Ergebnis der Weltklimakonferenz

Daimler als Vorreiter bei Klimaschutz? Verbrenner-Aus nur für diese Sparte

 Mercedes-Benz EQC Aufladen
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In 40 Minuten auf 80 Prozent. Mit 110 kW wird der EQC geladen, und holt damit wieder ordentlich Reichweite.
  • Julia Cuprakowa
    VonJulia Cuprakowa
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Daimler unterstützt die Klimaziele der Weltklimakonferenz und will sich an das Enddatum für Verbrenner-Aus halten – aber nur zum Teil.

Überschwemmungen, extreme Unwetter und milde Winter – das sind eindeutige Anzeichen dafür, dass das Weltklima aus den Fugen geraten ist. Es ist höchste Zeit etwas dagegen zu tun. Deswegen bekennen sich mehr als 100 Akteure auf der Weltklimakonferenz zu einem Enddatum für den Verbrennungsmotor.

Die noch amtierende Bundesregierung hat der Allianz aber die Unterschrift verweigert. Die Erklärung der Weltklimakonferenz sieht vor, dass der Verkauf von Verbrennerautos in führenden Märkten bis spätestens 2035 enden soll, weltweit soll das bis 2040 geschehen.

Daimler: Verbrenner-Aus für Klimaschutz - aber nur bei Mercedes-Benz Autos und Vans

Seit dem 10. November ist endgültig klar: Deutschland wird die Erklärung der Weltklimakonferenz zum Aus für Verbrennungsmotoren nicht mittragen. Kein Wunder also, dass bei Daimler die Glasgower Verpflichtung für ein Enddatum für den Verbrennungsmotor explizit für die Sparte Mercedes-Benz Autos und Vans gilt.

Im großen Geschäft mit Lkw und Bussen stehe die Elektrifizierung zwar oben auf der Tagesordnung, aber es gebe dort andere Zeitleisten, teilte ein Konzernsprecher der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart mit. Dabei tut Daimler mehr als andere Automobilhersteller Deutschlands.

Insgesamt elf Automobilhersteller tragen laut einem Dokument der britischen Regierung die Initiative mit, darunter als einziger deutscher Hersteller Mercedes-Benz. Unter der Marke mit dem Stern werden bei Daimler sowohl Autos als auch Lkw verkauft. Große deutsche Player wie VW oder BMW fehlen hingegen auf der Liste der Unterstützer.

Verbrenner-Aus bei Daimler: Ola Källenius bezieht klar Stellung

Daimler-Vorstandschef Ola Källenius hatte bei einer Handelsblatt-Branchentagung deutlich gemacht, dass die Verpflichtung der Stuttgarter zu den bisherigen Unternehmens-Ansagen passe. Der Hersteller signalisierte bereits im Juli mehr Ehrgeiz für den Durchbruch der eigenen E-Flotte: Das Mercedes-Benz-Geschäft soll auf elektrisches Fahren ausgerichtet* werden.

In 40 Minuten auf 80 Prozent. Mit 110 kW wird der EQC geladen, und holt damit wieder ordentlich Reichweite.

2025 wollen die Schwaben 50 Prozent ihrer Neuverkäufe mit vollelektrischen oder Plug-in-Autos erzielen und das trotz der vorherrschenden weltweiten Halbleiter-Krise. Bis zum Ende des Jahrzehnts will man vollelektrisch werden – überall dort, wo es „die Marktbedingungen zulassen“.

Verbrenner-Aus für Klimaschutz - Deutschland mit Kritik an Glasgower Erklärung

Deutschland verweigert nach früheren Angaben die Mitarbeit bei der Glasgower Erklärung. 31 andere Staaten, darunter Indien und die Türkei, ziehen hingegen mit. Grund für die Berliner Ablehnung ist nach Angaben des Bundesumweltministeriums, dass die Erklärung den Einsatz synthetischer Kraftstoffe in Verbrennungsmotoren unmöglich mache.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) teilte dazu auf Anfrage mit: „Die Haltung einzelner Unternehmen zu der Initiative von Glasgow basiert auf den jeweiligen Unternehmensstrategien.“ Der Verband sprach sich erneut für Technologieoffenheit aus und betonte, für einen emissionsfreien Autoverkehr brauche es unter anderem ausreichend grünen Strom und grünen Wasserstoff.

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