Corona-Pandemie

CureVac-Impfstoff: Mega-Hoffnung gegen Corona-Südafrika-Mutante

Corona-Impfstoff von Curevac
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Wirkt der Impfstoff von CureVac auch gegen die Mutationen?
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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Der Anteil der Mutationen an den Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigt immer weiter. CureVac hat jetzt darauf reagiert - und schürt riesige Erwartungen...

Am Montag haben sich Angela Merkel und die Ministerpräsidenten zum digitalen Corona-Gipfel getroffen, wie echo24.de* berichtete, wurde der Lockdown einmal mehr verlängert. Über Ostern wurden die Maßnahmen sogar noch einmal verschärft*, weitere Lockerungen sind derzeit nicht in Sicht, auch weil die Fallzahlen weiter steigen.

Um die Pandemie in den Griff zubekommen, benötigt es aber nicht nur eine niedrige 7-Tage-Inzidenz, sondern eben auch einen wirksamen Impfstoff. Mit den Wirkstoffen von Biontech, Moderna, und AstraZeneca – der kurzzeitig nicht geimpft wurde – sind in der Europäischen Union bereits mehrere zugelassen, kürzlich kam auch das Vakzin von Johnson & Johnson hinzu.

Impfstoff gegen Coronavirus: CureVac erweitert Analyse der klinischen Studie - und macht Hoffnung

Seit Februar läuft zudem das schnelle Zulassungsverfahren für den Impfstoff von CureVac, dessen Zulassung wohl im Sommer erfolgen dürfte. In der Entwicklung holte sich das Tübinger Pharmaunternehmen zudem Unterstützung bei Bayer*. Der Pharmakonzern griff CureVac auch bei den für die Zulassung benötigten Studien unter die Arme.

Aktuell wird die Wirksamkeit des Impfstoffs von CureVac in einer Studie mit rund 35.000 Menschen in Europa und Lateinamerika erprobt*. Aufgrund der steigenden Fallzahlen mit Mutationen des Coronavirus erweitert das Tübinger Unternehmen nun die Analyse der klinischen Studie.

Corona-Impfstoff von CureVac: Hammer-Ergebnisse bei Studie mit Mäusen

Dadurch soll die Wirksamkeit des Vakzins bei spezifischen Varianten des Coronavirus ermittelt werden, wie CureVac am Montag mitteilte. Zudem soll es durch die Erweiterung der Studie ermöglicht werden, auch die Wirksamkeitsdaten der rund 270 Teilnehmer über 60 Jahre zu erfassen.

„Unser Ziel ist es, die Bevölkerung und besonders die gefährdeten älteren Altersgruppen vor dem Virus und seinen Mutationen mit unserem Impfstoffkandidaten zu schützen“, heißt es in der Mitteilung von CureVac. Erste Erkenntnisse gab das Unternehmen bereits am Dienstag bekannt.

Mega-Hoffnung CureVac: Schützt der Impfstoff vor südafrikanischer Corona-Variante?

So belegt eine erste präklinische Studie mit transgenen Mäusen, dass der Impfstoff von CureVac auch gegen die südafrikanische Mutation des Coronavirus wirkt. „Das Ergebnis der Impfungen waren robuste Antikörperreaktionen und innerhalb von Challenge-Infektionen ein vollständiger Schutz vor dem ursprünglichen SARS-CoV-2-Stamm bei einer Überlebensrate von 100 Prozent sowie vor B.1.351 – einer Variante, die zuerst in Südafrika entdeckt wurde. Die Impfung mit CVnCoV verhinderte die Vermehrung von B.1.351 in den unteren Atemwegen sowie im Gehirn und reduzierte die Vermehrung der Viren in den oberen Atemwegen von geimpften Tieren und von Tieren in Challenge-Studien“, teilte das Tübinger Unternehmen am Dienstag mit.

Wann mit den Ergebnissen der erweiterten Analyse der klinischen Studie zu rechnen ist, teilte CureVac noch nicht mit. Das Tübinger Unternehmen bekräftigte aber erneut, die formale Marktzulassung für das Vakzin im zweiten Quartal zu beantragen. Um dann auch genug Impfstoff liefern zu können, hat CureVac bereits zahlreiche Kooperationen für die Produktion des Vakzins geschlossen* – unter anderem mit Bayer und Novartis. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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