion geplant sind, konnte Daimler noch nicht beantworten. „Wir beobachten und evaluieren die Situation kontinuierlich in enger Abstimmung mit unseren Lieferanten. Es ist aktuell noch zu früh, um Aussagen zu den konkreten Auswirkungen treffen zu können“, erklärte eine Sprecherin des Unternehmens auf Anfrage von echo24.de.

Daimler/Stuttgart: Schon wieder Kurzarbeit – doch nicht wegen Corona

Erstmeldung, 13. Januar: Wegen der Corona-Pandemie hatte Daimler letztes Jahr im März seine Produktion heruntergefahren. Nur wenige Woche später meldete der Automobilkonzern aus Stuttgart Kurzarbeit an. Wie auch das öffentliche Leben kehrte Daimler in den folgenden Wochen schrittweise zur Normalität zurück.

Die neue S-Klasse, die im September präsentiert wurde, und die neue hochmoderne Fabrik „Factory 56“ waren eine Art Hoffnungsträger für Daimlers Zukunft. Denn die Corona-Pandemie hatte die Krise bei Daimler weiter verschlimmert und neue Sparmaßnahmen zur Folge.

Daimler/Stuttgart: Kurzarbeit wegen Materialmangel in Rastatt

Inzwischen ist aber klar, ganz kann Daimler die Kurzarbeit nicht hinter sich lassen. Der Grund ist nicht etwa der verlängerte Lockdown in Baden-Württemberg, sondern Materialmangel. Denn wie viele Autohersteller ist auch Daimler auf sogenannte Halbleiter angewiesen und die sind derzeit knapp.

Deswegen wird aufgrund des Chipmangels ab Freitag in Rastatt kurzgearbeitet. Zuerst hatten die Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) am Dienstag darüber berichtet. Wie lange die Kurzarbeit andauert, ist noch nicht bekannt. Allerdings dürfte das Ende auch vom weltweiten Lieferengpass bei den Halbleitern abhängig sein.

Daimler/Stuttgart: EQA-Produktion in Rastatt vorerst nicht betroffen

Daimler betont jedoch, auf solche Schwankungen dank hoher Flexibilität in den Werken jederzeit reagieren zu können. Somit auch in Rastatt, wo 6.500 Mitarbeiter die A- und B-Klasse sowie den GLA produzieren. Künftig soll dort auch der vollelektrische EQA vom Band rollen.

Bei dem Modell handelt es sich um das zweite Elektroauto der EQ-Marke der Daimler-Tochter Mercedes-Benz. Der Produktionsstart soll jedoch laut Daimler nicht von dem Chip-Engpass betroffen sein. „Die Mercedes-EQ-Elektrooffensive wird weiter mit höchster Priorität fortgesetzt“, erklärt ein Daimler-Sprecher gegenüber den BNN. Daimler habe die aktuelle Situation im Blick und sei im engen Austausch mit den Lieferanten. Allerdings sei es noch zu früh, um sich zu möglichen Auswirkungen zu äußern.

Rubriklistenbild: © Daimler AG - Global Communication

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