Mercedes-Benz und Daimler Truck

Harter Schlag für Daimler: Chef mit Schock-Prognose für 2022

Daimler-Chef Ola Källenius warnt vor den Auswirkungen des weltweiten Halbleiter-Mangels.
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Daimler-Chef Ola Källenius warnt vor den Auswirkungen des weltweiten Halbleiter-Mangels. (Symbolbild)
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    VonChristina Rosenberger
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Die Chipkrise macht nicht nur der Autobranche Sorgen. Dennoch ist es gerade Daimler-Chef Ola Källenius, der jetzt mit einer Aussicht auf 2022 schockt.

Die Automobilbranche ist gebeutelt - nicht nur durch die Corona-Krise, sondern vor allem wegen des Chipmangels. Bereits seit Monaten müssen Autobauer wie Daimler oder Audi die Kurzarbeit verlängern, weil Teile fehlen. Diese sind essenziell für die Produktion - ohne Halbleiter kein Auto.

Also hatte Daimler bereits von Juli bis Ende September mehrfach die Produktion einschränken müssen. Sowohl im PKW- als auch im LKW-Bereich stehen viele Fahrzeuge fast fertig auf Halde, weil nur noch einzelne Chips fehlen, das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Und diese Situation könnte noch eine Weile anhalten.

Daimler: Vorstandschef Ola Källenius mit besorgniserregender Aussicht auf 2022

Denn nach Einschätzung von Daimler-Vorstand Ola Källenius werden die Halbleiter auch im gesamten kommenden Jahr knapp bleiben. Die Lage bei den Chips sei „sehr volatil“, was schlicht „unbeständig“ oder „sprunghaft“ bedeutet. Also rechnet Källenius auch weiterhin immer wieder mit Stillständen. Das sagte der Daimler-Chef am Mittwoch auf einer Branchenkonferenz des Handelsblatts.

Weiter erklärte Källenius bei der Gelegenheit, dass die größten Chiphersteller davon berichten, dass Angebot und Nachfrage sich auch im kommenden Jahr nicht ausreichen werden. Der Vorstandsvorsitzende sagte wörtlich: „Es wird uns im Kalenderjahr 2022 definitiv auch beschäftigen.“

Ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt allerdings, wenn man nach Ola Källenius geht. Denn der gebürtige Schwede erklärt: Sobald wieder genügend Halbleiter verfügbar sind, können viele Fahrzeuge zügig fertiggestellt werden. Die PKW und LKW, die derzeit fast fertig auf Halde sind, können dann schnell ausgeliefert werden. Außerdem legte Daimler trotz der Krise kürzlich erstaunliche Quartalszahlen dar.

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