Nach Testfahrt mit Mercedes EQA

Daimler verspricht Premium-Elektroauto – Jan Böhmermann sieht‘s anders

Satiriker Jan Böhmermann und der Mercedes Benz EQA.
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Jan Böhmermann hat sich in seinem Podcast über den Mercedes EQA geäußert.
  • Simon Mones
    VonSimon Mones
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In seinem Podcast spricht Jan Böhmermann häufig über Elektroautos. Der Mercedes EQA bekam nun sein Fett weg.

Immer mehr Menschen in Deutschland begeistern sich für die Elektromobilität, darunter offenbar auch der Satiriker Jan Böhmermann. Der Moderator ist bekannt für deutliche Worte und das eben nicht nur in seiner Show „ZDF Magazin Royale“, sondern auch im Spotify-Podcast „Fest und Flauschig“, den er gemeinsam mit Olli Schulz produziert.

In diesem Format redet Böhmermann regelmäßig darüber, was er bei seinen Probefahrten mit verschiedensten Elektroautos - wie Tesla oder dem Volkswagen ID.3 - erlebt hat. „Ich habe schon vor einiger Zeit angekündigt, dass ich sämtliche auf dem Markt verfügbaren Elektromobile testen möchte, um herauszufinden, welches für mich das geeignetste ist“, erklärte der Satiriker, der aktuell einen Porsche Cayenne fährt, in der Folge vom 14. September. Auf seiner Suche nach dem perfekten Stromer stand nun offenbar ein Daimler-Modell auf der Liste.

Nach Test mit Daimler-Elektroauto: Vernichtendes Urteil von Jan Böhmermann

Böhmermann testete jedoch nicht etwa Daimlers neues Vorzeige-Elektroauto, den Mercedes EQS, sondern dessen kleineren Bruder EQA. Und der löste bei dem Satiriker offenbar alles andere als Freudensprünge aus. Insbesondere der Innenraum stieß bei Böhmermann auf wenig Gegenliebe: „Ich weiß nicht, woher das kommt, dass sie überall so farbige LEDs verbauen, die man über ein Display farblich ändern kann.“

Und der ZDF-Moderator legt sogar noch nach: „Ich will nicht die fahrende F*ckhöhle haben, so einen billigen Swingerclub mit LED im Auto.“ Dabei hätte der Mercedes EQA eigentlich leichtes Spiel haben müssen, denn Böhmermann stammt nach eigener Aussage aus einer „Mercedes-Familie“. Dennoch lautet das klare Urteil: „Der EQA hat mich nicht überzeugt.“

Daimler-Konkurrent bekommt Lob von Böhmermann

Und damit scheint er nicht alleine zu sein, wie der Satiriker in dem Podcast erklärt: „Ich hatte das Gefühl, dass die Leute bei Mercedes selbst nicht überzeugt davon sind und den ungern rausrücken wollten.“ Viele Autoverkäufer, Ingenieure und Mechaniker würden das Elektroauto ohnehin als technischen Downgrade brachten, da an dem Motor kaum etwas machbar sei. „Der Elektromotor ist ja nur noch ein bisschen Magnetspule und Metall, und fertig“, erklärte Böhmermann.

Der Mercedes EQA kommt nicht nur bei Jan Böhmermann gar nicht gut an. (Symbolbild)

Doch der Satiriker findet auch lobende Worte für Elektroautos, allerdings nicht für den Mercedes EQA, sondern einen Daimler-Konkurrenten. Den Polestar 2 lobte Böhmermann als „ein Auto, bei dem sich die Leute Gedanken gemacht haben, statt nur alte Teile zu verbauen“. Entsprechend bezeichnete er den Stromer als „ziemlich überzeugenden Kandidaten“.

Doch ob sich Böhmermann wirklich ein Elektroauto anschafft, scheint fraglich, wie er am Ende des Podcasts Fest und Flauschig auf Nachfrage von Olli Schulz verriet. „Ich würde sagen, gar nicht“, so die Antwort des Satirikers. Stattdessen werde er sich vermutlich „vom privaten Kreis wieder in 20 Jahre Benziner quatschen lassen“. Ganz ernst gemeint war diese Aussage wohl nicht, dennoch wird es noch dauern, bis der Moderator unter die Elektroautofahrer geht. Denn noch läuft der Leasingvertrag für seinen Porsche Cayenne.

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