Daimler auf der Überholspur

Daimler AG: Trotz Corona und Halbleitermangel - Autobauer liefert Rekordzahlen 

Mercedes Benz
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Trotz Lieferengpässen bei elektronischen Bauteilen hat Daimler im ersten Halbjahr wieder deutlich mehr Autos verkauft als im Vorjahreszeitraum. 
  • Julia Cuprakowa
    VonJulia Cuprakowa
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Die Daimler AG verzeichnet einen deutlich gestiegenen Autoabsatz. Auf dem chinesischen Markt erzielt der Stuttgarter Autobauer sogar einen Rekordabsatz.

Wegen der Corona-Pandemie hatte Daimler letztes Jahr im März seine Produktion heruntergefahren. Nur wenige Woche später meldete der Automobilkonzern aus Stuttgart Kurzarbeit an. Doch als wäre diese Herausforderung nicht schon groß genug, hatten Daimler, Audi und Co. auch mit einem Halbleitermangel zu kämpfen, der in den vergangenen Monaten erneut zu Produktionsunterbrechungen und Kurzarbeit geführt hat.

Und dennoch: Trotz Lieferengpässen und zeitweiser Produktionsstopps in einzelnen Werken hat Daimler im ersten Halbjahr wieder deutlich mehr Autos verkauft als im Vorjahreszeitraum.

Daimler AG: Trotz Corona-Pandemie und Halbleitermangel - Autoabsatz deutlich gestiegen

Die weltweiten Auslieferungen der Stammmarke Mercedes-Benz kletterten zwischen Januar und Juni im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2020 um fast ein Viertel - konkret auf 1,16 Millionen Autos - wie der Dax-Konzern in Stuttgart mitteilte. Die Kleinwagenserie Smart konnte ihre Auslieferungen sogar verdoppeln - wenn auch auf wesentlich niedrigerem Niveau - auf gut 20.250 Fahrzeuge.

Das Plus fällt auch deshalb so deutlich aus, weil das Geschäft zu Beginn der Corona-Krise im Vorjahr zeitweise eingebrochen war, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Daimler in Stuttgart: Gestiegener Absatz auch in China und Nordamerika - Verbrennermodelle dominieren

Wichtigster Markt für die Daimler AG bleibt weiterhin China. Hier stieg die Zahl der verkauften Autos der Marke Mercedes-Benz um 28 Prozent auf etwa 441.570. Es handle sich um den bisher höchsten China-Absatz in einem ersten Halbjahr überhaupt, hieß es. Auch in Europa ging der Absatz um 22 Prozent nach oben und in Nordamerika konnten sogar 24 Prozent plus verzeichnet werden.

Schaut man auf die Antriebe der verkauften Autos, dominieren weiter klar die Verbrennermodelle. Die Zahl der verkauften vollelektrischen Fahrzeuge stieg zwar prozentual deutlich, sie machte mit rund 39.000 aber gerade mal etwas mehr als 3 Prozent aller ausgelieferten Autos aus. Dies könnte sich, vor allem in Europa, bald ändern.

Denn: Am 14. Juli will die EU-Komission ihre Klimapläne verkünden. Dadurch würden der Autobranche in der EU noch strengere CO2-Reduktionsziele drohen. Sogar ein Verkaufsverbot für Verbrennerfahrzeuge könnte eine Maßnahme zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes sein.

Daimler AG: Negative Auswirkungen wegen Halbleitermangels?

Außerdem teilte Daimler mit, dass insbesondere im Juni die Lieferengpässe bei Halbleitern für Probleme bei den Auto-Auslieferungen gesorgt hätten. Man erwarte, dass sich der Engpass noch bis zum Jahresende negativ auf den Absatz auswirken werde.

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