40 wurden registriert

Coronavirus in Daimler-Werk Rastatt: Vorwürfe der Mitarbeiter

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Daimler sieht sich mit schwerwiegende Vorwürfen eines Mitarbeiters konfrontiert. (Symbolbild).
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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Im Daimler-Werk gab es mehrere Fälle des Coronavirus. Ein infizierter Mitarbeiter erhebt nun schwerwiegende Vorwürfe.

Auch ein Jahr nach dem Beginn des ersten Lockdowns hat die Corona-Pandemie Baden-Württemberg weiterhin im Griff. So steigt die 7-Tage-Inzidenz in den vergangenen Tagen immer weiter an und auch in einigen Firmen gibt es immer wieder Corona-Ausbrüche - wie bei Würth im Hohenlohekreis.

Wie die Badischen Neusten Nachrichten (BNN) unter Berufung auf das Landratsamt Rastatt berichten, gab es im dortigen Daimler-Werk innerhalb eines Monats 40 Infektionen mit dem Coronavirus. Alleine in den vergangen sieben Tagen sollen es 12 neue Fälle gewesen sein. Auf Anfrage von echo24.de, bestätigte Daimler diese Zahlen nicht, teilte aber mit: „Auch Beschäftigte unseres Unternehmens am Standort Rastatt wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Die Personen befinden sich in ärztlicher Behandlung. Das Unternehmen hat sofort weitere Maßnahmen ergriffen, um seine Mitarbeiter zu schützen.“ Welche das sind, verrät Daimler jedoch nicht.

Daimler: Schwerwiegende Vorwürfe - So reagiert der Automobilhersteller

Zudem erhebt ein Mitarbeiter in den BNN schwere Vorwürfe gegen Daimler, so handele die Werksleitung aus seiner Sicht „inkompetent“. Des Weiteren „sollen Arbeitskollegen nicht als Kontaktpersonen genannt werden“, um Ausfälle durch Quarantäne zu vermeiden.

Diesen Vorwurf verneinte eine Daimler-Sprecherin auf Anfrager von echo24.de und betonte: „Alle Mitarbeiter, die sich im unmittelbaren Kontakt befanden, wurden umgehend aufgefordert, sich in die behördlich empfohlene Selbstquarantäne zu begeben. Bei den zusätzlichen Maßnahmen richten wir uns nach den Vorgaben der Behörden, mit denen wir im engen Austausch stehen.“

Daimler: Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter haben Priorität

Zudem betont Daimler, dass die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter höchste Priorität haben. Am Standort in Sindelfingen wurde deswegen auch ein Null-Toleranz-Prinzip beschlossen, nachdem es dort vermehrt zu Verstößen gegen die Hygiene- und Abstandsregeln gekommen war.

Daimler stellte auf Anfrage aber auch klar: „Unsere Schutzmaßnahmen greifen gut. Zudem haben wir einen digitalisierten, internationalen Meldeprozess. Dieser ermöglicht eine schnelle, systematisierte Erfassung aller COVID-19-Fälle bei Mitarbeitern direkt durch die jeweilige Führungskraft und eine schnelle Nachverfolgung möglicher Kontaktpersonen durch unseren Werksärztlichen Dienst.“

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