Folgen auch für Mitarbeiter

Daimler-Aufspaltung mit Folgen: Hammer-Maßnahme wegen IT-Umstellung

Daimler/Stuttgart: Ärger um Dieselskandal - Wird's richtig teuer?
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Daimler steht vor einem der größten Umbrüche der Unternehmensgeschichte. Und der hat Folgen!
  • Simon Mones
    VonSimon Mones
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Die Daimler AG will sich im Oktober in zwei eigenständige Unternehmen aufspalten. Das hat bereits jetzt Folgen für das Unternehmen und seine Mitarbeiter.

In rund einem Monat sollen die Aktionäre der Daimler AG* auf einer außerordentlichen Hauptversammlung darüber entscheiden, ob die Lkw- und Automobilsparte getrennt werden. Der Fahrplan für die Aufspaltung des Stuttgarter Konzerns ist eng getaktet, wie echo24.de* berichtet. Entsprechend werden bereits erste Vorbereitungen getroffen - und die haben Folgen für das ganze Unternehmen.

Künftig werden die Themen Autos und Transporter von der Mercedes-Benz Group AG verantwortet, während die Daimler Truck Holding AG für die Lastwagen und Busse verantwortlich ist. Diese soll noch in diesem Jahr an die Börse gebracht werden*. Daimler-Chef Ola Källenius begründet den erneuten Konzernumbau damit, dass sich die beiden eigenständigen Unternehmen so besser auf die Bedürfnisse ihrer Kunden einstellen können und „dadurch noch leistungsfähiger und erfolgreicher werden“.

Daimler: Einstellungsstopp wegen IT-Systemen - auch Mitarbeiter betroffen

Vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre sollen die IT-Systeme von Daimler im November und Dezember an die neue Unternehmensstruktur angepasst werden. Dafür ist ein aufwendiger Umbau notwendig, wie die Stuttgarter Zeitung berichtet. Als Folge dessen hat die Personalabteilung die Daimler-Führungskräfte in einem Schreiben informiert, das „alle anstehenden Personalmaßnahmen außerhalb von Projekt Fokus, die eine Personalbewegung auslösen, einem Freeze unterliegen“. Dieses Schreiben liegt der Stuttgarter Zeitung vor.

Dieser Einstellungsstopp gilt definitiv während des Umbaus der IT-Systeme im November und Dezember - möglicherweise auch darüber hinaus. In diesem Zeitraum sollen nur in absoluten Notfällen neue Mitarbeiter eingestellt werden. Doch auch die Daimler-Mitarbeiter könnten diese Anweisung zu spüren bekommen.

Daimler: IT-Systeme sollen nicht überlastet werden

Denn: Auch Mitarbeiter, die aus der Elternzeit zurückkehren, gehören beispielsweise zu den „Themen“, die laut der Personalabteilung „zurückgestellt“ werden. Auch interne Versetzungen und die Entsendung an einen der anderen Standorte der weltweit vertretenen Daimler AG sind von der Maßnahme betroffen.

„Im Zuge der Neuausrichtung des Unternehmens werden die IT-Systeme getrennt. Das betrifft auch HR-Tools“,  erklärte eine Daimler-Sprecherin auf Anfrage der Stuttgarter Zeitung. Aus diesem Grund solle zur Entlastung der Systeme auf „nicht notwendigen Personalbewegungsmaßnahmen“ verzichtet werden. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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