Daimler-Umbau fürs Deutsche Rote Kreuz

Daimler: Nach Impfbus schon nächste Hilfe im Kampf gegen Corona

Setra Low Entry wird zum Krankenwagen mit vier Intensivbetten
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Mit dem Intensivbus kann das DRK künftig mehrere Patienten verlegen.
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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Mit dem Impfbus und dem Impftruck hilft Daimler bereits im Kampf gegen das Coronavirus. Jetzt kommt eine weitere Hilfe hinzu.

Langsam, aber sicher sinken die Coronazahlen in Baden-Württemberg, die dritte Welle scheint gebrochen. Doch eine Zahl ist leider noch immer deutlich zu hoch. Nach den Daten des DIVI-Intensivregisters vom 19. Mai sind noch immer 89,5 Prozent der Intensivbetten in Baden-Württemberg belegt.

Im Kampf gegen das Coronavirus setzt die Rettungsdienst Heidenheim-Ulm gGmbH des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) deshalb nun auf einen ganz besonderen Überlandlinienbus der Daimler-Tochter Setra. Dieser wurde innerhalb von nur sechs Wochen vom Vorführwagen in einen Großraum-Intensivtransportwagen (G-ITW) zur Verlegung von COVID-19-Patienten umgebaut.

Daimler: Überlandlinienbus von Setra wird zu Intensivbus für DRK

Der Umbau des Busses erfolgte im Daimler-Werk in Neu-Ulm, wo bereits im November ein Setra-Fahrzeug in einen Impfbus umgewandelt wurde. Das DRK unterstützte Daimler zudem mit einem weiteren mobilen Impfzentrum. An Bord des Intensivbusses befinden sich vier vollständig ausgestattete Intensivplätze, die dem DRK die Möglichkeit geben, schnell zu reagieren und Intensivpatienten bei Bedarf in andere Krankenhäuser zu verlegen.

Der Daimler-Bus verfügt außerdem über vier elektrohydraulische Fahrtragen mit Beladesystem sowie vier Intensivbeatmungsgeräte, vier Überwachungsmonitore, ein Sonografie- und ein Blutgasanalysegerät. Zusätzlicher Platz bietet zudem ausreichend Stauraum für Medikamente, Pflegeutensilien, zusätzliche Sauerstoffgeräte und Schutzkleidung. Um die Reinigung und Desinfektion zu erleichtern, wurde ein speziell beschichteter ebener Boden eingebaut.

Daimler: Intensivbus des DRK soll in Baden-Württemberg eingesetzt werden

Die Hygienemaßnahmen waren insgesamt ein wichtiger Punkt bei dem Umbau des Busses der Daimler-Tochter Setra. „So kann im Patientenraum nach den Krankentransporten ein Desinfektions-Vernebelungsgerät eingesetzt werden“, heißt es in einer Mitteilung von Daimler.

Der Fahrer und zusätzliche Begleiter werden durch eine Wand vom Patientenraum - in dem Platz für sieben Begleiter ist - hermetisch abgetrennt und so geschützt. Auch die Lüftungsanlage wurde entsprechend umgebaut. Der umgebaute Intensivbus soll hauptsächlich für das  Intensivtransportsystem des Landes Baden-Württemberg verwendet werden, kann aber „auch für überregionale und länderübergreifende Transporte zum Einsatz kommen“.

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