Neue Teststrategie

Corona-Test für Lehrer und Erzieher: Das plant Baden-Württemberg

Ein Mann bekommt einen Nasenabstrich an der Corona-Teststation am Kölner Hauptbahnhof.
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Baden-Württemberg baut das Testangebot für Lehrer und Erzieher aus.
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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Baden-Württemberg will ab dem 22. Februar die Schulen und Kitas wieder öffnen. Auch für Lehrer und Erzieher gibt es wichtige Änderungen.

Auch über ein Jahr nach den ersten Fällen des Coronavirus hat das Virus das Deutschland noch immer fest im Griff. Trotz sinkender Fallzahlen wurde der Lockdown in dieser Woche erneut verlängert und gilt nun bis zum 7. März. Bereits ab dem 1. März sollen Friseure wieder öffnen dürfen und auch Schulen und Kitas sollen langsam wieder den Betrieb aufnehmen.

In Baden-Württemberg ist die schrittweise Öffnung der Grundschulen und Kitas für den 22. Februar geplant. Um die Ansteckungsgefahr zu senken, hat die Landesregierung eine Teststrategie für die mehr als 260 000 Beschäftigte in Schulen, Kitas und anderen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen erarbeitet.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Erweitere Teststrategie für Lehrer und Erzieher

Diese sollen sich künftig zweimal pro Woche auf das Coronavirus testen lassen können. Wie aus einer Vorlage für die nächste Sitzung des Kabinetts hervorgeht - die der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt - sollen sich die Kosten dafür auf etwa 50 Millionen Euro belaufen.

Diese Schätzung beruht auf der Annahme, dass die Hälfte der rund 262.000 Lehrer und Erzieher das Angebot wahrnimmt. Der Antigen-Schnelltest erfolgt in Arztpraxen oder Apotheken und ist freiwillig. Zusätzlich bekommen die Kommunen die Möglichkeit, mit Testkits aus der Notreserve des Landes Baden-Württemberg an den Schulen und Kitas eigne Testangebote einzurichten.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Mehr Test für Lehrer und Erzieher

Gegenüber der dpa bestätigte eine Sprecherin des Sozialministeriums die entsprechende Beschlussvorlage. Bislang waren für die Lehrer und Erzieher bis zu den Osterferien lediglich drei Tests vorgesehen. Durch die Einigung von Sozialminister Manne Lucha (Grüne) und Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) steigt diese Zahl nun deutlich.

In der Vorlage heißt es, dass die erweiterte Teststrategie die Öffnung der Grundschulen und Kitas flankieren soll. Entsprechend entfällt das Angebot mit drei Tests bis zu den Osterferien. Lehrer oder Erzieher, deren Schnelltest positiv ausfällt, dürfen die Schule oder Kita nicht mehr betreten und müssen sich an die Vorgaben der entsprechenden Corona-Verordnungen halten. Zudem muss das Ergebnis mit einem PCR-Test bestätigt werden.

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