Fokus auf E-Mobilität

Daimler in der Krise: Sparmaßnahmen treffen Werk in Berlin – Tausende Jobs in Gefahr

Eine Mitarbeiterin von Mercedes-Benz arbeitet im Werk „Factory 56“.
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Um die deutsche Autoindustrie steht es nicht gut. (Symbolbild)
  • Julia Cuprakowa
    vonJulia Cuprakowa
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Die Daimler AG steckt in der Krise und muss sparen. Nach Ärger um ein Werk in Stuttgart sind nun Tausende Jobs in einem Daimler-Werk in Berlin in Gefahr. 

Der Stuttgarter Autohersteller Daimler hat mit massiven Problemen zu kämpfen. Durch die Coronavirus-Pandemie und den Diesel-Skandal ist der Konzern gezwungen, einen deutlich strengeren Sparplan zu verfolgen als ursprünglich geplant. Die Folge: Tausende Menschen könnten ihre Arbeitsplätze verlieren.

Dachgesellschaft Daimler AG
CEOOla Källenius
Zentrale Stuttgart
Gründung 17. November 1998, Stuttgart
Tochterunternehmen Mercedes-Benz, Mercedes-AMG, Smart, usw.

Die Autobranche befindet sich im Wandel - und wer eine erfolgreiche Zukunft haben möchte, muss umdenken. Deswegen will sich die Daimler AG künftig mehr auf E-Fahrzeuge konzentrieren und nicht mehr in die Produktion von Verbrennungsmotoren investieren. Im Zuge dieses Wandels könnten Tausende Daimler-Mitarbeiter ihre Jobs verlieren. Der Wandel und die harten Sparmaßnahmen treffen nicht nur Mitarbeiter, sondern ganze Werke - vor allem die Standorte in Untertürkheim und Berlin.

Daimler in der Krise: Neben Werk in Untertürkheim - 2.500 Jobs in Berliner Niederlassung in Gefahr

Am Standort Untertürkheim bei Stuttgart sollen bis 2025 rund 4.000 der insgesamt 19.000 Arbeitsplätze wegfallen, wie der Betriebsrat in einer Mitteilung an die Belegschaft mitteilte. Außerdem soll der Fokus des Werks in Untertürkheim in Zukunft bei „Entwicklungs- und Befähigungsstandort für Elektromobilität“ liegen - statt wie bisher bei klassischen Verbrennungsmotoren, wie echo24.de bereits berichtete. Auch beim Mercedes-Benz-Werk in Berlin sind etwa 2.500 Stellen durch die Umstellung auf Elektroautos in Gefahr.

Laut dem Handelsblatt will Daimler die Produktion des V6-Dieselmotors in der Hauptstadt Ende 2021 auslaufen lassen. Ein vergleichbares Ersatzprodukt, das die Beschäftigten in Berlin stattdessen mit Arbeit versorgen würde, gibt es derzeit nicht. Die Massenentlassungen in Berlin ist somit ein Teil eines bereits beschlossenen Sparprogramms, mit dem der Stuttgarter Autobauer seine Personalkosten um zwei Milliarden Euro pro Jahr reduzieren will.

Daimler kündigt harte Sparmaßnahmen an - Betriebsrat und IG Metall wollen kämpfen

Um die harten Sparmaßnahmen in die Tat umsetzten zu können, stellt das Unternehmen bereits geschlossene Produktionsvereinbarungen infrage. Außerdem soll Daimler geltende Vereinbarungen zum Umbau der Fertigung verändern oder gar aufheben wollen, wie spiegel.de berichtet. „Es macht überhaupt keinen Sinn, ein dermaßen gut etabliertes Werk mit seinem ganzen Know-how gezielt ausbluten lassen zu wollen. Dagegen werden wir uns mit allen Beschäftigten und mit der IG Metall zur Wehr setzen“, sagte der Betriebsratsvorsitzende.

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