Mobiles Impfzentrum

Daimler mit Impf-Revolution: Bis zu 300 Coronavirus-Impfungen pro Tag

Das Logo der Daimler AG ist an der Konzernzentrale zu sehen. (Symbolfoto)
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Daimler arbeitet an einer Revolution der Coronavirus-Impfungen. (Symbolfoto)
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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Die Mutationen des Coronavirus treiben die Inzidenzen in Deutschland weiter in die Höhe. Doch die Impfungen gehen weiter nur schleppend voran. Das möchte Daimler mit seiner Bus-Tochter Setra jetzt ändern.

Bundesweit steigen die Inzidenzen wieder an, ein Ende des seit November andauernden Lockdowns ist nicht in Sicht. Statt Lockerungen drohen weitere Verschärfungen, vielerorts hat der Einzelhandel schon wieder geschlossen. Doch auch große Unternehmen wie der Automobilkonzern Daimler beobachten die Entwicklung mit Sorge.

Denn während der ersten Welle im vergangenen Jahr standen die Bänder von Daimler zeitweise still und für viele Mitarbeiter ging es ins Homeoffice oder in Kurzarbeit. Um das künftig zu verhindern, hat Daimler kürzlich ein „Null-Toleranz-Prinzip“ eingeführt, dadurch soll die Einhaltung der Hygieneregeln strenger kontrolliert werden. Allerdings gibt es schwere Vorwürfe der Mitarbeiter, dass der Automobilkonzern diese selber nicht besonders ernst nimmt.

Daimler: Setra und Huber Group arbeiten an einem mobilen Impfzentrum

Dennoch zeigt sich Daimler im Kampf gegen das Coronavirus immer wieder sehr engagiert, bereits im November baute der Automobilkonzern aus Stuttgart Corona-Testbusse. Nun folgt der nächste Schritt im Kampf gegen das Coronavirus: ein Impfbus. Dazu baut die Lkw- und Bus-Sparte von Daimler gemeinsam mit der Huber Group einen Setra LE business um.

„Da es keine Dokumentation gab, haben wir den Bus direkt vor Ort entwickelt, sprich die Entwicklung hat direkt am Bus stattgefunden“, sagte der Produktionsleiter des Impfbuses, Michael Wehner, dem Portal bw24.de. „Dabei waren wir immer in enger Abstimmung mit der Entwicklung und der Konstruktion. Das war quasi Pionierarbeit direkt am Produkt.“

Daimler: Impfbus von Setra - Hubert Group betreibt mobiles Impfzentrum

Das mobile Impfzentrum verfügt über vier Impfkabinen, die jeweils durch einen Sichtschutz voneinander getrennt sind. Zudem ist in dem Bus der Daimler-Tochter Setra auch ein Kühlschrank verbaut, in dem die verschiedenen Impfstoffe gegen das Coronavirus gelagert werden können. Um das Infektionsrisiko zu verringern, verfügt der Impfbus zudem über Klimageräte mit Aktivfiltern.

Das mobile Impfzentrum kommt zum Impfling.

„Der wesentliche Vorteil ist natürlich, dass man mit dem Bus zum Impfling kommt und der Impfling nicht anreisen muss“, zitiert das Portal bw24.de* Martin Huber, CEO der Mühlhausener Huber Group. Das Unternehmen wird den Bus betrieben und zudem ein durchgängig digitalisiertes Verfahren beisteuern.

Daimler: Weitere Impfbusse von Setra möglich

Auf Anfrage von echo24.de* erklärte Daimler, dass die offizielle Übergabe an die Huber Group am 31. März erfolgen wird, wie lange der Impfbus im Betrieb sein wird, steht indes nicht fest. „Es können bei Bedarf weitere Busse umgebaut werden“, erklärte Pressesprecher Udo Sürig.

Doch wo kommt der Bus zum Einsatz und woher stammt der Impfstoff? Wie Daimler mitteilte, kann das mobile Impfzentrum sowohl im Auftrag von Unternehmen als auch der Landkreise zum Einsatz kommen. Davon hängt auch ab, woher der verwendete Impfstoff stammt. „Die gesetzliche Impfreihenfolge wird selbstverständlich eingehalten“, erklärt Sürig. Wie bw24.de* berichtet, sollen pro Tag zwischen 250 und 300 Mitarbeiter eines Unternehmens in dem Impfbus geimpft werden. Im Vorfeld erfolgt eine Beratung der Betriebsärzte über die Impfung gegen das Coronavirus. *echo24.de und bw24.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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